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OÖ-Liga

"Spieler der Herbstrunde" VI - Pascal Stöger

Fast hätte es geklappt mit einer Profikarriere, doch die Realität sieht anders aus, Pascal Stöger ist bei Radio OÖ-Ligist Union Dietach gelandet. Nachdem er die Akademie der SV Ried durchlaufen hatte, bekam der Mittelfeldspieler sogar einen Jungprofivertrag, konnte sich bei den Innviertlern aber nicht durchsetzen. Nach zwei Leihverträgen bei den Red Bull Juniors und dem USK Anif kam das Angebot aus Dietach. "Auf lange Sicht war das die beste Lösung", sagt der gebürtige Steyrer über den Wechsel in die alte Heimat. Der Erfolg spricht für ihn, immer wieder überzeugte er mit seiner Mannschaft, landete am Ende auf Rang sieben. Zur Erinnerung: In der Vorsaison entkam Dietach nur knapp dem Abstieg. ooeliga.at hat mit dem 21-Jährigen über seine neue Aufgabe, über das harte Profigeschäft und auch seinen Bruder Kevin gesprochen, über den er sagt: "Er wird in der deutschen Bundesliga spielen."


ooeliga.at: Nach Jahren bei der SV Ried und Zwischenstationen in Salzburg und Anif bist du jetzt in Dietach gelandet. Was hat dich zum OÖ-Ligisten verschlagen? 

Stöger: "Es war so, dass ich nicht wirklich eine Aufgabe für mich fand, die mich reizte. Ich habe zwar 20 Spiele für die Red Bull Juniors in der Ersten Liga absolviert, wir mussten aber zwangsabsteigen. Danach wollte ich mich in Ried durchbeißen, wurde aber nach Anif ausgeliehen. Auch dort ist es in der Regionalliga gut gelaufen, wir sind aber mit einem tollen Team knapp nicht aufgestiegen. Da sind Verantwortliche von Dietach auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich Interesse hätte bei ihnen zu spielen. Ich habe dann mit ihnen gesprochen und nachdem sie mir auch bei der Arbeitssuche geholfen haben, stand für mich fest, dass das auf lange Sicht das Beste für mich ist. Ich arbeite jetzt in einer Bank und bin zufrieden mit der aktuellen Situation. Für weiter oben hat es fußballerisch dann leider doch nicht gereicht."

ooeliga.at: Du hast das Profigeschäft für dich persönlich also schon aufgegeben?

Stöger: Ja, das hat sich eigentlich bereits erübrigt. Ich wäre zufrieden, wenn wir irgendwann in die Regionalliga aufsteigen könnten. Ich bin einfach dankbar, was der Verein für mich getan hat und möchte jetzt so viel wie möglich zurück geben."

ooeliga.at: Dein Bruder Kevin könnte es aber schaffen, er ist derzeit in der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart tätig. Wie schlägt er sich dort? 

Stöger: "Sehr gut, muss ich sagen. Er ist sehr variabel einsetzbar, ist ein gelernter Spielmacher, der aber auch gleich hinter den Spitzen oder auch am Flügel spielen kann. Mit 18 Jahren war er bereits Stammspieler in der zweiten Mannschaft, hat die gesamte Vorbereitung mit den Bundesligisten mitgemacht, war auch mit auf Trainingslager. Leider hat er sich dann den Mittelfußknochen gebrochen, was ihn etwas zurückwarf. Ich denke aber, dass er so stark wie vorher zurückkommt, wenn nicht noch stärker. Er wird in der deutschen Bundesliga spielen, davon bin ich fest überzeugt."

ooeliga.at: Nun aber wieder zurück zu dir. In Dietach warst du hauptbeteiligt am Höhenflug und Tabellenplatz sieben. Wie zufrieden bist du mit deiner eigenen und der Leistung der Mannschaft? 

Stöger: "Ich muss sagen, dass sich die Mannschaft wirklich sehr gut geschlagen hat. Klar sind jetzt alle etwas traurig, da sogar Platz vier möglich gewesen wäre, doch Micheldorf war uns im letzten Spiel klar überlegen, wir hatten beim 1:4 keine Chance. In dieser Herbstsaison haben wir einigen anderen Großen Punkte abgenommen, im Frühjahr wird uns sicher keiner mehr unterschätzen. Niemand hätte geglaubt, dass wir solch eine schlagkräftige Truppe sind."

ooeliga.at: Schlagkräftig warst du selbst aber auch. Mit gleich sieben Gelben Karten warst du in dieser Statistik der Fleißigste aller Ligaakteure. Woraus resultierten all diese Karten? 

Stöger: "Das liegt vor allem daran, dass ich teilweise meinen Mund einfach nicht halten kann. Ich versuche dann immer mit den Schiedsrichtern zu reden, die meine Aussagen aber oft persönlich nehmen und teilweise auch etwas kleinlich pfeifen. Dennoch darf man ihnen keine Schuld geben, es liegt vor allem an meiner Person. Der Grund dafür ist einfach der große Ehrgeiz und Siegeswille, den ich in mir habe. Doch ich vermisse manchmal auch etwas Fingerspitzengefühl von den OÖ-Liga-Schiedsrichtern. Sie geben oftmals Gelbe Karten für etwas, das es nicht Wert war. Umgekehrt lassen sie die Karte stecken, wenn es klar Gelb dafür geben müsste."

ooeliga.at: Wie groß ist der Ehrgeiz bezüglich Rückrunde? Was könnt ihr mit dieser Mannschaft noch erreichen? 

Stöger: "Wenn wir uns gut vorbereiten ist noch einiges drin. Vielleicht bekommen wir auch noch den ein oder anderen Spieler dazu. Abgänge wird es wohl keine geben, also schlechter als im Herbst werden wir auf keinen Fall sein."

ooeliga.at: Zum Abschluss noch die Frage nach deinem persönlichen "Spieler der Herbstsaison". Wer hat den Titel am meisten verdient?

Stöger: "Ich muss zugeben, dass ich all die Spieler der OÖ-Liga nicht allzu gut kenne. In den direkten Duellen ist mir aber vor allem Siernings Tormann Reinhard Großalber aufgefallen, der gegen uns einige unglaubliche Bälle hielt. Er hat mir in diesem Spiel wirklich sehr gut gefallen. Natürlich ist Herwig Drechsel ein super Kicker, ich kenne ihn noch aus Rieder Zeiten. Auch Werner Topf schießt immer seine Tore. Einen wirklichen Favoriten habe ich nicht. Ich denke, dass alle Nominierten auch die Berechtigung haben im Team der Herbstrunde zu stehen."



von Milan Vidovic

 

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