„Ich war immer gern bereit, mich selbst zu quälen!“ – Thomas Winkler nach Karriereende im Interview

Es ist der Sommer, in dem viele Legenden der LT1 OÖ-Liga ihre Schuhe an den Nagel hängen. Einer von ihnen ist Thomas Winkler, der bis zu seinem Karriereende im Alter von 39 Jahren auf Top-Niveau spielte. Der langjährige Kapitän der Union Edelweiss war während seiner Laufbahn unter anderem für den LASK, den 1. FC Vöcklabruck, den SV Grödig und Blau-Weiß Linz aktiv gewesen. Mit den Teams aus Vöcklabruck und Grödig feierte er zwei Regionalliga-Meistertitel und sammelte jeweils Einsätze in der 2. Liga. Ligaportal.at sprach nach dem Karriereende mit ihm. Außerdem beweist er seine Schlagfertigkeit beim Wordrap.

 

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Ligaportal: Was waren die Gründe für dein Karriereende?

Winkler: „Das waren zeitliche, familiäre Gründe. Ich habe meine Freizeit immer nach dem Fußballkalender gerichtet. Das wollte ich nicht mehr. Ich habe neben dem Mannschaftstraining immer noch zusätzliche Einheiten gemacht. Dafür bin ich nicht mehr bereit. Die Freizeit mit den Kindern ist mir wichtiger.“

Ligaportal: Was waren die absoluten Highlights deiner Karriere?

Winkler: „Das waren sicher die zwei Regionalliga-Meistertitel mit Vöcklabruck und Grödig. Dazu kommen noch die Landescup-Siege mit dem FC Wels und Edelweiss. Mit Vöcklabruck und Grödig habe ich jeweils gegen Red Bull Salzburg im Cup gespielt – mit Vöcklabruck sogar in der Red Bull Arena. Außerdem war ich im Regionalliga-Derby Blau-Weiß gegen LASK dabei – mit über 10 000 Fans auf der alten Gugl.“

Ligaportal: Du hast 2006 (!) zusammen mit Ligaportal-Chef Thomas Arnitz noch beim 1. FC Vöcklabruck in der Regionalliga gekickt. Das ist jetzt unglaubliche 18 Jahre her. Wie hast du es geschafft, über so viele Jahre hinweg so fit zu bleiben?

Winkler: „Ich habe abseits des Platzes viel selber trainiert. Ich war immer gern bereit, mich selbst zu quälen. Das ist eine gute Basis, wenn man im höheren Alter noch spielt. Das merkt man einfach. Wenn man außerdem ein paar Jahre als Profi gespielt hat, legt man körperlich einen guten Grundstein.“

Ligaportal: Wie bleiben dir die letzten Jahre deiner Karriere bei der Union Edelweiss in Erinnerung?

Winkler: „Die sieben Jahre waren sehr gelungen. Ich habe mich dort immer sehr wohl gefühlt. Außerdem war die Zeit mit den zwei Hallencup-Siegen und dem Landescup-Sieg erfolgreich. Die Gemeinschaft war etwas Besonderes. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Deshalb war ich noch so lange dort.“

Ligaportal: Wie wirst du dem Fußball erhalten bleiben? Strebst du ein Trainer- oder Funktionärsamt an?

Winkler: „Im nächsten halben Jahr werde ich nichts in dieser Hinsicht machen. Ich möchte mir Zeit nehmen und einen Schlussstrich unter die aktive Karriere ziehen. Im Fußball darf man niemals nie sagen. Ich bin für vieles offen.“

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Thomas Winkler im Wordrap

Union Edelweiss: geiler Verein

Erster Gedanke beim Abpfiff meines letzten Spiels: Gottseidank war es nicht das letzte Heimspiel. Wir haben nämlich gegen Ostermiething verloren.

Jetzt genieße ich: meine Freizeit und die Zeit mit der Familie

Fußballprofi: eine sehr schöne Zeit

Meine Stärke war immer: Spielverständnis und defensiver Kopfball

LT1 OÖ-Liga: höchste Amateurliga Oberösterreichs

Mit diesem Teamkollegen harmonierte ich am Platz besonders: Peter Riedl, mit dem ich in Vöcklabruck und Grödig fünf Jahre zusammengespielt habe

Mein bester Gegenspieler war: Der bekannteste war Marc Janko.

Mein schönster Sieg war: Da gab es viele.

Deshalb spielt Fußball weiterhin eine große Rolle in meinem Leben: weil er mich einfach Jahrzehnte begleitet und geprägt hat

Österreich bei der EM: hoffentlich erfolgreich

Europameister 2024: Österreich

Dieser Profi-Fußballer ist overrated: viele Offensivspieler

Dieser Profi-Fußballer ist underrated: viele defensive Mittelfeldspieler

Ligaportal.at: geile Fußball-App

 

Fotocredit: Nurediniproductions

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