Nach 2:6-Debakel hofft FC Braunau auf "Hilfe" aus Kärnten

"Die Freude ist riesengroß und die Aufstiegsfeier noch in Gange", erklärt Union Peuerbach-Sportchef Markus Mayr. Nach einem 1:1-Remis im Hinspiel feierte der Vizemeister der Bezirksliga West gegen den FC Braunau einen 6:2-Kantersieg und steigt erstmals in der 71-jährigen Vereinsgeschichte in die Landesliga West auf. Die Balinski-Elf zog in der Relegation den Kürzeren, der FCB hofft jedoch auf Schützenhilfe Kärnten. Noch heute soll die Entscheidung fallen, ob Lendorf sich aus der Regionalliga Mitte zurückzieht. Sollten die Kärnten in den Landesverband absteigen und demzufolge der FC Wels in der Regionalliga bleiben, würden die Braunauer den Klassenerhalt feiern können, zudem könnte die Union Mondsee Meister Friedburg in die OÖ-Liga begleiten.

 

Fünf Tore in Halbzeit eins

Nahezu 1000 Besucher bekamen in der Peugeot Ertl Arena zunächst starke Gäste zu sehen. Die Elf von Coach Roumen Balinski bestimmte in der Anfangsphase das Geschehen, ohne jedoch zwingend zu agieren. Nach einer Viertelstunde brandete in der Arena aber Jubel auf, als Julian Baumgartner nach einer Hereingabe von Istvan Vituska, der im Sommer in seine ungarische Heimat zurückkehrt, auf 1:0 stellte. Mit der Führung im Rücken nahm die Union das Heft in die Hand und setzte in Minute 38 den nächsten Schritt Richtung Landesliga. Vituska zog an der Strafraumgrenze ab und setzte die Kugel in den Winkel. Doch kurz danach gelang dem FCB aus dem Nichts ein Doppelschlag. Zunächst gelang Devid Stanislavljevic, der in der nächsten Saison in Deutschland kicken wird, der Anschlusstreffer. 60 Sekunden später wusste Izudin Delic einen indivuellen Fehler in der Peuerbacher Hintermannschaft zu nutzen, glich der künftige Friedburger nach einem zu kurz geratenen Rückpass aus. Die Gäste hatten nun das Momentan auf ihrer Seite und aufgrund der Auswärtstorregel die Nase vorne, die Balinski-Elf brachte das 2:2 aber nicht in die Pause. In Minute 45 fixierte Daniel Steinmayr nach einem feinen Lochpass von Vituska den 3:2-Halbzeitstand.

 

Strasser trifft zur Vorentscheidung

Schiedsrichter Aichner hatte den zweiten Durchgang ebenerst angepfiffen, als in der Arena die Vorentscheidung fiel. Manuel Strasser war aus kurzer Distanz erfolgreich und erhöhte auf 4:2. Die Braunauer gaben sich nocht nicht geschlagen und hätten beinahe zurück ins Spiel gefunden, Torjäger Ilija Ivic, der im Sommer nach Mondsee wechselt, konnte eine hochkärätige Chance aber nicht nutzen. Nach 65 Minuten machten die Mannen von Erfolgstrainer Krisztian Beregszaszi den Sack zu, als Manuel Berger zum 5:2 traf. Fünf Minuten vor dem Ende krönte Vituska seine starke Leistung mit einem weiteren Treffer. Der Ungar machte im letzten Spiel für die Union das halbe Dutzend voll, fixierte den 6:2-Endstand und den Peuerbacher Aufstieg in die Landesliga.

 

Stimmen zum Spiel:

Markus Mayr, Sportchef Union Peuerbach:
"Wir hätten schon das Hinspiel gewinnen können und waren am Sonntag erneut die bessere Mannschaft, demzufolge haben wir uns verdient durchgesetzt. Die Freude über den Aufstieg ist riesengroß, wird zur Stunde noch immer gefeiert. Die Landesliga ist zum einen eine große Herausforderung, zum anderen aber auch ein Erlebnis."

Wolfgang Bernbacher, Sektionsleiter FC Braunau:
"Mit Peuerbach hatten wir vermutlich den aktuell stärksten Bezirksligisten zum Gegner. Auch wenn es nach dem 2:2 gut ausgesehen hat, hat sich die Union am Ende verdient durchgeetzt und wird meiner Ansicht nach auch in der Landesliga eine gute Figur abgeben. Wir hoffen auf eine für uns positive Entscheidung in Kärnten und wollen in der Landesliga bleiben. Aber aufgrund der Ungewissheit können wir noch immer nicht planen."

 

Günter Schlenkrich 

 

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