„Das wollen wir 2020 erreichen!“ – Die Neujahrsvorsätze der Oberösterreichligisten (Teil 3)

INTERSPORT Stöcker aus Eferding präsentiert: Silvester steht vor der Tür und damit die Zeit, in welcher eifrig Vorsätze für das neue Jahr formuliert werden. Auch die Vereine der Oberösterreich-Liga nehmen sich so einiges für 2020 vor – sportliche Ziele, die mit aller Macht umgesetzt werden sollen. Im dritten und letzten Teil der Serie liegt der Fokus auf den Mannschaften des untersten Tabellendrittels.

 

Union Edelweiß (Trainer Harald Kondert)

„Kurzfristig wollen wir die Abstiegszone möglichst schnell verlassen. Langfristig gilt es, sich im Vorderfeld zu etablieren mit einer wiedererkennbaren Spielphilosophie. Dabei liegt der Fokus auf Ballbesitz, schnellem Umschalten, flexiblem Pressing. Ich lege Wert auf spielnahes Training – vom 11 gegen 11 heruntergebrochen. Die Wichtigkeit der zweiten Mannschaft gehört zudem angehoben, um den Übergang vom eigenen Nachwuchs in die Kampfmannschaft zu erleichtern.“

Die Union Edelweiß hat einen schwierigen Herbst hinter sich. Nach einer guten Vorsaison, in der man das Cup-Double geholt und regelmäßig mit defensiver Kompaktheit überzeugt hatte, blieb man in der Hinserie klar hinter den Erwartungen zurück: Abstiegskampf statt oberstem Tabellendrittel. Rückblickend schaffte es Ex-Coach Andreas Gahleitner nicht, in der Offensive mit mehr Durchschlagskraft zu agieren, ohne genannte Kompaktheit zu verlieren. Nach dem Ende der Hinrunde wurde bekannt, dass er von der Union Edelweiß zum LASK wechselt und dort als Talente-Coach tätig ist. Man holte daraufhin Harald Kondert und will mit ihm im Frühjahr durchstarten.

Fussball Union Edelweiss Linz vs Askoe Donau Linz 25.10.2018 14

ASKÖ Donau Linz

Der zweite Linzer Traditionsverein hielt sich bedeckt, was die Vorsätze für 2020 anbelangt. Parallelen zur Union Edelweiß lassen sich schnell erkennen: drastischer Absturz im Vergleich zur Vorsaison, Unruhen, Trainerwechsel. Markanter Unterschied: Christian Mayrleb trat schon während des Herbstdurchgangs die Nachfolge von Harald Gschnaidtner an, ist somit schon länger dabei, seine Philosophie zu vermitteln. In den sieben Partien unter dem neuen Coach holte man zwei Siege. Satte vier Pleiten in genanntem Zeitraum sorgen aber dafür, dass man in der absolut kritischen Zone überwintert. Auch bei der ASKÖ Donau Linz wird daher im Frühjahr umgehend der Fokus darauf liegen, den Kontakt zum gesicherten Ligamittelfeld herzustellen.

Fussball Askoe Donau Linz vs Union Edelweiss Linz 20.10.2017 17

SV Grieskirchen (Trainer Christian Heinle)

„Das Ziel ist, die Mannschaft so hinzubekommen, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Die Spieler sollen am Feld selbständiger werden, sich also taktisch an gewisse Situationen anpassen können. Es sollte nicht immer der Impuls von außen erforderlich sein. Zudem wollen wir die Spieleranzahl im Angriffsdrittel erhöhen, um viel mehr Chancen zu kreieren. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, Tore zu erzielen. Den absoluten Knipser haben wir nicht. Das alles darf nicht zu Lasten der Defensive gehen.“

Der SV Grieskirchen überwintert nach einem tollen Start und einer umso heftigeren, daran anschließenden Negativserie in der kritischen Zone des Klassements. Das so wichtige 2:1 im Herbstfinish gegen den Letzten aus Perg verhinderte gar eine äußerst ungemütliche spielfreie Zeit. Im Frühjahr wird die Kaderplanung für die kommende Saison bereits ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Der Realisierung eingangs erwähnten Vereinsziels kommt hierbei eine immense Bedeutung zu. Nur wenn der SV Grieskirchen weiterhin in der Oberösterreich-Liga agiert, bleibt man eine richtig attraktive Anlaufstelle für Talente aus der Umgebung. Die finanziellen Mittel sind ohnehin bekanntermaßen begrenzt.

