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„Darum treten wir am Wochenende nicht an!“ – Lukas Moser, sportlicher Leiter der Union Edelweiss, im Interview

Nur noch geimpfte und genesene Akteure dürfen am letzten Hinrundenspieltag der Oberösterreich-Liga auf dem Platz stehen. Die 2G-Pflicht spaltet die höchste Spielklasse des Bundeslandes. Von ersten Vereinen ist bereits zu hören, dass sie massive Auswirkungen auf den Kader haben wird. In manchen Fällen ist gar Kreativität gefragt, um eine halbwegs konkurrenzfähige Truppe aufs Feld schicken zu können. Mit der Union Edelweiss sah sich jetzt ein erster Verein zu einem drastischen Schritt gezwungen. Man wird am kommenden Wochenende nicht antreten und die Niederlage gegen die SPG Wallern/St. Marienkirchen am grünen Tisch zur Kenntnis nehmen. Ligaportal.at sprach mit dem sportlichen Leiter Lukas Moser.

 Union Edelweiß

Ligaportal: Was sind die Hauptgründe für eure Entscheidung?

Moser: „Wir können keine Mannschaft stellen. Sieben Spieler dürften auflaufen. Zu den Akteuren, die ungeimpft sind, kommen noch Verletzte und Spieler, die sich in Quarantäne befinden, dazu. Sieben Feldspieler und einen Torwart brauchen wir. Das können wir nicht erfüllen. Natürlich könnten sich die Spieler in dieser Woche noch impfen lassen. Es ist aber aus gesundheitlicher Sicht fahrlässig, wenn sie dann drei Tage später am Platz stehen. Wir wollen sicher keine Spieler, die am Feld zusammenbrechen oder sterben.“

Ligaportal: Wie viele eurer Spieler sind nicht geimpft?

Moser: „Sechs. Drei von ihnen haben vor, sich im Dezember impfen zu lassen.“

Ligaportal: Denken Sie also, dass die 2G-Regelung im Frühjahr dann kein derartiges Problem mehr für euch darstellen wird?

Moser: „Nein, gar nicht mehr. Alle sechs Spieler sind willig, sich impfen zu lassen.“

Ligaportal: Wie hat die Mannschaft auf die Entscheidung, nicht anzutreten, reagiert?

Moser: „Die Mannschaft sieht das genauso. Die Spieler stehen hinter dieser Entscheidung. Es ist uns schlichtweg nicht möglich anzutreten. Wir boykottieren nichts. Wir können einfach nicht.“

Ligaportal: In einer Pressemitteilung hat die Union Edelweiss betont, die sich anbietenden Schlupflöcher, welche eine Umgehung der 2G-Regel ermöglichen, definitiv nicht in Anspruch zu nehmen. Was ist damit genau gemeint?

Moser: „Wenn man Spieler für den Spieltag geringfügig anmeldet, gilt für sie die 3G-Regel.“

Ligaportal: Machen andere Vereine der Oberösterreich-Liga davon Gebrauch?

Moser: „Dazu möchte ich mich nicht äußern.“

Ligaportal: Wie hat die SPG Wallern/St. Marienkirchen, welche am kommenden Samstag euer Gegner gewesen wäre, reagiert?

Moser: „Sie haben es verstanden. Natürlich finden sie es schade, weil sie gerne gespielt hätten. Unter diesen Umständen macht es aber einfach keinen Sinn.“

 

Fotocredit: Klaus Haslinger

 

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