SV Grieskirchen holt ersten Saisonsieg – und das im Derby gegen den haushohen Favoriten aus Wallern

INTERSPORT Stöcker aus Eferding präsentiert: Derbytime in Grieskirchen! Die Nähe zwischen dem SV Pöttinger Grieskirchen und der SPG SV Wallern/St. Marienkirchen ist nur in geographischer, nicht aber in tabellarischer Hinsicht gegeben: Als krasser Außenseiter ging die Furthner-Elf in dieses Duell mit einem Kontrahenten, der in diesen Wochen vom Gedanken getrieben ist, den Leader der Oberösterreich-Liga aus St. Martin endlich abzufangen. Die gestrige Steilvorlage der Mühlviertler (0:0 gegen den Letzten aus Perg) konnte die Neuhofer-Truppe aber nicht verwerten. Man zog im Nachbarschaftsduell mit dem SV Grieskirchen völlig überraschend den Kürzeren.

 

Gäste mit adäquater Antwort auf frühen Rückschlag

Vor einer tollen Kulisse, 400 Zuschauer mitumfassend, brauchte ein vom Start weg mutig, ja fast frech aufspielender SV Grieskirchen nicht lange, um richtig zwingend vor dem gegnerischen Gehäuse zu werden. Nach einem Eckball in der siebten Minute versuchte es Klaus Kapl mit dem Kopf. Martin Haberl im Gehäuse Wallerns konnte zwar zunächst abwehren, Matthias Waltenberger stand aber goldrichtig und staubte aus kurzer Distanz zum 1:0 ab. Was umgehend auffiel: Der Gast aus Wallern war regelrecht erbost über diese Majestätsbeleidigung und erhöhte die Schlagzahl fortan enorm, ohne aber wild, unkontrolliert zu agieren. Mit einer tollen Seitenverlagerung brachte man in der 14. Minute den Defensivverbund Grieskirchens in Bewegung, sodass sich nun Räume ergaben. Adressat genannten Zuspiels Stephan Dieplinger suchte dann das Eins-gegen-eins, um nach erfolgreichem Dribbling das Leder scharf ins Zentrum zu bringen. Dort drückte Sommerneuzugang Sinisa Markovic den Ball zum zwischenzeitlichen Ausgleich über die Linie. In einem insgesamt relativ ausgeglichenen ersten Durchgang strahlten beide Offensivfraktionen stets eine gewisse Gefahr aus. Auf Seiten des SV Grieskirchen waren es insbesondere Andreas König und Sebastian Bauer, die einem Treffer ganz nahe waren.

 

Kraftakt bringt Premierensieg

Die SPG Wallern/St. Marienkirchen kam richtig druckvoll es aus der Kabine. Es war simpler, schneller Fußball, der dem SV Grieskirchen sofort zusetzte und dessen Abwehrverbund in Verlegenheit brachte. In der 54. Minute stellte der Favorit dann verdientermaßen auf 1:2: Nach einer Ecke gelangte das Spielgerät zu Yusuf Efendioglu, der aus kurzer Distanz einschoss. Die Neuhofer-Elf hielt in der Folge den Druck aufrecht, musste sich in dieser Phase aber zweifelsohne den Vorwurf gefallen lassen, nicht für noch klarere Verhältnisse gesorgt zu haben. Mit Fortdauer des zweiten Durchgangs löste sich der Gastgeber zusehends aus der Umklammerung des Tabellenzweiten. Dies lag insbesondere daran, dass man die Bälle in der Offensive nun besser festmachen konnte und somit für Entlastung sorgte. In der Schlussphase kombinierte man einen nun mutigeren Auftritt mit Durchschlagskraft im vordersten Drittel. Zunächst besorgte Kapitän Matthias Leibetseder das 2:2 per Kopf nach einer präzisen Flanke des kurz zuvor eingewechselten Manuel Strasser (78. Minute). Nur drei Minuten später drückte dann ein weiterer Joker dieser denkwürdigen Partie seinen ganz persönlichen Stempel auf. Roman Eckmayr war nach einem Eckball von Berat Hoti mit dem Kopf zur Stelle und fixierte somit den ersten Dreier des SV Grieskirchen, der sich entscheidend vom Tabellenende absetzte. Dass die Spielzeit für die Furthner-Elf keine einfache werden würde, war mitunter zu erwarten. Dass der Premierensieg erst in Runde zehn gelingt, überraschte dann doch. Dass es ausgerechnet gegen den bislang so überlegenen Nachbarn so weit ist: Damit rechneten nun wirklich die wenigsten.

 

Stimme zum Spiel:

Reinhard Furthner (Trainer SV Grieskirchen):

„Das hätte auch ein Unentschieden oder ein Sieg von Wallern werden können. Wir sind jetzt natürlich erleichtert, dass wir mit dem ersten vollen Erfolg den Anschluss hergestellt haben. Wir haben heute richtig gefightet als Einheit. Ein Pauschallob an die Mannschaft!“

Die Besten: Marcel Hartl (TW), Sebastian Bauer (LV)


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