Unglückliches Elferfoul entscheidet "VKB-Bank-Spiel der Runde"

Es war angerichtet. Über 700 Schaulustige gaben dem „VKB-Bank-Spiel der Runde“ zwischen der Union Katsdorf und dem SV PFS Gallneukirchen am 18.Spieltag der Landesliga Ost einen würdigen Rahmen und verwandelten bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen den Katsdorfer Sportplatz in einen wahren Hexenkessel. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, das erst nach einer Stunde so richtig Fahrt aufnahm. Eine hochdramatische und hart umkämpfte Schlussphase entschädigte die Besucher für ein größtenteils von Taktik und exzellenten Defensivreihen geprägtes Spiel, welches die Hackl-Elf aus Gallneukirchen dank eines Elfmetertreffers und einer Co-Produktion zweier Einwechselspieler in den Schlusssekunden mit 2:0 für sich entscheiden konnte.

Starke Abwehrreihen – laues „Sturmlüfterl“
Nicht gerade verwöhnt wurden die beiwohnenden Massen in der ersten Phase der Begegnung, so waren packende Angriffsszenen oder technische Finessen Mangelware, stattdessen wurde fußballerische Schonkost serviert. Das größte Ausrufezeichen in der ersten Hälfte setzten die von Reinhard Klug betreuten Heimischen durch Benjamin Tautscher, dem es nach einer Viertelstunde gelang, alleine auf das Tor von SVG-Keeper Rainer Moosbauer zuzulaufen, doch der bundesligaerfahrene Schlussmann blieb lange stehen, siegte im Duell Eins gegen Eins und bewahrte sein Team vor einem frühen Rückstand. In weiterer Folge entwickelte sich ein absolut ausgeglichenes Match. Die Gäste hatten mehr Spielanteile, während die Klug-Elf etwas öfter und gefährlicher vor dem gegnerischen Gehäuse auftauchte, schlussendlich ging es torlos in die Kabinen.

Offener Schlagabtausch nach einer Stunde
Während man über die ersten 15 Minuten nach der Pause getrost den Mantel des Schweigens hüllen kann, muss man der letzten halben Stunde umso mehr Beachtung schenken. Nun ging es hin und her, wollten beide so großartig ins Frühjahr gestarteten Teams die Begegnung zu ihren Gunsten entscheiden. Innerhalb von drei Minuten kamen die „Gallinger“ mehrmals gefährlich vor den Kasten der Heimischen. Einen unplatzierten Versuch von Raffael Schörgi parierte Katsdorfs Tormann Joachim Sommer auf Raten, auch einen gut angetragenen Schuss von Klaus Gstöttner drehte der Schlussmann in den Corner und kräftig durchatmen konnte der Keeper der Heimischen, als der sehr fair agierende Hilfsschiedsrichter der Gallneukirchner den durchbrechenden Gstöttner wegen Abseits zurückwinkte. Dies war der Weckruf für den bis dahin eher zurückhaltend agierenden Tabellenzweiten aus Katsdorf. Nach etwa 70 Minuten stellte Regisseur Andreas Wögerbauer seine ganze Klasse unter Beweis, düpierte die gesamte Gäste-Abwehr und verfehlte mit einem herrlichen Drehschuss nur um Haaresbreite die Führung. Auch ein Kopfball vom aufgerückten Abwehrrecken Johannes Fürst nach einer gefinkelt getretenen Freistoßflanke brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Unnötiges Elferfoul entscheidet Derby
Zehn Minuten vor dem Ende dann die alles entscheidende Spielsituation. Der bis dahin sehr souverän agierende junge Verteidiger der Heimischen, Lucas Nesser, legte mit einer ungestümen Attacke SVG-Angreifer Gstöttner, der aus seiner ungünstigen Position nicht wirklich für Gefahr hätte sorgen können, im eigenen Strafraum. Die logische Konsequenz: Der gute Referee Brandner entschied auf Strafstoß für die Mannen von Coach Thomas Hackl. Der Gefoulte trat an und verwandelte eiskalt unter tosendem Jubel der vielen mitgereisten SVG-Fans zum 0:1. Nur wenige Augenblicke später eine Schrecksekunde für die Gallneukirchener: Nach einer der ganz seltenen Fehler der Hintermannschaft, tauchte der pfeilschnelle Tautscher völlig alleine vor Goalie Moosbauer auf, doch der Keeper warf sich mit allem was er hatte in den Schuss und konnte mit einem einzigartigen Reflex den "tausendprozentigen Sitzer“ doch irgendwie vereiteln. Die Katsdorfer riskierten nun alles, wurden aber nicht belohnt, ganz im Gegenteil, kassierten sogar noch das 0:2. Einen Distanzschuss vom gerade eben ins Spiel gekommenen Tobias Mayr konnte Torwart Sommer noch an die Latte lenken, doch gegen den Nachschuss vom ebenfalls eingewechselten Patrick Minichberger war der Tormann machtlos.


Während der unglaubliche Erfolgsrun der „Galliatoren“ anhält und die Hackl-Elf nun schon den fünften Sieg in Serie feiern durfte, musste die Union Katsdorf einen herben Rückschlag im Titelrennen hinnehmen, konnte doch Tabellenführer Edelweiß Linz  das Heimspiel gegen Perg gewinnen und somit den Vorsprung von drei Punkten auf den schärfsten Verfolger wieder herstellen.

Reinhard Klug (Trainer Union Katsdorf): „Wenn man das Spiel objektiv betrachtet, haben wir heute eine typische „0:0-Partie“ gesehen. Der Elfmeter war die entscheidende Spielszene. Natürlich hat Lucas Nesser in dieser Situation nicht glücklich agiert, doch ansonsten eine sehr anständige Partie absolviert und ist zudem noch ein sehr junger Spieler, dem man auch einmal so einen Fehler zugestehen muss. Unser Ziel bleibt nach wie vor eine Top-Drei-Platzierung.“

Thomas Hackl (Trainer SV Gallneukirchen):  „Ich muss der gesamten Mannschaft ein großes Lob aussprechen, wir haben sehr gut organisiert agiert und uns den Sieg verdient. Hervorheben möchte ich auch noch, dass wir nicht nur elf gute Spieler besitzen, sondern mir 16 "Stammspieler“ zur Verfügung stehen, die sich alle auf einem sehr hohen Level befinden und durch den internen Konkurrenzkampf das Leistungsniveau des gesamten Teams anheben. Nach dem tollen Start ins Frühjahr peilen wir nun den vierten Platz in der Endabrechnung an."


Marco Wolfsberger

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