Entscheidung auf Abbruch sorgt bei Kathi Schiechtl und Co. für frühzeitiges Happy-End

Am Montag beschloss der außerordentliche DFB-Bundestag, die Tabelle des 16. Spieltages als Abschlusstabelle für die 2. deutsche Frauen-Bundesliga zu werten. Damit steigen Tabellenführer Werder Bremen und der SV Meppen in die Frauen-Bundesliga auf. „Betroffen“ von dem vorzeitigen Saisonende sind davon auch die ÖFB-Langzeitstütze Kathi Schiechtl sowie die Junginternationalen Julia Kofler und Adina Hamidovic.

 

 

Werder Bremen schafft den sofortigen Wiederaufstieg

In der Vorsaison fehlten Kapitänin Kathi Schiechtl und Co. in der Endabrechnung nur zwei Zähler auf den drittletzten Bayer Leverkusen, der bittere Abstieg war damit unvermeidlich verbunden. 2019/20 gestaltete die Elf von der Weser ihre „Rückkehr-Saison“ optimal, blieb in 16 Spielen mit zwölf Siegen und vier Remis ungeschlagen und weist neben 40 Punkten auch 45:13 Tore auf, Schiechtl und Kofler steuerten dazu je drei Treffer bei.

Respektabstand zum Mit-Aufsteiger

13 Zähler beträgt der Vorsprung auf die aufstiegsberechtigte Mannschaft aus Meppen, die ebenfalls ab der nächsten Saison der 1. Deutschen Frauen-Bundesliga angehören wird. Im Vorjahr verpassten die Frauen aus Niedersachsen mit zwei Punkten, aber dem weitaus besseren Torverhältnis hinter dem 1. FC Köln und dem FF USV Jena knapp den Sprung in die 1. Liga. Ausgleichende sportliche Gerechtigkeit, wenn man so will.

Coach hätte die "Kür" lieber auf dem Rasen gesehen

Werder-Trainer Alexander Kluge sagte: "Natürlich freuen wir uns, dass wir in der nächsten Saison in der Frauen-Bundesliga spielen dürfen. Trotzdem wäre es schöner gewesen, wenn wir den Aufstieg auf sportliche Art und Weise geschafft hätten, da eine Entscheidung auf dem Platz immer die beste Lösung ist."

Aufatmen auch bei Arminia Bielefeld

„Der Abstieg aus der 2. Frauen-Bundesliga wird ausgesetzt“, bedeutet: heuer keine Absteigerinnen, dahinter verbirgt sich für die 26-jährige Tirolerin Sandra Hausberger ebenfalls ein versöhnlicher Abschluss. Die Kapitänin und Abwehrchefin liegt mit ihren Teamkolleginnen in der Abbruchtabelle mit 15 Zählern an letzter Stelle, punktegleich mit dem 1. FFC Frankfurt II und nur einen Zähler hinter den Rängen zehn bis zwölf. Das Fotofinish um den Klassenerhalt bleibt den Kickerinnen aus der Großstadt (334.000 Einwohner) in Westfalen also erspart.

„Sahinehäubchen“: auch noch Chancen im Frauencup

Im Viertelfinale des deutschen Frauen-Pokals empfangen die „geretteten“ Zweitligisten am 3. Juni den SC Sand aus der 1. Deutschen Frauen-Bundesliga mit den Österreicherinnen Nadine Prohaska, Viktoria Pinter und Marina Georgieva. In den Vorrunden hatten Hausberger und Co. das Team von Eintracht Braunschweig, den Erstligisten MSV Duisburg und den 1. FC Nürnberg ausgeschaltet.

Keine Rückkehr für Mönchengladbach

Leer ging im Aufstiegs-Roulette Borussia Mönchengladbach mit der Linzerin Magdalena Jakober aus: Der Absteiger verfehlte um einen Punkt und mit der um vier Treffer schlechteren Tordifferenz gegenüber Meppen den Aufstieg.

"Entscheidung ist schade, aber der richtige Schritt"

Hannelore Ratzeburg, DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball, erklärte zur Nicht-Fortsetzung der Liga: "Die Entscheidung, den Spielbetrieb in der 2. Frauen-Bundesliga zu beenden, ist sehr schade, aber in der aktuellen Situation der richtige Schritt. Bei beiden Wettbewerben handelt es sich um Ligen, in denen keine Berufsspielerinnen aktiv sind. Die Umsetzung des Hygiene- und Gesundheitskonzepts der 'Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb' mit den strengen Auflagen wäre sowohl für die Vereine als auch für die Spielerinnen nicht umsetzbar gewesen."

 

Helmut Pichler

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