Das beste Angriffstrio der Liga schlägt wieder zu – SV Bad Ischl ringt Union St. Florian nieder

INTERSPORT Stöcker aus Eferding präsentiert: Konträrer könnten die Charakteristika zweier Teams kaum sein. Während der SV Zebau Bad Ischl in diesen Wochen der Oberösterreich-Liga, resultierend aus einer enorm durchschlagskräftigen Offensive und einem oftmals zu löchrigen Abwehrverbund, für Spektakel steht, sind die Auftritte der Union T.T.I. St. Florian meist sachlich, kontrolliert. Heute setzte sich die Scherpink-Elf auf eigener Anlage durch – und das, ihrem Naturell entsprechend, auf mitreißende Art und Weise. Und wieder einmal war die so prominent besetzte Offensive der zentrale Erfolgsfaktor: Mario Petter, Franjo Dramac und Rudolf Durkovic trafen je ein Mal.

 

Hausherren mit perfekter Antwort auf frühen Rückschlag

Einen wahrlich ausgezeichneten Start in dieses Kräftemessen verzeichnete der Gast aus St. Florian: Die Sängerknaben stellten bereits nach wenigen Augenblicken auf 0:1 durch Simon Grillmayr, der, alleine vor dem gegnerischen Keeper aufgetaucht, die Ruhe behielt und humorlos einschob. Dabei profitierte der junge Sommerneuzugang zweifelsohne von Abstimmungsproblemen in Bad Ischls Defensive – nichts Neues, ist man in diesen Wochen gewillt zu sagen. Die Heimischen zeigten sich von diesem Dämpfer aber keineswegs geschockt und nahmen nur wenige Minuten, nachdem sie erwähntes Geschenk verteilt hatten, selbst eines dankbar in Empfang. Nach einem Lapsus in St. Florians Defensive knallte Mario Petter das Leder aus zentraler Position in die Maschen (5. Minute). In der Folge entwickelte sich eine durchaus kurzweilige Partie, in welcher der SV Bad Ischl leichte Vorteile verzeichnete. Für einen bis dato engagierten Auftritt belohnte man sich in Minute 39 ein zweites Mal an diesem Nachmittag. Einen Angriff über die rechte Seite schloss Mittelfeldmann Franjo Dramac gekonnt zum 2:1 ab – Match gedreht. Was nicht unerwähnt bleiben darf: Die Union St. Florian machte es dem Favoriten im ersten Durchgang richtig schwer, war ungemein präsent und strahlte stets eine gewisse Gefahr aus – ein Bild, das sich nach Wiederanpfiff verstärken sollte.

 

Individuelle Qualität der Scherpink-Truppe einfach zu hoch

Die Gäste kamen mit frischem Wind aus der Kabine. Man spürte trotz des Rückstands, dass man gegen einen Kontrahenten, der gegenwärtig ein intensives Programm abzuspulen hat und aufgrund dessen etwas überspielt sein könnte, hier etwas ausrichten könnte. Sofort erhöhte man die Schlagzahl und sorgte in der 52. Minute für den nicht unverdienten zwischenzeitlichen Ausgleich. Es war eine Koproduktion zweier Sommerneuzugänge, die jenen Treffer ebnete. Michael Reisinger bediente Mathias Haider perfekt, welcher zum 2:2 einschob. Abermals hatte die Positionierung in Bad Ischls Abwehrverbund nicht zu 100% gepasst. In der Folge drückte ein nun gereizter Gastgeber auf die abermalige Führung. Richtig zwingend wurde man dabei aber nicht. Nachdem die Union St. Florian jene Drangphase überstanden und allem Anschein nach mehr und mehr die Kontrolle insbesondere im Zentrum erlangt hatte, kippte das Spiel abermals – zu Ungunsten der Gruber-Elf. Ein möglicher Erklärungsansatz hierfür: Die Wechsel sorgten keineswegs für neue Impulse. Vielmehr wurde man mit jedem Tausch schwächer, harmloser. Und so war es die individuelle Qualität des SV Bad Ischl, die den Erfolg garantierte. Nach einer Unaufmerksamkeit in St. Florians Defensive kam Rudolf Durkovic zum Abschluss und versenkte das Leder sehenswert wie satt im Gehäuse des Kontrahenten zum 3:2-Endstand. Der Stürmer hatte in der Nachspielzeit sogar noch eine dicke Möglichkeit auf das 4:2, ließ diese aber ungenützt verstreichen. Im Nachhinein wird es ihm egal sein.

 

Stimmen zum Spiel:

Franz Scherpink (Trainer SV Bad Ischl):

“Das war eine ordentliche OÖ-Liga-Partie gegen eine gute Mannschaft. Wir haben nicht unverdient gewonnen. Wenn es schlussendlich ein 2:2 wird, darf man sich aber auch nicht beschweren. Ein Verein wie St. Florian, der nicht diese großen finanziellen Mittel hat, leistet gute Arbeit. Das ist eine junge, engagierte, spielstarke Mannschaft.“

Die Besten: Rudolf Durkovic (ST), Franjo Dramac (OMF)

 

Wolfgang Gruber (Trainer Union St. Florian):

“Wir fahren jetzt mit leeren Händen nach Hause. Wir hätten uns heute mehr verdient. Spielerisch sind wir dem Gegner mindestens auf Augenhöhe begegnet.“

Der Beste: Markus Piesinger (RV)


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