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Durch Sieg gegen die DSG Union Perg – SU St. Martin/M. komplettiert Traumfinale gegen die ASKÖ Oedt

Die Ansage des Noch-Trainers der SU Strasser Steine St. Martin/M. Dominik Nimmervoll war unmissverständlich gewesen. Er wolle sich im Sommer mit einem Titel verabschieden. Weil man aber im Ligabetrieb das atemberaubende Tempo des Spitzenduos aus Weißkirchen und Oedt zuletzt nicht ganz halten konnte, schien vor dem gestrigen Halbfinale gegen die DSG Union HABAU Perg ein Sieg im Transdanubia-Landescup die geeignetere, realistischere Titelchance zu sein. Da man sich schlussendlich in einer kurzweiligen, spektakulären Partie gegen die Perger durchsetzte, bekommt man es in einem erwartungsgemäß hochklassigen Finale mit der angesprochenen ASKÖ Oedt zu tun. Aktueller Tabellenzweiter gegen –dritter – mehr Qualität geht kaum.

 

Klaffende Wunde nach Kopfballduell – Jindrich Rosulek muss ins Krankenhaus

Die DSG Union Perg startete mutig in ein rasantes Match. Nach nur wenigen Augenblicken fand man eine erste Top-Chance vor, Toprak Galitekin ließ sie aber ungenützt verstreichen. Besser, weil genauer machte es dann Teamkollege Cem Aygün, der nach einer Ecke mit dem Kopf zur Stelle war und das 0:1 besorgte (20.) – absolut verdient zu diesem Zeitpunkt. Eine adäquate Antwort des Favoriten aus St. Martin ließ aber nicht lange auf sich warten: Wieder avancierte ein Standard zum Wegbereiter eines Treffers. Der aufgerückte Defensivmann Timo Streibl köpfte ebenfalls nach einem Corner ein – 1:1 (24.). Zwei Mannschaften, die über weite Strecken der Saison in der Oberösterreich-Liga sehenswerten Fußball zeigen, lieferten sich ein tolles Match auf Augenhöhe, wobei beide mit offenem Visier zu Werke gingen. In Minute 30 schlugen dann wieder die Perger zurück. Die neuerliche Führung stellte Simon Rumetshofer her, der einen Freistoß aus 20 Metern perfekt über die Mauer in den Winkel zirkelte. Noch in Hälfte eins drehte die Nimmervoll-Elf die Partie aber komplett – und zwar durch einen Doppelschlag des für Jindrich Rosulek früh eingewechselten Mario Mitter. St. Martins Goalgetter war mit Pergs Rumetshofer mit den Köpfen zusammengerasselt, sodass sich Rosulek einen tiefen Cut zuzog. Weil er in der Folge nicht wenig Blut verloren und sich Schwindel eingestellt hatte, musste er sofort ins Krankenhaus. Am späten Abend gab die SU St. Martin aber Entwarnung: keine schwerwiegende Kopfverletzung. Während Rumetshofer mit Turban bis zur Halbzeit weiterspielte und dann runterging, war Rosuleks Ersatzmann Mitter in den Minuten 37 und 42 jeweils mit dem Kopf zur Stelle, nachdem man zielstrebig über den Flügel durchgebrochen war und präzise Flanken zur Mitte gebracht hatte.

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Favorit wie aus einem Guss

Waren die Kräfteverhältnisse in Durchgang eins noch weitestgehend ausgeglichen, änderte sich jener Umstand nach dem Seitenwechsel dahingehend, dass die Heimischen nun die Schlagzahl enorm erhöhten und weitaus mehr von der Partie hatten. Zweifellos war es eine der besten Halbzeiten der Nimmervoll-Truppe 2021/22: präsent in den Zweikämpfen, technisch hochwertiger Fußball und stets mit dem richtigen Timing für Tempoverschärfungen ausgestattet, um den Defensivverbund Pergs richtig unter Druck zu setzen. Nachdem man aussichtsreiche Gelegenheiten liegen hatte lassen, belohnte man sich in den Minuten 87 und 90+4 endlich für einen ganz starken Auftritt. Das 4:2 besorgte der gestern unwiderstehlich aufspielende Streibl per versenktem Elfmeter, nachdem der kurz zuvor eingewechselte Cemil Ersoy im Strafraum gefoult worden war. In der Nachspielzeit fixierte Simon Schauberger den 5:2-Endstand – und das auf spektakuläre Art und Weise. Technisch hochwertig überhob er aus 20 Metern Pergs Keeper Simon Primetzhofer, sodass der Ball genau im langen Kreuzeck einschlug.

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Stimmen zum Spiel:

Christoph Rudlstorfer (sportlicher Leiter SU St. Martin):

„Die Freude über den Finaleinzug ist sehr groß. Vor allem die zweite Halbzeit war ganz stark. Ein Pauschallob an die Mannschaft! Oedt und St. Martin sind zwei verdiente Finalisten. Das Spiel ist völlig offen. Wir wissen aber, dass es nicht so wird wie in der Meisterschaft.“

Die Besten: Timo Streibl (LV), Mario Mitter (ST)

 

Thomas Maier (sportlicher Leiter DSG Union Perg):

„Es war ein verdienter Sieg, auch wenn das Ergebnis zu hoch ausgefallen ist. Gratulation an St. Martin! Ich wünsche ihnen für das Finale alles Gute!“

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Fotocredit: Niki Hartl


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