Spiel der Runde

Spiel der Runde 26: Kracher in Steyr: Vorwärts empfängt die Austria

Vorwärts gegen Austria, Rot-Weiß gegen Violett, Zweiter gegen Erster, Ketelaer gegen Bender: All diese Begriffe stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem absoluten Topduell des 26. Spieltags der Regionalliga Mitte. Der SK Vorwärts Steyr bittet am Samstag, 9. Mai, um 15 Uhr den SK Austria Klagenfurt zum Tanz. In diesem Duell geht es nicht nur um Punkte, es geht auch und vielleicht vor allem um Prestige. Denn sollten die Steyrer gewinnen, so brachten sie das Schiff des Tabellenführers ordentlich ins Wanken.

Steyr ist heiß auf Rang zwei

Die Oberösterreicher, die seit Beginn der Saison höchst erfolgreich von Ex-Gladbach und -Rapid-Spieler Marcel Ketelaer betreut werden, kämpfen schon seit geraumer Zeit um den ersten Verfolgerplatz mit Blau-Weiß Linz. Aktuell hat man sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet, obwohl die Ergebnisse zuletzt etwas zu wünschen übrig ließen. Unter anderem musste man in der Vorwoche gegen das Tabellenschlusslicht eine Niederlage hinnehmen, die es nun gilt, in Wut umzumünzen. Gerade gegen die Austria, die den Steyrern in der Hinrunde eine schmerzhafte 1:0-Niederlage zugefügt hat, muss eine kämpferische und spielerisch auf ganzer Linie überzeugende Leistung her. Die Verantwortlichen sorgten aber zumindest dafür, dass die elf Mannen sorgenfrei aufspielen können: Denn ohne Lizenzantrag gibt es keinen Auftstieg. Mit einem Erfolg kann man dafür dem Konkurrenten aus Linz die Suppe versalzen, der immer noch auf die Relegation schielt.

Wie sehr beschäftigt die Lizenz die Spieler?

Um ganz andere Themen dreht sich der Tagesablauf in der oberen Etage des Kärntner Hauptstadtclubs. Denn dort hat man die Papiere eingereicht, der Senat hat einige Punkte aber als unzureichend eingestuft und den Antrag damit in erster Instanz abgelehnt. Die große Frage stellt sich darum am Samstag: Schlägt sich die Ungewissheit auch auf die Spieler um? Nachdem man am vergangenen Donnerstag nur ein 1:1-Unentschieden gegen die WAC Amateure erreichte, verstärkt sich der Glauben daran. Kommt es noch zu einem Einbruch der Viola, dann ist selbst für die Verfolgerteams noch einiges möglich, beträgt der Vorsprung auf den SKV momentan acht Zähler bei noch fünf zu spielenden Runden. Die Spieler des Herbstmeisters dürften aber professionell genug sein, um sich nicht von Zahlen und Zukunftsplänen ablenken zu lassen. Sie zählen zu den besten ihres Handwerks und möchten auch im Topduell der Rückrunde ihr Können unter Beweis stellen.

ketelaer bender

Manni Bender (l.) und Marcel Ketelaer herzten sich schon in der Hinrunde

Marcel Ketelaer, Trainer SK Vorwärts Steyr:

"Thommy Krammer ist in diesem Spiel gesperrt, Attila Varga und Rade Djokic sollten dafür wieder ein Stück weiter sein als gegen Wolfsberg. Wir hatten eine lange Trainingswoche, ich hoffe, dass die beiden körperlich wieder zulegen konnten. Es ist eine andere Situation als sonst. Normalerweise schaue ich immer von Spiel zu Spiel, bei drei Spielen innerhalb einer Woche ist das aber nicht einfach. Diese Spiele entscheiden, ob wir den zweiten Platz festigen können, deswegen ist schon das Spiel gegen die Austria enorm wichtig für uns. Wir wollen das Erfolgserlebnis und die drei Punkte, damit uns das für den Endspurt noch eine kleine Spritze gibt. Es wäre schade, wenn wir nicht die drei Zähler holen, denn das würde mehr Druck erzeugen auf den Kampf mit Blau-Weiß Linz. Es treffen zwei Mannschaften mit individuell starken Spielern und hoher Qualität in der Offensive aufeinander, die fußballerisch wohl die besten Teams der Liga sind. Nicht umsonst sind die Spieler beider Mannschaften führend in der Torschützenliste. Wir haben in der Hinrunde in Klagenfurt mit einem Mann weniger noch probiert, das Spiel zu gewinnen. Auch am Samstag werden beide Teams mit diesem Ziel ins Spiel gegen, darum wird es sicherlich ein spannendes Duell."

Manfred Bender, Trainer Austria Klagenfurt:

"Im Kader sind alle gesund und munter und bis auf Ervin Bevab, der gesperrt ist, sind alle dabei. Es wird sicherlich ein interessantes Spiel. Die auswärtsstärkste Mannschaft kommt zur zweit-heimstärksten, wir haben aber dennoch keine Angst. Ich denke nicht, dass die Lizenzdiskussionen die Spieler beeinflussen werden. Unsere Spieler waren und sind darauf vorbereitet, dass es in diese Richtung gehen kann. Man muss sich schon auch ein bisschen an den Kopf fassen bei der Entscheidung. Manche sind sich wohl nicht dessen bewusst, was man damit kaputt machen kann. Wir sind aber in etwa seit der vierten Runde souveräner Tabellenführer, es gibt daher in keinster Weise einen Grund, warum schlechte Stimmung in der Mannschaft sein sollte. Natürlich kann man in die letzten Ergebnisse etwas hineininterpretieren, wir wissen aber, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Das einzige Spiel, in dem wir verdient verloren haben, war meiner Meinung nach gegen Allerheiligen. Wir sind auf jeden Fall heiß auf die Partie, freuen uns auf ein spannendes Duell."

Foto: Josef Kuess

 

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