Regionalliga Mitte 15/16: Spieltaganalyse Runde 2 mit Reinhard Burits

Eine äußerst torreiche zweite Runde in der Regionalliga Mitte liegt hinter uns. In drei Spielen fielen mindestens fünf Treffer, am magersten war die Ausbeute der Angriffsreihen beim 2:1-Sieg des SV Allerheiligen. 36 Mal schlug es insgesamt im Gehäuse ein, was einen Schnitt von 4,5 Treffern pro Partie ergibt. Grund genug, sich mit ligaportal.at-Experte Reinhard Burits darüber zu unterhalten, wer die besten Chancen hat, die Regionalliga als Sprungbrett in den Profifußball zu nutzen.

Reinhard Burits über...

... die Höhepunkte des Spieltags

"Für mich war das Oberösterreicher-Duell zwischen der Union Gurten und dem ATSV Stadl-Paura das Highlight der Runde", meint Reinhard Burits. "Ein 5:3 mit sehr spannendem Spielverlauf, bei dem Stadl-Paura noch einmal zurück ins Spiel gekommen ist und Gurten dennoch den Sack zumachen konnte!" Auch die Kaltschnäuzigkeit des FC Blau-Weiß Linz erwähnt Burits als persönlichen Leckerbissen: "Mit einem Doppelschlag zum Schluss haben sie die Partie gegen die SPG FC Pasching/LASK Juniors noch gewonnen, das ist stark." Zwei Überraschungen sieht der ehemalige Trainer, der momentan Paul Gludovatz als Teamchef der vereinslosen Spieler vertritt, in zwei Derbys. Sowohl den Kantersieg des TSV Hartberg über den SC Weiz als auch den klaren 3:0-Auswärtssieg von Vorwärts Steyr beim SV Wallern hätte Burits so nicht erwartet, erklärt aber: "Der SKV spielt sehr kompakt, entschlossen und kontrolliert. Der Sieg in Wallern war auf keinen Fall unverdient." Dass der als Mitfavorit auf den Meistertitel gehandelte SV Lafnitz nach der zweiten Niederlage in Folge ganz hinten in der Tabelle steht, ist für Burits noch kein klares Zeichen: "Sie haben zwei Mal auswärts gespielt, eine sehr schwierige Auslosung gehabt. Die Saison ist lang, sie werden sich wieder fangen und darum darf man das Team nicht jetzt schon abschreiben!"

wallern skv 03

... die Regionalliga als Sprungbrett

Allseits bekannt ist, dass die Regionalliga Mitte als Sprungbrett für talentierte Spieler gilt. Der letzte bekannte Fall ist der von Thomas Zündel, der über den SC Kalsdorf die Rückkehr in den Profifußball geschafft hat und aus der Stammformation des Europa League-Vereins nicht wegzudenken ist. Ex-Pasching-Stürmer Orhan Vojic schaffte zuletzt sogar den Sprung ins benachbarte Ausland, er kickt aktuell bei der U19 des Bundesliga-Vizemeisters VfL Wolfsburg. "Die Regionalliga ist eine Liga mit sehr hoher Qualität. Sie ist allgemein ein ideales Sprungbrett für alle Spieler, die es nach oben schaffen möchten", sagt Burits. "Speziell Stürmer haben immer sehr gute Chancen, denn die ganze Welt ist auf der Suche nach Torjägern. Es fällt natürlich sofort auf, wenn ein Angreifer viele Tore schießt." Momentan haben sich wieder einige Talente aus Pasching in den Fokus vieler Experten gespielt. Auch bei einigen Kickern der Union St. Florian oder Lafnitz-Neuzugang Christopher Feiner sieht Burits das Potential, in noch höheren Ligen zu spielen. "Die Frage ist immer, wie sich die Spieler entwickeln. Auch Verletzungen spielen eine große Rolle, Alex Bauer vom SV Wallern beispielsweise war auf einem sehr guten Weg, fällt nun aber mit einem Wadenbeinbruch sehr lange aus. Eine weitere Problematik ist die, dass das finanzielle Gefüge oftmals nicht optimal ist. Als Profi musst du von deinem Fußballergehalt leben können, viele Aktive gehen daher lieber arbeiten und spielen nebenbei auch noch in der Regionalliga, wo sie ebenfalls bereits recht gut entlohnt werden."

Foto: Harald Dostal


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