Serie gerissen! DFB-Pokal-Endspiel erstmals wieder ohne Österreicherin

Wenn am Samstagnachmittag im Rhein-Energie-Stadion Köln im Endspiel des DFB-Frauenpokals die SGS Essen und Titelverteidiger VfL Wolfsburg die Klingen kreuzen, steht erstmals seit 2016 keine Legionärin aus Österreich in den Reihen der Finalistinnen. Ihren absoluten Höhepunkt erlebten drei Bayern-Akteurinnen 2012, seit vier Jahren gab es immerhin alljährlich „Silber“, weil Pokal-Hamster Wolfsburg seit 2016 den Pokal nicht mehr aus der Hand gibt. In der aktuellen Saison fand die „Mini“-Serie der „Ösis“ ihr vorläufiges Ende. Ligaportal blickt zurück.

 

2012: Bayern München – 1. FFC Frankfurt 2:0 (0:0)

Carina Wenninger, Viktoria Schnaderbeck und Laura Feiersinger wurden von Cheftrainer Thomas Wörle über die gesamte Spielzeit eingesetzt. Wenninger glänzte in der Abwehr gegen die Offensiv-Stars der Hessinnen, Svenja Huth, Sandra Smisek, Fatmire Bajramaj, Ana Maria Crnogorčević….und wurde vom „Kicker“ in der Matchanalyse mit „Bestnote“ bedacht, Feiersinger bereitete mit ihrem enormen Laufpensum den DFB-Internationalen, Kerstin Garefrekes und Melanie Behringer, größte Probleme, Viktoria Schnaderbeck kurbelte ebenfals unermüdlich im Mittiefeld. Sarah Hagen und Ivana Rudelic erzielten die beiden Treffer zum überraschenden Sieg gegen die klaren Favoritinnen.

Sarah Puntigam trumpft in der Schweiz auf

Als vierte "Austria-Legionärin“ in Diensten der Bayern wurde die Steirerin wegen ihres bevorstehenden Wechsels in die Schweiz nicht mehr ins Aufgebot für dieses Endspiel aufgenommen. Zwei Jahre später hielt sich die ÖFB-Internationale aber dafür im Schweizer Cup einigermaßen schadlos. Mit ihrem neuen Verein SC Kriens drang die Standard-Spezialistin bis in Halbfinale vor, wo Seriensieger FC Zürich als scheinbar unüberwindliche Hürde wartete. Mit einem gefühlvollen Freistoß vom Sechzehner an der Mauer vorbei in die lange Ecke bezwang Puntigam die gegnerische Torhüterin und besiegelte mit dem „Goldtor“ den Sturz des Favoriten und Einzug ins Finale. Dort traf der SC Kriens auf den FC Basel, der früh mit 1:0 in Führung ging, aber Puntigam konnte in der 50. Minute ausgleichen. Letztendlich setzte es aber eine knappe 1:2-Niederlage, Österreichs Mittelfeldmotor musste sich trotz glänzender Leistungen mit „Silber“ begnügen.

Sorgte im Schweizer Pokal für Furore: Sarah Puntigam (Foto: SC Kriens)

2016: SC Sand - VFL Wolfsburg 1:2 (1:1)

Österreichs Rekordinternationale Nina Burger, zuvor als Legionärin bei Huston Dash in den USA, hatte sich nach ihrer Rückkehr nach Europa dem SC Sand in der deutschen Bundesliga angeschlossen. In den Pokalspielen gegen TSV Crailsheim, Alemannia Aachen, Herforder SV und USV Jena hatte die Torjägerin als beste ihrer Mannschaft acht Tore erzielt, als „Sahnehäubchen“ wurde im Halbfinale auch noch der FC Bayern München mit 2:1 ausgeschaltet und dann traf die Überraschungself auf den VfL Wolfsburg. Burger wurde mir Argusaugen beobachtet, schließlich setzten sich die Wölfinnen als Cup-Spezialistinnen durch.

2017: SC Sand - VfL Wolfsburg 1:2 (0:0)

In der Neuauflage des Vorjahres-Duells hatte sich Österreichs Vertretung um Verena Aschauer (bis zur 71. Minute) und Laura Feiersinger (bis zur 82. Minute) vermehrt, Nina Burger spielte über die gesamte Distanz und musste sich wiederum der höheren Klasse der „Europa-Auswahl“ aus Niedersachsen geschlagen geben.

2018: Bayern München - VfL Wolfsburg 2:3 nach Elfmeterschießen 2:3 (0:0, 0:0, 0:0)

Das Bayern-Duo, Wenninger und Schnaderbeck, wurde durch National-Torhüterin Manuela Zinsberger verstärkt, die ihr Team während der regulären Spielzeit und der Verlängerung mit prächtigen Paraden im Spiel hielt. In der Penalty-Entscheidung war sie gegen die Elfmeter von Isabell Kerschowski, Pernille Harder und Carolin Hansen chancenlos. Viki Schnaderbeck blieb "eiserne" Reserve und wechselte anschließend zu Arsenal London.

2019: VfL Wolfsburg - SC Freiburg 1:0 (0:0)

Virgina Kirchberger, ÖFB Abwehrstütze, hatte sich mit der Elf aus dem Breisgau gegen Vorwärts Köln, SGS Essen, Borussia Mönchengladbach und die TSG Hoffenheim durchgesetzt. Im Endspiel bereitete die Legionärin mit ihren Teamkolleginnen dem Pokalverteidiger mehr Mühe als dem lieb war, die Polin Ewa Pajor erlöste schließlich mit ihrem „Gold-Tor“ die Double-Gewinnerinnen.

2020: VfL Wolfsburg - SGS Essen ???

Im laufenden Bewerb schied mit der Tirolerin Sandra Hausberger die letzte Österreicherin kürzlich im Halbfinale gegen ……….den VfL Wolfsburg aus. Bis dahin hatte die Abwehrchefin und Kapitänin mit ihrer Mannschaft Eintracht Braunschweig, den FC Nürnberg, den MSV Duisburg und den SC Sand (mit dem Österreicherinnen Nadine Prohaska und Viktoria Pinther) ausgeschaltet und damit für etliche Überraschungsresultate gesorgt.

Unerwartetes Aus für die TSG Hoffenheim

Eine gute Möglichkeit für die Teilnahme am finalen Duell vergab auch die Mannschaft aus dem Kraichgau, die im Vorjahr auswärts bei Bayer Leverkusen noch mit 7:1 triumphiert hatte, heuer aber im Viertelfinale mit 2:3 nach Verlängerung unterlag. Im Semifinale hätten Nicole Billa, Laura Wienroither und Co. den Finalisten SGS Essen daheim empfangen.

Mit Gold und Silber neben Laura Feiersinger die erfolgreichsten Cup-Fighterinnen im DFB-Pokal: Caina Wenninger (links) und Viki Schnaderbeck (Foto: privat)

 

Helmut Pichler 

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