„Hat der SK Kammer das Niveau für die Landesliga?“ – Markus Schneidhofer, Ex-Profi und neuer sportlicher Leiter, steht Rede und Antwort

Es war eine durchaus emotionale Rückkehr: Ex-Profi Markus Schneidhofer, der in der Vergangenheit mit dem SK Kammer tolle Erfolge gefeiert hatte und dann zur Austria Salzburg gegangen war, übernahm jüngst das Amt des sportlichen Leiters beim aktuellen Vorletzten der Landesliga West. Mit den Salzburgern feierte er als Teammanager den Aufstieg in die Regionalliga und sammelte, quasi als angenehme Nebenerscheinung, wichtige Erfahrungen. Genau diese will er nun bei seinem neuen, alten Verein zwei oder, und das wird der Verlauf der Pandemie und mit ihm verbundene Öffnungsschritte zeigen, drei Ligen darunter einbringen. Ligaportal.at sprach mit ihm.

 

Ligaportal: Bis spätestens 17. Mai muss Kontakttraining wieder möglich sein, damit es zu einer Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs im Frühjahr kommt. Wie optimistisch sind Sie, dass diese Deadline eingehalten werden kann?

Schneidhofer: „Das alles ist sehr verwirrend. Für Spieler, Vereine und ehrenamtliche Funktionäre ist es ganz schwierig, weil man nicht weiß, was Sache ist. Meiner Meinung nach kann sich das gar nicht mehr ausgehen. Wir reden hier über Sport. Aber warum sollen wir vor der Gastronomie drankommen? Der neue Gesundheitsminister wird zudem sicherlich einmal abwarten und nicht gleich solche Entscheidungen treffen. Man muss außerdem einmal an die Leute denken, die tagtäglich auf der Intensivstation arbeiten. Das sieht niemand. Für die Spieler wäre eine Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs auch ein Risikofaktor. Sie sind die Belastung und die Bewegungsabläufe nicht mehr gewohnt. Die Verbände sollen außerdem einheitlich vorgehen. Salzburg und Niederösterreich brechen ab. Oberösterreich will es unbedingt durchdrücken.“

Ligaportal: Wäre es also auch aus sportlicher Sicht unfair, wenn fertiggespielt wird?

Schneidhofer: „Wenn man schnell noch drei Spiele durchzieht und es dann wertet, macht das für mich wenig Sinn. Natürlich tut es mir leid für die Mannschaften, die Erster sind. Das ist natürlich bitter. Das Hauptproblem an der aktuellen Situation ist einfach die fehlende Planungssicherheit. Ich denke da an das Finanzielle, die Zusammenarbeit mit den Sponsoren und die Gespräche mit den Spielern. Die Umstände ändern sich, wenn wir Bezirks- statt Landesliga spielen.“

Ligaportal: Wenn wieder abgebrochen wird, ist der SK Kammer aufgrund der Pandemie zwei Mal einem Abstieg entronnen. Habt ihr das Niveau für die Landesliga?

Schneidhofer: „Ich hatte in Salzburg ein tolles Umfeld. Die Situation hier ist genauso – nur eben zwei Ligen darunter. Wir sind damals mit Kammer überraschend aufgestiegen. Zwischen der Bezirks- und der Landesliga sind Welten. Wir haben uns aber zuletzt stabilisiert, gute Spiele gemacht, sind nicht mehr abgeschossen worden und haben mitgehalten. Wir müssen sicher einiges tun. Mit Trainer Roland Krammer, der auch Ex-Profi ist, sind wir sicherlich gut aufgestellt. Wir sprechen eine Sprache.“

Ligaportal: Im Winter sind fünf neue Spieler zur Truppe gestoßen. Fünf Akteure verließen den Verein. Inwiefern hat sich dadurch die Kaderqualität verändert?

Schneidhofer: „Das kann ich noch nicht genau sagen. Da muss ich mir erst ein Bild machen, sobald normales Training wieder erlaubt ist. Zu Neuzugang David Tokic kann ich aber schon sagen, dass er große Erfahrung hat, technisch stark und schnell ist.“

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