LASK-Neustart vor 5000 Fans glückt erst in letzter Sekunde

altaltEine in der Stadt spürbare Vorfreude, ein reges Gedränge an den Kassen und 5000 Zuschauer im Stadion - Der (F)RE(E)START 2014 weckte große Hoffnung bei den LASK-Fans und machte vor allem wieder seit Jahren einer breitere Hunger auf die Schwarz-Weißen! In der Partie gegen den SAK Klagenfurt zeigte der LASK keine Glanzleistung, konnte sich aber nach einer packenden Schlussphase mit 3:2 durchsetzen und durfte sich somit über einen geglückten Neustart freuen.

 

Am 8. März. 2014 sollte der Startschuss für eine neue, erfolgreiche LASK-Ära werden. Das Heimspiel gegen den SAK Klagenfurt war das erste Pflichtspiel nach Übernahme durch die LASK-Freunde rund um Präsident Wolf-Dieter Holzhey. Für Fans bedeutete das die lange ersehnte Erlösung von Ex-Präsident Reichel und sie goutieren es, indem sie zahlreich auf die Gugl pilgerten. Der LASK bewegte und begeisterte die Massen im Vorfeld wie schon lange zuvor nicht mehr.

 

5000 Fans sorgen für Tollhaus - Elfer-Schock nach LASK-Jubel

Zu den Klängen von Bushidos "Alles wird gut" betraten die beiden Teams das Feld. Am Rasen sollte es aber bis zur Nachspielzeit dauern, bis für die Linzer "alles gut wurde". Die Schwarz-Weißen präsentierten sich von Beginn engagiert und ambitioniert, doch auch sie ließ die tolle (und inzwischen ungewohnt gewordene) Kulisse von 5000 Fans nicht kalt. Obwohl die Heimischen von Beginn an das Heft in die Hand nahmen, deutlich mehr vom Spiel hatten, war es der SAK der in der ersten halben Stunde die beste Chance verbuchen konnte. Doch Kapitän Thomas Riedls wuchtiger Schuss strich um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei und klatsche an die Stange hinter dem Gehäuse.

30 Minuten nach dem Ankick stand die Gugl aber Kopf - Nach der vierten Ecke in Serie, stieg Innenverteidiger Shawn Barry nach einem Öbster-Corner am höchsten und köpfelte das Tor vorbei an SAK-Keeper Marcel Reichmann zum 1:0 in die Maschen (30.). Jubel, Trubel, Heiterkeit auf den Tribünen. Anhalten sollte der Freudenzustand aber nicht lange. Takougandi legte den auf links durchbrechenden Flügelflitzer Christian Dlopst im eigenen Strafraum, der Kärntner ging zu Boden und der Unparteiische zeigte folgerichtig auf den Punkt. Murat Veliu blieb cool, verlud Goalie Pavao Pervan und ließ die Linzer Anhänger mit dem 1:1-Ausgleich (34.) für kurze Zeit verstummen. Bis zur Pause dann das typische Spiel in Halbzeit eins: Die Daxbacher-Elf feldüberlegen, aber ohne echte Sitzer, so ging es mit dem Remis in die Kabinen.

 

Vujanovic schießt LASK in der Nachspielzeit ins Glück

Im zweiten Abschnitt bot sich der tollen und lautstarken Kulisse ein ähnliches Bild: Der LASK bemüht und feldüberlegen, aber vorne ohne die zündenden Ideen, während sich der SAK am eigenen Sechzener einigelte. Wenn die Klagenfurter - was selten geschah - aber vor das Linzer Tor kamen, brannte auch gleich ordentlich der Hut. So hatte Kapitän Riedl nach 55 Minuten die Führung auf dem Fuß, doch Goalie Pervan verteitelte im Eins-gegen-Eins den Rückstand. Die Heimischen wurde immer ungeduldiger und versuchten ihr Heil in Fernschüssen zu finden. Eine gute Viertelstunde vor dem Schluss blieb den den LASK VIPs beinahe die Leberkässemmel im Mund stecken, als Biscan nach einem weiten Ball alleine auf das gegnerische Gehäuse zuzog, doch LASK-Goalie Pervan explodierte förmlich und entschärfte den Sitzer des Slowenen.

Die schwarz-weißen Anhänger peitschten ihr Team weiter nach vorne und die Unterstützung sollte sich nach 77 Minuten bezahlt machen. Außenverteidiger Wolfgang Klapf setzte sich auf der linken Seite durch, zirkelte das Leder in die Mitte, die SAK-Mannen brachten die Kugel nicht weg und der Goalgetter schob das Leder zum 2:1 in die Maschen. Wer aber nun dachte, der SAK sei gebrochen irrte. LASK-Goalie Pervan konnte eine Freistoßflanke noch entschärfen, SAK-Angreifer Biscan spitzelte das Leder aber vor den Verteidigern zum aufgerückten Innenverteidiger Patrick Lausegger, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte - das 2:2 (81.).

Als sich einige Zuschauer in der Nachspielzeit schon leicht enttäuscht von den Plätzen erhoben, wurde das erste Match nach dem LASK-FREESTART spät, aber doch noch mit einem Happy End belohnt. Einen aus dem Strafraum prallenden Ball knallte Vujanovic mit einem platzierten Schuss zum 3:2-Endstand (91.) in die Maschen - Die Gugl bebte, die Fans riss von den Sitzen und der LASK-Dreier war in letzter Minute doch noch eingefahren. Die SAK-Akteure sanken hingegen enttäuscht zu Boden, sie waren für ihre couragierte Leistung nicht belohnt worden.

 

Stimmen zum Spiel:

Karl Daxbacher (Trainer LASK):
"Wir waren heute am Ball zu unruhig, haben nicht unser gewohnt sicheres Kombinationsspiel aufziehen können. Dennoch muss ich der Mannschaft für die gezeigte Moral gratulieren. Ich erinnere mich an unser erstes Saisonspiel im Herbst zurück, wo wir gegen den WAC in der 91. Minuten den Siegestreffer erzielen konnte. Heute war es genauso, weshalb ich auf einen ähnlichen Lauf wie in der Hinrunde hoffe. Ich war positiv überrascht, wie viele Fans heute ins Stadion gekommen sind. Auch die Reaktionen der Anhänger waren toll, haben sie uns auch lautstark unterstützt als es heute im Match nicht so lief. Nun wartet mit dem Auswärtsspiel bei Austria Klagenfurt die nächste schwierige Aufgabe. Die Austrianer habe ich gestern in St. Florian beobachtet, da haben sie mich sehr überzeugt."

Die Besten: Pavao Pervan, Radovan Vujanovic

Alois Jagodic (Trainer SAK Klagenfurt):
"Das war heute eine grandiose Leistung meiner Mannschaft. Vor so einer Kulisse und gegen so einen Gegner ist es nicht leicht zu spielen, doch wir haben uns wirklich teuer verkauft. Meine Burschen haben alles gegeben und den LASK voll gefordert. Die Linzer hatten mehr vom Spiel und sehr viele Corner, doch aus dem Spielfluss heraus wurden sie nur selten gefährlich. Wenn wir unsere Chancen - immerhin sind zwei Mal alleine aufs Tor gelaufen - noch konsequenter genützt hätten, wäre ein Punktegewinn drin gewesen. Vorwurf möcht ich meinen Mannen aber keinen machen, sie habe ein tolles Spiel abgeliefert.

Die Besten: Thomas Riedl

Marco Wolfsberger

 

 

 

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