Trotz zwei Mann weniger: Schalchen bringt Sieg gegen Bad Wimsbach über die Zeit

Der SV HAI Schalchen bestritt in der neunten Runde Landesliga West das zweite Spiel in Folge vor heimischer Kulisse. Nach dem Remis gegen Gmunden in der vergangenen Woche erwartete man nun den SK Bad Wimsbach 1933 im HAI-Stadion. Die Gäste fuhren zuletzt einen soliden Heimerfolg gegen Peuerbach ein und stehen mit vier Punkten mehr als Schalchen auf dem zweiten Platz im Klassement. Nach diesem Kräftemessen fehlt den Schalchnern aber nur noch ein Punkt auf Bad Wimsbach.

 

Ausgleich kurz vor der Pause

Auf einem vom Regen getränkten Platz starteten beide Mannschaften aggressiv in die Partie – man wollte sich auf beiden Seiten als die aktivere und dominantere Mannschaft etablieren. Die erste gefährliche Szene stellte ein Schuss von Florian Schöfbenker dar, der sein Ziel aber um einige Meter verfehlte. Ansonsten war es vor allem Schiedsrichter Johannes Weilhartner, der ununterbrochen auf der Höhe sein musste – so auch nach einer Viertelstunde, als Stefan Köhler im Sechzehner bei einem Klärungsversuch mit der Hand am Ball war und damit einen Elfmeter verursachte. Schöfbenker vertrat den Wimsbacher Elfmeterschützen Martin Plasser, der vorerst leicht angeschlagen auf der Bank verweilte, perfekt und verwandelte den ruhenden Ball. Nach dem Treffer drückte der Gast noch einige Minuten intensiv auf das nächste Tor, ehe die Partie im Verlauf wieder mehr ausglich und vorrangig im Mittelfeld stattfand. Es entwickelte sich eine Partie mit Herbstkick-Charakter, in dem vor allem gegen Ende der ersten Hälfte die Gäste wieder die besseren Chancen vorweisen konnten. Kurz vor der Halbzeit fiel dann aber der Ausgleich: Ioan Nadaban, Dragos-Alin Dragalina, Filip Avramovic und Gabor Nagy kombinierten sich durch die Ketten des SK, ehe letzterer die Kugel mit einem traumhaften Schuss aus gut 20 Metern unter die Latte knallte.

 

Spiel gedreht – hektische Schlussphase

Die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs verlief ohne wirkliche Torchancen. Das Spielgerät rollte etwas öfter durch die Reihen der HAI-Boys, richtige Gefahr konnte man aber nicht ausstrahlen. Auch die Gäste aus dem Kurort konnten die ihnen angebotenen Kontermöglichkeiten nicht sauber genug zu Ende spielen, um SVS-Schlussmann Ivan Avramovic in Bedrängnis zu bringen. Erst in Minute 64 musste Avramovic sich breiten machen, als Schöfbenker nur wenige Meter vor dem Hintermann der Heimischen abzog und beinahe für das 1:2 sorgte. Vier Minuten später traf Nagy dann zum zweiten Mal ins Schwarze: der Stürmer wurde von Dragalina per Hacke bediente, der Ball ging aber nach links, wo Berer stand und die Kugel an der Hintermannschaft von Bad Wimsbach vorbei an die zweite Stange auf Nagy brachte, der nur noch das leere Tor treffen musste. Berer hatte zehn Minuten später nach einem tiefen Pass von Nagy noch die Chance auf den dritten Treffer von Schalchen auf dem Fuß, SK-Hinterhalt Raffael Seyr konnte aber schnell genug auf den Lupfer reagieren und das Spielgerät sichern. In Minute 80 wurde es dann ein wenig turbulent: zuerst zeigte der Unparteiische Schlussmann Avramovic bei einem Abstoß die gelbe Karte und verwies wenige Sekunden später Kapitän Robert Simon mit glatt rot vom Platz. In Minute 86 kam es noch dicker für die Heimischen, als Spielmacher Dragalina die Ampelkarte sah und ebenfalls vom Platz musste. Beim Corner in den letzten Sekunden war dann sogar Seyr mit von der Partie, Berer sorgte im Konter dadurch auch noch beinahe für das 3:1. Schalchen verteidigte in einer mehr als hektischen Schlussphase somit das 2:1 und schrieb die vollen drei Punkte an.

 

Ivan Dimitrov, Trainer SV Schalchen:

„Wir haben schon erwartet, dass es gegen den Tabellenzweiten sehr schwer wird. Wir haben sie beobachtet und wussten, dass sie eine starke und gefährliche Mannschaft haben, die vorne gerne trifft. Wir haben uns darauf gut vorbereitet und ein Konzept entwickelt, dass zu Beginn leider nicht funktioniert hat. Dann sind wir durch den Elfmeter in Rückstand geraten, konnten aber zum Glück noch vor der zweiten Halbzeit ausgleichen. Im zweiten Durchgang haben wir dann umgestellt und uns gut verkauft. Am Ende haben wir verdient gewonnen.“

 

Die Besten:

SV Schalchen: Lukas Berer (ST) und Gabor Nagy (ST)

SK Bad Wimsbach: Nikolaus Kronberg (RV) und Florian Schöfbenker (ZOM)


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