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Emotionaler letzter Spieltag des SV Bad Ischl: Vereinslegende und Trainer verabschieden sich

Für das Zwischenklassement hatte die jüngste 2:3-Pleite des bereits geretteten SV Zebau Bad Ischl gegen den Meister der Oberösterreich-Liga aus Weißkirchen nicht mehr die ganz große Bedeutung. Aus einem anderen Grund war jenes Kräftemessen aber ein spezielles: David Svarovsky, Führungsspieler, Identifikationsfigur, Vereinslegende, lief ein letztes Mal für die Zebau-Elf auf. Zudem verkündete Coach Franz Scherpink nach Abpfiff sein Aus.

 

ischl svarovsky haslinger

Beeindruckende Zahlen

1989 wechselte Svarovsky zum SV Bad Ischl und war seither eine tragende Säule im Spiel der Truppe aus dem Salzkammergut – mit einer einjährigen Unterbrechung, als er sich 2000 ein kurzes Intermezzo in Bad Goisern gab. Dass man mit 46 Jahren in der Oberösterreich-Liga im zentralen Mittelfeld noch die Fäden ziehen kann, ist absolut beeindruckend. Svarovskys Erfolgsgeheimnis in diesem Zusammenhang ist seine Top-Einstellung zum Sport: hartes Training, Regeneration, Ernährung. Während seiner gesamten Zeit in Bad Ischl fiel er nie länger aufgrund einer Verletzung aus und konnte somit bis zu seinem Abschlussmatch gegen die Zebras auf einem Top-Level agieren. „Gegen Weißkirchen hat er noch eines seiner besten Spiele gezeigt. Er hätte locker noch ein Jahr bei uns dranhängen können. Irgendwann ist es aber vorbei. David war eine Vaterfigur für die Mannschaft. Jetzt möchte er kürzertreten und wird sich noch einen unterklassigen Verein in der Umgebung suchen“, betont Bad Ischls Sektionsleiter Johann Roitmayer, der 1991 selbst als 28-Jähriger mit dem damals blutjungen Svarovsky gemeinsam auf dem Platz gestanden ist. Von der ganz großen Bühne verabschiedete sich dieser nun mit einem Tor gegen den Meister, ehe der Mann mit der Nummer sieben in der 77. Minute nach 20 Jahren als Kapitän ausgewechselt wurde.

 

Auch Franz Scherpink geht

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff am vergangenen Freitag informierte Coach Franz Scherpink dann Mannschaft und Verein, dass er ab sofort nicht mehr als Trainer zur Verfügung steht. Der nerven- wie kräftezehrende Abstiegskampf hat in gewisser Art und Weise seine Spuren hinterlassen. Nach einem ganz schwierigen Herbst betrachtet der 52-Jährige mit der frühzeitigen Realisierung des Klassenerhalts seine Arbeit in Bad Ischl als erledigt. Es war ein brutaler Kraftakt gewesen im Frühjahr. „Auch wir waren von seinem Rücktritt sehr überrascht. Davon hat niemand gewusst. Der Abstiegskampf hat einfach gezehrt an ihm. Wir haben das zur Kenntnis genommen und die Trainersuche ist aktuell voll im Gange. Das ist aufgrund unseres Standorts nicht so leicht. Wir wollen jemanden, der schon mit erfahrenen Spielern gearbeitet und einen guten Draht zu jungen Akteuren hat“, informiert Roitmayer. Neben Svarovsky und Scherpink verabschieden sich auch Fabian Altmanninger, der zum USK Anif zurückkehrt, und Martin Petro, welcher nach nur einem halben Jahr dem SV Bad Ischl wieder den Rücken kehrt. Sein neuer Verein ist noch unbekannt.

 

Fotocredit: Klaus Haslinger


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