Entscheidung gefallen – So reagieren die Top-3 der OÖ-Liga

Saisonabbruch, Annullierung, keine Auf- beziehungsweise Absteiger: Der Verband hat entschieden. Obgleich die meisten Amateurvereine mit einer derartigen Vorgangsweise gerechnet haben, fallen die jeweiligen Reaktionen doch recht unterschiedlich aus. In einer zweiteiligen Serie hörte sich Ligaportal.at bei den Vertretern der Oberösterreich-Liga um, die von jener Entscheidung tendenziell am ehesten betroffen sind. Nach den Teams der Abstiegszone folgen nun die Top-3 des Rankings.

 

SPG SV Wallern/St. Marienkirchen (sportlicher Leiter Albert Huspek)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Wir müssen das zur Kenntnis nehmen. Wir können gut damit leben. Wir sehen das so, dass wir in der Saison 2019/20 bis zum Abbruch die beste Mannschaft waren. Wir brauchen keinen Meisterteller, sondern sehen uns auch so in unserer Arbeit bestätigt. Wir würdigen das intern und freuen uns darüber.“

Ist es die fairste Lösung?

„Ja. Ich sehe keine andere Möglichkeit.“

Wärt ihr gerne aufgestiegen? Ist die Regionalliga grundsätzlich etwas für euch?

„Wir haben das immer so kommuniziert, dass wir auch aufgestiegen wären, wenn wir am Saisonende Erster gewesen wären. Wir wären zur Regionalliga gestanden.“

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SPG Weißkirchen/Allhaming (Trainer Alfred Olzinger)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Mit gemischten Gefühlen. Fast alle haben den Abbruch erwartet. Wir befinden uns aber in einer Phase, in der man schon für die neue Saison planen sollte. Das ist aber nicht möglich, weil es keine Aussagen gibt, wann mit dem Training gestartet werden kann oder wann die neue Meisterschaft beginnt. Das ist sehr schwierig. Es braucht weitere Entscheidungen.“

Ist es die fairste Lösung?

„Nein, weil man es durchaus so machen hätte können, dass man die Punkte in die neue Saison mitnimmt. Da denke ich an die überlegenen Herbstmeister. Die Oberösterreich-Liga betrifft das nicht unbedingt. Es hätte aber keinem wehgetan und wäre einfach zu realisieren gewesen.“

Hättet ihr im Frühjahr einen Angriff auf die Regionalliga gestartet? Ist diese Liga für euch erstrebenswert?

„Diese Liga ist für uns nicht interessant. Dafür müssten wir zu viel verändern. Und die Mannschaft wird auch für die neue Saison ziemlich gleich bleiben.“

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ASKÖ Oedt (Trainer Stefan Rapp)

Wie habt ihr die Entscheidung aufgenommen?

„Es war im Vorfeld schon wahrscheinlich, dass es so passieren wird. Wir müssen das so hinnehmen. Wir denken jetzt eher an die Zukunft: Wie geht es weiter? Was ist, wenn man zum Beispiel erst im November wieder spielen kann? Wir werden uns in den nächsten ein bis zwei Wochen zusammensetzen und beraten, wie wir das bewältigen können.“

Ist es die fairste Lösung?

„Es gibt wohl keine faire Lösung. Man kann es nicht allen recht machen. Was man vielleicht andenken hätte können, wäre, dass man die Punkte mitnimmt.“

Hättet ihr im Frühjahr einen Angriff auf die Regionalliga gestartet? Ist diese Liga für euch erstrebenswert?

„Grundsätzlich ist es schade, weil wir gut unterwegs gewesen wären. Ich glaube, dass es ein spannendes Frühjahr geworden wäre mit einem offenen Schlagabtausch. Was die sportliche Ebene betrifft, hätten wir attackieren wollen. Man hätte dann sehen müssen, wie es sich entwickelt. Vielleicht hätten wir eine Aufholjagd gestartet. Mit Fortdauer der Meisterschaft hätten wir uns dann Gedanken über die Regionalliga machen müssen, wenn wir also zum Beispiel die Tabellenspitze übernommen hätten oder nur einen Punkt dahinter gewesen wären.“

Fussball Baunti Landescup 17 18 Finale WSC Hertha Wels vs Askoe Oedt 31.05.2018 12

Fotocredit: Uwe Winter, Klaus Haslinger, Harald Dostal 

 

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