„Jeder versucht natürlich, das Beste herauszuholen. Die Grundvoraussetzungen sollten aber gleich sein!“ – Friedburgs Trainer Robert Pessentheiner im Interview

Nach Vorlage eines sorgfältig ausgearbeiteten Hygienekonzepts waren einige Teams der Oberösterreich-Liga in den vergangenen Wochen wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Weil aber die jeweils zuständigen Behörden nicht einheitlich entschieden hatten, wurde dieses Privileg, wenn man so will, nicht jedem Verein zuteil. Auf die SPG SV Lugstein Cabs Friedburg Pöndorf traf genau das zu, woraufhin man eine Beschwerde einreichte. Die Behörden reagierten und pfiffen die betroffenen Vereine zurück. Der Ball rollt auf den Trainingsplätzen vorerst nicht mehr. Ligaportal.at sprach mit Friedburgs Trainer Robert Pessentheiner.

 

Ligaportal: Was waren eure wesentlichen Kritikpunkte im Zusammenhang mit der Rückkehr auf den Trainingsplatz?

Pessentheiner: „Grundsätzlich waren wir nicht dagegen, dass wieder trainiert wurde. Wir wollten selber den Betrieb wieder aufnehmen, sind auf Nummer sicher gegangen und haben bei der Behörde angefragt. Wir haben aber eine Absage bekommen. Uns ist eine Gleichberechtigung einfach wichtig. Wir sehen einen klaren Wettbewerbsvorteil, wenn manche Mannschaften womöglich einen Monat länger trainieren – auch wenn es mit Abstand und unter all den anderen Vorgaben passiert. Ich kenne die Konzepte. In gewisser Hinsicht wäre es aber einfach unfair. Mittlerweile wurde es ja bestätigt, dass eine Rückkehr auf den Trainingsplatz in dieser Form nicht erlaubt ist.“

Ligaportal: Können Sie verstehen, dass bei der Konkurrenz nun Unmut herrscht?

Pessentheiner: „Ich sehe das relativ. Ich glaube, dass wir in der jetzigen Zeit andere Sorgen haben. Natürlich sind das Training und der Sport generell wichtig. Ich würde auch lieber heute als morgen auf den Platz zurückkehren. Wir sind aber keine Entscheidungsträger. Ich möchte so etwas auch nicht entscheiden müssen. Die Politiker haben es nicht leicht. Unsere Sicht ist, dass es einen fairen Wettbewerb geben sollte. Jeder versucht natürlich, das Beste herauszuholen. Die Grundvoraussetzungen sollten aber gleich sein.“

Ligaportal: Wie läuft das Heimtraining aktuell bei euch?

Pessentheiner: „Wir versuchen, dass wir für einen gewissen Rhythmus sorgen. Es gibt also fixe Trainingstage. Die Jungs absolvieren viele Läufe. Dazu machen wir gemeinsame Online-Trainings. Ich denke, das läuft bei allen Vereinen ähnlich ab.“

Ligaportal: Mersudin Jukic und Raphael Stockinger sind eure beiden Winterneuzugänge. Welchen Eindruck haben Sie bislang von ihnen?

Pessentheiner: „Raphael ist ein junger Spieler, der sehr ehrgeizig ist. Das bekommt man jetzt über die Distanz schon mit. Bei Mersudin ist das ähnlich. Auch er ist voll motiviert. Er versteht sich auch mit den Teamkollegen gut, da er noch einige von seinem ersten Engagement in Friedburg kennt. Insgesamt bin ich sehr optimistisch, dass wir gut aufgestellt sind.“


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