FC Wels: Eine erneut umfassende Kaderveränderung soll auf einen einstelligen Tabellenplatz führen!

Einer der sportlichen Nutznießer der Corona-Krise war zweifelsfrei der FC Wels. Die Babler-Elf tat sich auch in der abgebrochenen Regionalliga Mitte Saison 19/20 schwer und stand nach 17 Runden mit nur sechs Punkten am Tabellenende. Der Abstieg wäre vermutlich nur schwer zu vermeiden gewesen, doch dann kam Corona dazwischen. Nun haben die Messestädter eine überraschende zweite Chance erhalten, doch sie stehen ebenso vor der schwierigen Aufgabe mit der Corona-Krise umzugehen und wirtschaftliche und sportliche Problemstellungen erfolgreich zu lösen. Ligaportal sprach mit FC Wels-Sportchef Juan-Francisco Bohensky über die kommende und die vergangene Spielzeit sowie über Kaderplanung und Zielsetzungen.

Acht externe Neuzugänge - drei Leihspieler werden fest verpflichtet

Nur ein Sieg, zwei Remis und zwölf Niederlagen - mit der Performance im Herbst könne man bei den rot-grünen Messestädtern logischweise in keinster Weise zufrieden sein, wie auch FCW-Sportchef Bohensky bestätigt: ''Der Herbst war nicht in Ordnung.'' Im Frühjahr kamen die Welser spielerisch etwas besser in die Gänge, holten sich jedoch auch gegen Vöcklamarkt eine 1:4-Pleite zum Auftakt ab: ''Gegen Vöcklamarkt haben wir gut performt und hätten ein Unentschieden erreichen können, aber dann kam Corona. Wir haben jetzt 40 % Gehaltsverkürzungen vorgenommen und unseren Kader deutlich verändert'', so Bohensky. Einige Spieler, die bereits im Frühjahr per Leihe zum FC Wels kamen, wurden nun fest verpflichtet: Diese sind Milan Ziric (Blau-Weiß Linz Amateure), Alexander Jovanovic (Wiener Sport-Club) und Mario Brkanovic (AKA LASK). Die beiden Kooperationsspieler Gabriel Awuni und Leon Ilic laufen auch dieses Jahr im Welser Leiberl auf, kehren jedoch in absehbarer Zukunft wieder zu ihrem Stammverein LASK/FC Juniors zurück. Weitere Neuzugänge sind Mihajlo Mackic und Mathias Ablinger (beide Blau-Weiß Linz Amateure) sowie Keeper Josef Gruber von Stadtrivale WSC Hertha Wels. Routine und Erfahrung bekommen die Welser durch die Neuzugänge Shahin Faridonpur (UVB Vöcklamarkt) und Alexander Bauer (ASKÖ Oedt), letzterer verließ den FC Wels vor zwei Jahren und ging zum GAK, mit dem er den Aufstieg in die zweite Liga feiern konnte. Die letzten drei neuen Gesichter sind der erst 17-jährige Florian Aumer vom AKA LASK, der Angolaner Manuel Kaguako, der zuletzt in Irland kickte und Jovan Petrovic, der aus Serbien verpflichtet wurde. Mit dieser ganzen Reihe an Neuzugängen und Quasi-Neuzugängen will man beim FC Wels heuer doch deutlich höher hinaus: ''Wir haben Spieler geholt, die uns helfen könnten einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen'', gibt Bohensky die Marschrichtung vor.

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Foto: Mit der ''roten Laterne'' will der FC Wels in der kommenden Spielzeit nicht in Berührung kommen.

16 Abgänge und ein neuer Co-Trainer: Stühlerücken beim FC Wels

Auch auf der Liste der Abgänge hat sich einiges getan: Den Verein verlassen werden Drilon Berisha (Gunskirchen), Simon Kandler (Pregarten), Eralb Sinani (Eggerding), Florian Brunner (TuS St. Peter), Patrick Hüttmayr (Peuerbach), Festim Nuhiu und Filip Kajic (beide Sattledt), Oliver Tomasic (Wallern/St. Marienkirchen), Donjet Mavraj (ASKÖ Linz), Danilo Duvnjak (Stadl-Paura), Petar Rajic (Pichl), Michael Jukic (Gramastetten), Marsel Caka (Passau/Deutschland), Andreas Jerkovic und Kenan Zeckanovic, die nach Leihe beide zum FC Juniors OÖ zurückkehren und Senad Sallaku (Ziel unbekannt). Darüber hinaus assistiert ein neuer Co-Trainer ab sofort Cheftrainer Max Babler an der Seitenlinie: Bernhard Buchegger, der zuletzt beim AKA LASK tätig war, übernimmt beim FC Wels die neue Aufgabe. Insgesamt sieben Aufbauspiele stehen für die Messestädter auf dem Programm - zwei absolvierten die Welser bereits: Gegen den GW Micheldorf unterlagen die Babler-Schützlinge mit 3:4, das Testmatch gegen den SV Wallern wurde aufgrund eines Unwetters beim Stand von 1:0 für Wallern abgebrochen. Das nächste Testmatch steht am kommenden Samstag, den 18. Juli gegen den SV Freistadt an, ernst wird es für den FC Wels am 14. August, wo ''Vizemeister'' Allerheiligen als Auftaktgegner der neuen Saison anreist. Sportchef Bohensky hofft auf einen reibungslosen Ablauf der neuen Saison, Geisterspiele sind für ihn unvorstellbar: ''Es ist so: Wenn Geisterspiele kommen, können wir alle zusperren. Die Vereine leben von Einnahmen. Auch mit 200 Zusehern kann man nicht überleben, wir haben einen Zuschauerschnitt von 350 bis 600'', fasst der Funktionär die Problematik zusammen. So bleibt also nur zu hoffen, dass sich alle Vereine an die Auflagen halten und einer spannenden Saison nichts mehr im Wege steht.

Foto: Harald Dostal

Bericht: Pascal Stegemann


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