Absolut verrücktes Kräftemessen mit 10 Volltreffern – SPG Friedburg/Pöndorf mit erstem Saisonsieg gegen SV Bad Ischl

INTERSPORT Stöcker aus Eferding präsentiert: Der Saisonstart in der Oberösterreich-Liga war so gar nicht nach dem Geschmack der SPG SV Lugstein Cabs Friedburg/Pöndorf verlaufen. Durch zwei empfindliche Pleiten und ein Remis war man umgehend in die kritische Zone des Rankings abgerutscht. Heute empfing man auf eigenem Rasen den SV Zebau Bad Ischl – eine der Mannschaften, welche die ersten drei Runden ungeschlagen überstanden hatten. In einer völlig verrückten Partie, die gleich mehrere teils unerwartete Wendungen im Repertoire hatte, rang man den Kontrahenten aus dem Salzkammergut mit 7:3 nieder. Damit brachte man gleich zwei Serien zu einem jähen Ende – die schwarze eigene und jene vorbildhafte des Gegners.

 

Petter-Doppelpack lässt SV Bad Ischl hoffen

Eines vorweg: Die SPG Friedburg/Pöndorf zeigte heute nach teils dürftigen Auftritten in der jüngeren Vergangenheit eine Top-Leistung – insbesondere im Offensivbereich. Extrem hohe Intensität wurde mit der nötigen Effizienz gewinnbringend kombiniert, sodass ein geforderter, oftmals gar überforderter Konkurrent regelmäßig vor Probleme gestellt wurde, auf welche dieser viel zu selten Lösungen parat hatte. Schon in der dritten Minute gelang dem Gastgeber das 1:0. Nachdem Friedburgs Stürmer Rumen Kerekov im Strafraum des Gegners mit unerlaubten Mitteln gestoppt worden war, war Halid Hasanovic per Elfmeter erfolgreich. 20 Minuten später fand der SV Grieskirchen auf beschriebenen Rückschlag die adäquateste aller Antworten. Rudolf Durkovic verwandelte einen Freistoß direkt aus in etwa 18 Metern zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Es war eine dieser Szenen, in denen die unheimliche individuelle Qualität von Bad Ischls Offensivakteuren deutlich sichtbar wurde. Weitere sollten alsbald folgen. Zunächst waren aber wieder die Friedburger an der Reihe. Der heute sehr auffällig agierende Flügelspieler Jonas Reitter stellte mit einem Schuss ins kurze Eck in der 29. Minute den alten Vorsprung wieder her. Dieser währte aber nicht lange. Hauptverantwortlich hierfür: Bad Ischls Sommerneuzugang Mario Petter, der in der 37. Minute sowie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zwei tolle Offensivaktionen zu einem perfekten Ende brachte und mit seinen ersten beiden Toren für die Scherpink-Truppe seit seiner Rückkehr das Match quasi im Alleingang drehte.

 

Gäste geraten böse unter die Räder

Nur drei Minuten nach dem Seitenwechsel erfuhr diese schon jetzt denkwürdige Partie ihre nächste Wendung: Einen folgenschweren Lapsus, unterlaufen in Bad Ischls Defensive, nützte Rumen Kerekov gekonnt aus und besorgte das 3:3. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Mario Petter nur wenige Augenblicke davor eine dicke Chance ungenützt verstreichen ließ und somit den lupenreinen Hattrick verpasste. Aus Sicht der SPG Friedburg/Pöndorf bedeuteten diese Entwicklungen: zwischenzeitlicher Ausgleich statt 2:4-Rückstand – ein Umstand, der offensichtlich dafür sorgte, dass ein Ruck durch die Mannschaft ging. Die Erkenntnis, dass man sehr wohl die Qualität besitzt, einem Top-Team der Oberösterreich-Liga die Grenzen aufzuzeigen, setzte enorme Kräfte frei. Dazu mengte sich die nötige Aggressivität, die aus dem Frust, welcher sich in der jüngeren Vergangenheit angestaut hatte, resultierte – eine hochexplosive Mischung, die den SV Bad Ischl in ein Debakel schlittern ließ. In der 77. Minute brachte Thomas Fenninger die Hausherren in Front. Er war vom Kreidepunkt erfolgreich, nachdem Rumen Kerekov abermals im Strafraum gefoult worden war. In der Schlussphase wurde es dann ganz bitter für die Scherpink-Elf. Friedburgs Jonas Reitter war noch zweimal erfolgreich: In der 82. Minute legte er die nötige Härte in seinen Abschluss, sodass der Ball im kurzen Eck zum 5:3 einschlug. Fünf Minuten später das Kontrastprogramm: Mit ganz viel Gefühl überhob er Bad Ischls Schlussmann Alexander Preyhaupt, nachdem er sich zuvor zielstrebig gegen zwei Defensivakteure durchgesetzt hatte. Den 7:3-Endstand besorgte schließlich Rumen Kerekov gegen einen Kontrahenten, der am Ende einer hochintensiven Partie schlichtweg auseinanderbrach.

 

Stimmen zum Spiel:

Robert Pessentheiner (Trainer SPG Friedburg/Pöndorf):

„Das war genau die Reaktion, die wir uns nach der hohen Pleite der Vorwoche erhofft und erwartet haben. Wir sind als Einheit aufgetreten und haben uns auf die einfachen Dinge konzentriert. Das sind ganz wichtige drei Punkte. Ein Pauschallob an meine Mannschaft!“

Der Beste: Jonas Reitter (LMF)

 

Franz Scherpink (Trainer SV Bad Ischl):

“Friedburg hat verdient gewonnen. Wir sind personell ziemlich am Limit. Wir haben versucht, das dann irgendwie zu kompensieren. Das gelingt aber nicht immer. Beide Abwehrreihen haben heute nicht gut verteidigt. Bei uns war das in dieser Saison schon öfter der Fall. Das ist also keine neue Situation für mich.“


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