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Union Mondsee (Trainer Christoph Mamoser)

“Wir wollen aus den Erfahrungen des ersten Halbjahres lernen, den Respekt endgültig ablegen und unser Spiel inhaltlich weiterentwickeln. Das heißt: defensiv für Stabilität sorgen und offensiv an Durchschlagskraft und Effizienz gewinnen. Das Ziel ist, mit einem besonders ausgeprägten Teamgeist und einer starken Mentalität den Klassenerhalt zu realisieren.“

Der Liganeuling musste in der neuen sportlichen Umgebung zunächst in gewisser Art und Weise etwas Lehrgeld zahlen. Oftmals präsentierte man sich richtig konkurrenzfähig. Immer wieder waren aber auch Matches dabei, in denen man ohne wirkliche Chance war. Nur drei Siege gelangen in 15 Partien. Nach der Union St. Florian stellt man den harmlosesten Angriff der Liga. Jene fehlende Durchschlagskraft wahr bereits in der Vorsaison über weite Strecken ein treuer Begleiter gewesen. Schlussendlich hatte man mit dem drittschwächsten Angriff der Landesliga West trotzdem den Aufstieg realisiert – absolut kurios.

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SV Grün-Weiß Micheldorf (Trainer Gerald Dickinger)

„Unser Ziel: siegen und Punkte sammeln, um so rasch wie möglich von hinten wegzukommen. Zudem wollen wir junge Micheldorf-Spieler integrieren, Kontinuität im Team schaffen und flexibel im System sein.“

Schon vor der Niederlage in Runde elf gegen die SU St. Martin hatte der nunmehrige Ex-Coach Davorin Kablar beschlossen, das Handtuch in Micheldorf zu werfen. Mit Gerald Dickinger fand man eine vereinsinterne Lösung, was die Nachfolge betrifft. Letztgenannter konnte aber nicht mit Nachdruck für den erhofften Umschwung sorgen. Die Bilanz in den vier Spielen unter seiner Führung: 1 Sieg, 1 Remis, 2 Niederlagen. Insbesondere die heftige 0:4-Pleite gegen die DSG Union Perg in Runde 14 schmerzte gewaltig. Dadurch geriet man in noch akutere Abstiegsgefahr. Nach dem letzten Hinrundenspieltag gab der Verein bekannt, dass Gerald Dickinger auch in der Rückserie das Team betreuen wird. Die Vorbereitung bietet der Mannschaft nun die nötige Zeit, um seine Philosophie intensiver zu verinnerlichen. Der Herbst war doch recht hektisch, rasant, kompliziert gewesen.

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DSG Union Perg (Trainer Gerhard Obermüller)

“Der Verein hat sich nach der Hinrunde klar dazu bekannt, sich zu keinen finanziellen Abenteuern hinreißen zu lassen. Auch auf die Gefahr hin, dass wir die Liga nicht halten können, haben wir unisono beschlossen, den Weg mitzugehen. Das Ziel bleibt natürlich der Klassenerhalt. Wir haben einen kleinen, aber sehr guten Kader. Wenn wir im Frühjahr von Verletzungen verschont bleiben, werden wir die Liga halten können.“

Die Lage der DSG Union Perg ist schwierig, aber keinesfalls aussichtslos. Aufs rettende Ufer fehlen drei Zähler. Zudem hat man das mit Abstand beste Torverhältnis der schwächsten vier Teams des Rankings. Hoffnung schenkt zudem die Tatsache, dass man in keinem Match des Herbstes richtig unterlegen war. Der Tabellenletzte trennte sich bereits von einigen Akteuren, bei denen man nicht das Gefühl hatte, dass sie dem Verein in der Oberösterreich-Liga weiterhelfen können. Im Frühjahr wird man vermehrt auf junge Talente aus den eigenen Reihen setzen. Es gilt, Perspektivspieler aus der zweiten Mannschaft heranzuführen. Mit dem 15-jährigen Paul Gstöttenbauer und dem 16-jährigen Batuhan Aslan wurden im Herbst bereits zwei Hoffnungsträger in den Kampfmannschaftskader integriert – Beispiele, die zeigen, dass dieser Weg absolut gangbar ist. Weitere junge Spieler wie Toprak Galitekin, Burak Katar oder Simon Primetzhofer haben im Herbst schon angedeutet, dass mit ihnen im Frühjahr zu rechnen sein kann. Mit Mittelfeldmann Jürgen Scharsching (vom FC Wels) verstärkte man sich bereits namhaft.

Fussball DSG Union Perg vs SV Grieskirchen 26.10.2018 14

Fotocredit: Harald Dostal, Uwe Winter, Klaus Haslinger, Helmut Dietmaier

 

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