V. Marchtrenk: "Kiesenebner-Elf besiegt Tabellenführer

altaltAcht Tage vor dem Spitzenspiel der Landesliga Ost gegen Edelweiß Linz wollte die DSG Union Scandinavian Blockhaus Pichling seine weiße Weste behalten und die Tabellenführung verteidigen. Zum Auftakt des achten Spieltages erlebte der bislang bärenstarke Aufsteiger jedoch eine böse Überraschung und kassierte beim SV Viktoria Marchtrenk seine erste Saisonniederlage. Der erste Heimsieg der Kiesenebner-Elf war jedoch erst in der Nachspielzeit unter Dach und Fach, als Markus Neunteufel in Minute 92 den 2:1-Siegtreffer erzielte.

Pichling mit knapper Pausenführung
Eine äußerst flotte und interessante Partie verlief in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichen. Der Tabellenführer war zwar optisch überlegen, gegen das aggressive Forechecking der Gastgeber konnte sich die Wagner-Elf aber nicht entscheidend in Szene setzen und nur wenige echte Torchancen erarbeiten. Nach einer halben Stunde ging der Favorit aber in Führung: Nach einem Zuspiel konnte sich Gabor Ujhegyi mit einer Drehung den nötigen Freiraum verschaffen und zum 0:1 einschießen. Wenig später Elfmeteralarm im Pichlinger Strafraum, bei einem Foul an Markus Neunteufel blieb die Pfeife von Schiedsrichter Loher jedoch stumm. Kurz vor der Pause vergab Pichlings Andreas Zürnsack eine große Chance zur Vorentscheidung.

Viktoria immer stärker
Auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte den Gästen, konnte der Spitzenreiter aber zwei weitere Möglichkeiten nicht nützen, scheiterte dabei jeweils an Marchtrenks Schlussmann Ulrich Hechenleitner. In der Folge wurden dann aber die Marchtrenker zusehends stärker und nahmen immer mehr  das Heft in die Hand. Der verdiente Lohn für die Offensivbemühungen war der Ausgleich. Nach einem Zuspiel von Dieter Kiesenebner, der nach einem Kreuzbandriss bei seinem Comeback sein erstes Pflichtspiel seit November 2009 bestritt, erzielte Stanislav Dimitrov von der Strafraumgrenze mit einem platzierten Schuss das 1:1.

Siegtor in der Nachspielzeit
In der verbleibenden Spielzeit blieb die Kiesenebner-Elf weiterhin am Drücker und drängte auf den Siegtreffer, die Gäste fanden aber die eine oder andere gute Kontermöglichkeit vor. So auch in Minute 81, als Zürnsack im Marchtrenker Strafraum unsanft gestoppt wurde, aber auch hier der Referee weiterspielen ließ. In den Schlussminuten lag der Siegtreffer der Viktoria mehrmals in der Luft. So brachte Neunteufel alleine vor Pichlings Keeper Stefan Auberger den Ball nicht im Tor unter. Auch bei einem satten Distanzschuss von Michael Aistleitner konnte sich der Gästegoalie auszeichnen. Einmal hatte die Nummer eins der Pichlinger aber großes Glück, als Marchtrenks Roland Eggertsberger nur die Stange traf. Und als es bereits nach einer Punkteteilung aussah, schlug es im Pichlinger Tor doch noch einmal ein. Nach einer Ecke köpfte Neunteufel den Ball aus vollem Lauf zum 2:1-Sieg für den SV Viktoria Marchtrenk genau ins Kreuzeck.

Andreas Mühlberger (Sektionsleiter Viktoria Marchtrenk): "Wir haben in den gesamten 90 Minuten eine starke Leistung geboten, waren aber vor allem in der letzten halben Stunde die bessere Mannschaft. Aufgrund der Mehrzahl an Chancen haben wir auch verdient gewonnen. Natürlich ist ein Sieg gegen den Tabellenführer etwas Besonderes, doch wichtig waren heute einfach die drei Punkte - und da ist es eigentlich egal gegen welchen Gegner wir den Sieg einfahren konnten."

Günter Lasinger (Sportchef Union Pichling): "In der ersten Halbzeit haben wir Spiel und Gegner kontrolliert und hätten kurz vor und nach der Pause den Sack zumachen können. Dann ist aber Marchtrenk immer stärker geworden. Dennoch hätten wir das Spiel auch gewinnen können, ist uns doch nach einem klaren Foul an Zürnsack, der nach dieser Aktion verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, ein Elfmeter vorenthalten worden. Einen Punkt hätten wir uns aber auf alle Fälle verdient."


Günter Schlenkrich

 

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