„So etwas habe ich als Trainer noch nie erlebt!“ – Bad Schallerbachs Coach Erich Renner im Interview

Die Faktenlage ist klar: Der SV sedda Bad Schallerbach war nach extrem namhaften Sommertransfers der Favoritenrolle in den ersten Meisterschaftsrunden der Oberösterreich-Liga mit drei Siegen aus fünf Partien durchaus gerecht geworden. Was dann folgte, war eine fürchterliche Negativserie, welche die grundsätzlich ambitionierte Truppe im Zwischenklassement arg abstürzen ließ. Die jenem Saisonverlauf auf den ersten Blick innewohnenden Widersprüche sorgten prompt dafür, dass der Verein von der Konkurrenz mit Abstand am häufigsten genannt wurde, als es um die größte Enttäuschung der Hinserie ging. Eine genauere Betrachtung der Umstände und ein Gespräch mit Coach Erich Renner zeigen aber, dass es einen Hauptgrund für das schwache Abschneiden gibt – ein Faktor, gegen den ein Verein, ein Trainer weitestgehend machtlos sind.

 

Ligaportal: In 13 Partien des Herbstes gelangen lediglich zwölf Punkte. Wie erklären Sie sich diese bescheidene Ausbeute?

Renner: „Wir hatten viele verletzungsbedingte Ausfälle, insbesondere in der Defensive, und das von Anfang an. Ich habe so ein Verletzungspech als Trainer noch nie erlebt. Spieler wie Belmin Cirkic oder Ralph Scharschinger mussten vom Mittelfeld in die Abwehr gezogen werden. Im Mittelfeld fehlten uns dann Ideengeber. Wir hatten keine Verbindung zum Angriff. In den letzten zwei Partien des Herbstes haben uns sogar sieben Spieler gefehlt. Zwei Akteure haben sich zum Beispiel das Kreuzband gerissen. Bei Patrick Petershofer sieht es schon gut aus. Der hat im Herbst schon wieder trainiert. Bei Patrick Lachmayr wird es noch etwas länger dauern. Beide Ausfälle haben uns richtig wehgetan.“

Ligaportal: Haben Sie über den gesamten Herbst hinweg das Vertrauen der Vereinsführung und der Mannschaft gespürt?

Renner: „Ja, absolut. Man darf auch nicht vergessen, dass wir bis zur fünften Runde Dritter waren. Dann kamen die Verletzungen und Sperren. Die Spieler, die dann nachrückten, konnten das nicht kompensieren. Das ist aber kein Vorwurf.“

Schall WK Haslinger

Ligaportal: Zwei Szenarien sind für das Frühjahr denkbar. Szenario eins: Es werden nur noch die ausstehenden Matches des Herbstes ausgetragen. Wie sieht in diesem Fall Ihre Zuversicht in Sachen Klassenerhalt aus?

Renner: „Da hätten wir dann noch zwei Spiele. Diese müssten wir wohl beide gewinnen. Wir haben bereits den Kader verändert. Auch deshalb bin ich in dieser Hinsicht positiv gestimmt. Die Gegner sind mit Weißkirchen und Wallern aber schwierig. Grieskirchen hat aktuell zwei Punkte weniger als wir, aber noch vier Hinrundenspiele ausständig, und eines davon ist gegen Perg.“

Ligaportal: Welche Transfers wurden bereits getätigt?

Renner: „Mit drei Defensivspielern haben wir uns schon geeinigt. Zwei davon kommen aus der Regionalliga, einer aus der Oberösterreich-Liga. Außerdem sind wir kurz vor der Verpflichtung eines jungen Akteurs und wir haben einen Offensivspieler im Fokus. Namen kann ich noch nicht nennen. Diesen Zugängen stehen sechs bis sieben Abgänge gegenüber. Da kann ich schon zwei Namen nennen: Bojan Monar verlässt uns fix. Auch bei Philipp Plojer stehen die Zeichen auf Abschied.“

Ligaportal: Das zweite der angesprochenen Szenarien ist, dass das Frühjahr durchgezogen werden kann. Wie schätzen Sie die Situation dann ein?

Renner: „Aufgrund der Rückkehr von verletzten Spielern und der Neuverpflichtungen bin ich davon überzeugt, dass wir ein richtig gutes Frühjahr absolvieren können. Die Vorbereitung wird wichtig sein, damit wir uns einspielen. Wir wollen uns dann so präsentieren wie am Beginn der Meisterschaft und eine Truppe formen, die in der nächsten Saison im vorderen Drittel mitspielen kann.“

 

Fotocredit: Klaus Haslinger


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