Heimtraining und Motivation – Trainer Christoph Mamoser gibt interessante Einblicke

Die Union Raiffeisen Mondsee überwinterte nach dem Aufstieg in die neue sportliche Umgebung Oberösterreich-Liga auf dem 14. Platz. Im einzigen Meisterschaftsmatch 2020 setzte es eine 0:4-Pleite gegen die SPG Weißkirchen/Allhaming, was ein Abrutschen auf den vorletzten Rang des Zwischenklassements bedingte. Ob sich der Liganeuling in den kommenden Monaten dem nervenzehrenden Abstiegskampf stellen muss, ist in Zeiten der Corona-Krise ungewiss. Coach Christoph Mamoser teilt im Gespräch mit Ligaportal.at seine Einschätzungen.

 

Ligaportal: Glauben Sie, dass in dieser Saison noch Fußball gespielt wird?

Mamoser: „Das ist eine Frage, die aus meiner Sicht zurzeit nicht seriös zu beantworten ist. Nur wenige Menschen haben einen Einblick in den tatsächlichen Verlauf der Krise.“

Ligaportal: Was sagt Ihnen Ihr Gefühl?

Mamoser: „Dass es noch länger dauern wird. Irgendwann wird nämlich die Zeit knapp. Ich befürchte, dass dann die Saison annulliert wird. Grundsätzlich hängt es vom Zeitpunkt ab. Die Bundesliga startet theoretisch Anfang Mai. Der Amateurbereich hinkt dann womöglich zwei bis drei Wochen hinterher. Dann ist zu wenig Zeit, um die Saison seriös fertigzuspielen. Im Sommer will man dann neu starten. Es gibt keine Lösung, die für alle fair ist. Die realistischste und logischste Lösung ist aber, die Saison zu annullieren.“

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Ligaportal: Wie sieht das Heimprogramm bei der Union Mondsee aus?

Mamoser: „Die Spieler haben Intervallläufe zu absolvieren. Die Basis dafür sind die Werte des Laktattests, den wir in der Winterpause gemacht haben. Drei bis vier Läufe pro Woche stehen auf dem Programm. Zusätzlich gibt es Stabilisationsübungen. Ich kontrolliere nicht, ob die Spieler das auch machen. Bei uns geschieht das auf Vertrauensbasis. Das hat seit Jahren gut funktioniert und ich gehe davon aus, dass es auch in dieser schwierigen Phase so ist.“

Ligaportal: Es ist absolut ungewiss, wann und ob die Saison fortgesetzt wird. Macht dieser Umstand etwas mit der Motivation der Spieler beim Heimtraining?

Mamoser: „Ich glaube, dass es Phasen gibt, die für Spieler nicht so einfach sind. Da ist dann die Motivation niedriger. Das ist menschlich und gehört dazu. Es geht aber auch darum, sich zu überwinden, wenn man ein Ziel vor Augen hat.“

Ligaportal: Gibt es dieses Ziel aktuell?

Mamoser: „Nein. Ich kann es auch keinem Spieler übel nehmen, wenn er beim Heimtraining nicht an seine Grenzen geht. Das ist menschlich. Der Anspruch muss sein, dass wir das körperliche Level halten. Ich gehe nicht davon aus, dass wir mit dem Heimtraining eine Leistungssteigerung erzielen.“

 

Fotocredit: Klaus Haslinger 

 

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