Regionalliga Mitte 15/16: Spieltaganalyse Runde 9 mit Reinhard Burits

Paraden, Kantersiege und vier Unentschieden, die es in sich hatten: Der neunte Spieltag der Regionalliga Mitte - powered by club-bodytec.at - ist Geschichte! Wie gewohnt gibt es die Spieltaganalyse mit unserem Experten Reinhard Burits. Nach fast einem Drittel der Spielzeit lässt er sich diesmal auf eine erste Prognose für den weiteren Saisonverlauf ein. Außerdem haben wir mit dem ehemaligen Trainer über die auffälligsten Stürmer und die sichersten Abwehrreihen gesprochen. (Jetzt Trainingslager buchen)

Reinhard Burits über...

... das Spitzenduo

Aus drei mach zwei: Weil der SV Allerheiligen seine Asuwärtsaufgabe beim Annabichler SV nur mit einem Punkt beendete, zeitgleich jedoch sowohl Blau-Weiß Linz (6:1 gegen SC Weiz) und der TSV Hartberg (2:0 in Lafnitz) ihre Partien gewinnen konnten, wurde aus dem Toptrio ein -duo. Mit nunmehr 22 Zählern thronen die Linzer und der Absteiger aus der Erste Liga an der Tabellenspitze. "Ich habe am Anfang der Saison nur Blau-Weiß als klaren Titelfavoriten gesehen. Dass Hartberg so schnell in die Gänge kommt, habe ich nicht erwartet, aber mittlerweile haben sie eine super Serie gestartet", meint der frühere BW-Spieler. "Der Sieg der Linzer gehört mit Sicherheit zu den Highlights des Spieltags. Dass Yusuf Otubanjo nach kurzer trefferloser Phase wieder getroffen hat, gibt ihm sicher wieder Aufwind!", so Burits. "Auch die Union St. Florian hat mit dem 5:1 in Wallern ein Ausrufezeichen gesetzt, ihre Form damit bestätigt." Neben diesen beiden Ergebnissen sticht auch das 0:3 des SC Kalsdorf gegen den DSC Deutschlandsberg sofort ins Auge. "Bei den Deutschlandsbergern stimmt die Tendenz. Nun geht es mit Blau-Weiß und Vorwärts Steyr gegen zwei Spitzenteams, mal sehen, ob sie auch dort überraschen können!"

... erste Prognosen

Völlig außer Form befinden sich der SC Weiz, der SV Lafnitz und die WAC Amateure. Mit drei, vier beziehungsweise sieben Spielen ohne Sieg bilden diese drei Teams gemeinsam mit dem Annabichler SV das Tabellenende. Reinhard Burits wagt sich an eine erste Prognose: "Nach neun Runden kann man schauen, wo man steht. Nun ist eine gewisse Vorschau auf den weiteren Saisonverlauf möglich. Wer jetzt eher in der hinteren Region steht, muss wahrscheinlich auch damit rechnen, bis zum Schluss um den Klassenerhalt zu spielen." Doch nicht nur am Tabellenende, auch für die vorne platzierten Vereine kann es noch eng zugehen - wenn auch in einem völlig anderen Zusammenhang. Denn vor allem auf den SV Allerheiligen gilt es noch aufzupassen. Durch das 1:1 in Klagenfurt haben die Schwarz-Gelben den Anschluss an die beiden Topteams verloren: "Sie haben bisher immer sehr knapp gewonnen, diesmal hat das nicht funktioniert. Patrick Wolf wird ihnen außerdem sicherlich schmerzlich fehlen. Dennoch: Sie werden weiterhin im vorderen Tabellendrittel mitmischen, dessen bin ich mir sicher!"

... Starstürmer

Yusuf Otubanjo, Dario Tadic und Rexhe Bytyci rocken momentan die Liga. Die drei Angreifer in Diensten des FC Blau-Weiß Linz, des TSV Hartberg und der Union St. Florian gelten als die aktuell torgefährlichsten Spieler der Liga. Reinhard Burits kennt die drei Spieler genau: "Sie sind unberechenbar, leben von ihrem Torinstinkt. Ihr Vorteil ist, dass sie sich nicht immer zu einhundert Prozent dem System der Mannschaft unterordnen müssen", sagt der ehemalige Coach. "Das obliegt auch der Qualität der Trainer. Sie lassen ihren Stürmern ihre Freiheiten, bieten dadurch eine tolle Kombination aus freiem Kopf und funktionierendem System im Hintergrund." Otubanjo, Tadic und Bytyci verfügen zudem über völlig unterschiedliche Qualitäten. Während der 23-jährige Otubanjo als der wohl schnellste Spieler der gesamten Regionalliga Mitte gefürchtet ist und mit bereits 14 Volltreffern die Torschützenliste anführt, beschreibt Burits die Spielweise der beiden erfahreneren Konkurrenten: "Rexhe Bytyci verfügt über einen sehr starken linken Fuß. Außerdem ist er bekannt für sein unkonventionelles Spiel, das ihn total unberechenbar macht. Dario Tadic hingegen ist ein sehr ballsicherer Stürmer. Er bewegt sich sehr gut, ist immer präsent und gleichzeitig im Abschluss kaltschnäuzig."

... Abwehrbollwerke

Das 0:0-Unentschieden im Spiel der Runde zwischen dem SK Vorwärts Steyr und dem ATSV Stadl-Paura war ein vielleicht zu erwartendes Ergebnis. Mit nur acht Gegentreffern stellen die beiden Topteams die besten Defensiven der Liga. Burits: "Beide Abwehrketten sind sehr gut organisiert. Sie stellen sich dabei nicht nur hinten rein und warten ab, sonder attackieren früh und nehmen dem Gegner die Räume." Auffallend dabei ist vor allem, dass die Verteidiger beider Teams noch sehr jung sind. Mit einem Durchschnittsalter von 21,75 (Stadl-Paura) beziehungsweise 23,25 (Steyr) stellten beide Vereine im Topspiel sehr junge Viererketten. Als großen Rückhalt hatten die Talente jeweils einen routinierten Torhüter: Reinhard Großalber und Andreas Michl zeigten sich zuletzt in bestechender Form. Die Abwehrchefs Michael Popp und Danilo Duvnjak, der am Samstag von Florian Fellinger ersetzt wurde, teilen normalerweise ihre Nebenleute ein. "Beide sind außerdem selbst sehr zweikampf- und kopfballstark! Erwähnenswert ist auch, dass es sich Stadl-Paura leisten kann, Fellinger auf der Bank zu lassen. Er gehört für mich zu den besten Innenverteidigern der Liga, geht es aus sich raus, kann auch er die Abwehr organisieren - was er in Steyr bewiesen hat."

asv allerheiligen 11 2

Zahlen zum Spieltag:

Heimsiege: 1 (12,5 %)
Unentschieden: 4 (50 %)
Auswärtssiege: 3 (37,5 %)
torreichstes Spiel: FC Blau-Weiß Linz 6:1 (2:1) SC Weiz
erzielte Tore: 24

 

Foto: Josef Kuess


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