"Blöd gelaufen" - Rettungseinsatz bei Schärding-Sieg

Zum Auftakt der 16. Runde in der Landesliga West empfing der SK Weizenauer Schärding die Union Sparkasse Pettenbach. Im Duell zwischen dem Vierten und dem Neunten in der Tabelle ging es um wichtige Punkte. Während Schärding weiterhin im Aufstiegsrennen mitmischen möchte, will Pettenbach möglichst wenig mit dem Abstieg zu tun haben. Im Hinspiel gab es für Pettenbach einen 2:0-Sieg zu feiern, die Mannschaft von Trainer Bernhard Straif verlangte deshalb nach einer Revanche. Diese ist ihnen auch gelungen, am Ende konnte man sich mit 2:0 (2:0) gegen die Elf von Thomas Löberbauer durchsetzen. In einer hart umkämpften Partie, die meistens auf Augenhöhe geführt wurde, kam es auch zu einer sehr unschönen Szene.


Rettungseinsatz und Spielunterbrechung

Obwohl die Gäste den besseren Start erwischten und beinahe sehr früh in Führung gegangen wären, nutzen die Hausherren einen schweren Fehler der Pettenbacher Hintermannschaft aus und stellten nach nur zehn Minuten schon auf 1:0. Nur zwei Minuten später kam es zum negativen Höhepunkt des Spiels. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler musste die Nr. 19 der Gäste, Elias Steininger, mit einem Schienbeinbruch von der Rettung abtransportiert werden. Das Spiel musste für 20 Minuten unterbrochen werden und beiden Mannschaften wurden in die Kabine geschickt. Keiner der beiden Trainer wollte dafür jemandem die Schuld gegen. "Beide haben voll durchgezogen. Unser Spieler war einen Tick früher am Ball", so der Trainer der Gäste. Ähnlich sah es auch Straif: "Das war keine Absicht. Beide kommen mit hohem Tempo an. Man hat es sofort knacken gehört, das ist nämlich nur 10 Meter von unserer Betreuerbank entfernt passiert." So richtig vergessen konnte man diesen Vorfall nicht. "Das war von da an in unseren Köpfen drinnen", so Löberbauer. Nach der Unterbrechung ging es gleich wieder rasant weiter. In der 20. Minute kam es im Strafraum der Gäste zu einem Foulspiel, woraufhin der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Der Torschütze zum 1:0, Daniel Bares, übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum 2:0. Bis zur Pause war die Straif-Elf die bessere Mannschaft, konnte aber nicht mehr nachlegen und somit ging es mit einem 2:0 bereits zum zweiten Mal in die Kabine.

Schwieriges Spiel für beide Seiten

Die Platz- als auch die Wetterverhältnisse machten beiden Teams schwer zu schaffen. Der Wind fegte heftig über den Platz und deshalb hatte eine Mannschaft immer mit Rückendwind zu kämpfen, während die andere Mannschaft gegen den Wind spielen musste. Der noch nicht ganz aufgetaute Platz tat sein Übriges und somit enwickelte sich dieses Spiel zu einem wahren Fight. Während in der ersten Hälfte die Hausherren das Sagen hatten, nahmen in der zweiten Hälfte die Gäste zunehmend das Zepter in der Hand. Die Hausherren traten zunehmend ängstlich auf und haben somit die Kontrolle über das Spiel verloren. Es wurde fast nur noch in eine Richtung gespielt, ein Treffer wollte den Gästen aber einfach nicht gelingen, dafür war man im letzten Drittel schlicht und ergreifend zu harmlos. Und somit endete die Partie mit einem durchaus verdienten 2:0-Erfolg für die Schärdinger.

Stimmen zum Spiel:

Bernhard Straif, Trainer des SK Schärding:

"Ich bin eigentlich sehr zufrieden. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Chancen als der Gegner. Das erste Tor war eine schöne Einzelaktion, das Zweite ein klarer Elfer. In der ersten Hälfte hat der Gegner glaube ich keinen einzigen Schuss auf unserer Tor abgegeben. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr schlecht. Das verstehe ich nicht, da sind wir 2:0 vorne und treten dann so ängstlich auf."

Thomas Löberbauer, Trainer der Union Pettenbach:

 "Zufrieden kann man damit nicht sein. Das ist blöd gelaufen. Wir hatten einen guten Start und sind nach einem kapitalen Fehler bestraft worden. Dann haben wir einen blöden Elfmeter bekommen und wurden wieder bestraft. Wir wollten die Köpfe nicht hängen lassen und das 2:1 erreichen, aber wir waren im letzten Drittel zu ungefährlich. Der Sieg war sicher verdient, aber wir waren auch auf Augenhöhe."

 

Symbolfoto: pixabay lizenzfrei

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