Mit fünf Neuen zu mehr Offensivkraft

alt"Im Herbst hat uns einfach der Offensivschub gefehlt", sagt Oliver Grünwald, Sportchef des SK Vorwärts Steyr. Tatsächlich erzielte der Aufsteiger mit 14 Treffern die wenigsten der Liga, dies soll sich nun unbedingt ändern. Einerseits hat man mit Helmut Kraft einen Trainer engagiert, der ein völlig neues, offensiveres Spielsystem umsetzen soll, andererseits wurden fünf neue Spieler geholt, wobei drei als ausgewiesene Offensivexperten gelten. Der erste Test gegen Landesligist SK Admira Linz war vielversprechend, Steyr entschied das Match beinahe zweistellig für sich.

Neuer Trainer, neues Spielsystem

Mit einem 9:0 in die Wintervorbereitung zu starten kann einem Mannschaftsgefüge ganz gut tun, vor allem wenn es neue Spieler auf entscheidenden Positionen zu integrieren gilt. Vorwärts Steyr hat in der noch nicht abgelaufenen Winter-Transferzeit fünf Spieler verpflichtet, drei von ihnen sollen tragende Rollen in der Offensivabteilung übernehmen. "Armin Masovic ist ein Spielgestalter, Rade Djokic und Dragan Dimic sollen für die Tore sorgen. Die Spieler haben sich sofort integriert, sind gut vom bestehenden Kader aufgenommen worden, was aufgrund ihrer Qualität auch nicht verwundert. Mit der Qualität, die unser neuer Trainer einbringt und jener dieser Spieler wollen wir uns weiterentwickeln, kreativer nach vorne werden und Freude am Spiel haben", wünscht sich Oliver Grünwald. Galt es nach dem erneuten Aufstieg in die Regionalliga vor allem die Defensive zu stärken, hat man sich für das Frühjahr ganz andere Ziele gesteckt. "Im Herbst hat unsere Viererkette gute Arbeit geleistet, nach vorne hatten wir aber keinen Offensivschub, waren nicht gut organisiert. Auch deshalb haben wir doch einige Tore bekommen, auch Fehler in der Offensive werden in der Regionalliga sofort bestraft. Dies soll nun anders werden, Helmut Kraft vertritt ein offensives Spielsystem, wir wollen viele Chancen kreieren", sagt Grünwald.

Popp als neuer Führungsspieler, Kutlesa bleibt nun doch

Trotz aller Euphorie rundum das neue Spielsystem hat Steyr auch die Defensive verstärkt, mit Michael Popp einen erfahrenen Verteidiger verpflichtet. "Er soll unsere Viererkette verstärken und auch Führungsspieler in dieser Mannschaft werden. Unser fünfter Neuzugang, Burak Demir, hat ebenfalls ein Riesenpotential, aber auch noch viel Aufholbedarf. Sein Weg ins Team geht vorerst über unsere 1b-Mannschaft. Damit ist unser Transferprogramm auch abgeschlossen, zum Glück waren wir diesbezüglich recht früh dran", sind keine Last-Minute-Verpflichtungen mehr zu erwarten. Der Kader ist trotz dieser fünf Neuzugänge nicht größer geworden, denn ebenso viele Spieler wurden abgegeben. Denis Rosca wurde an den SV Sierning verliehen, Goran Aleksic ist Ex-Coach Adam Kensy zu WSC Hertha Wels nachgefolgt, Peter Orosz wechselte zu ASKÖ Oedt. Der Wechsel von Christoph Prandstätter zu Ligakonkurrent Union St. Florian steht schon länger fest. "Außerdem haben wir den Vertrag von Edwin Skrgic aus disziplinären Gründen aufgelöst. Er wird möglicherweise zum FC Pasching oder zu den Austria Wien Amateuren wechseln", vermutet der Steyr-Sportchef und vermeldet gleichzeitig den Verbleib von Boris Kutlesa, der eigentlich schon als Abgang vermeldet wurde. "Kutlesa bleibt mit einem abgespeckten Vertrag bei uns. Er hatte keine gute Herbstsaison, wir wollten ihn abgeben. Er wollte aber unbedingt bleiben und hat versichert, dass er viel mehr Potential hat. Wir geben ihm noch eine Chance."

 

Redaktion


Foto-Slide: Harald Dostal


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