Äußerst schmeichelhaft und glücklich: Hertha Wels erringt Last-Minute-Sieg gegen tapfer kämpfende Treibacher!

Am heutigen Freitagabend kam es in der 3. Runde der Regionalliga Mitte zum Duell zwischen dem WSC HOGO Hertha Wels und dem SK Treibach. Und überraschenderweise war es der Kärntner Aufsteiger, der das bessere Team war und den Sieg verdient gehabt hätte. Doch die Hertha fixierte mit viel Glück den ersten Saisondreier in der Nachspielzeit.

Hodzic trifft früh und schießt Hertha Wels in Führung

Lange brauchten die favorisierten Welser nicht, um eine frühe Führung herauszuschießen. In der 4. Minute war es Amar Hodzic, der den Titelfavoriten scheinbar nach Plan mit 1:0 in Front brachte. Der Stürmer lauerte bei einem Rückpass auf den Treibacher Keeper, er setzte nach, eroberte die Kugel und schoss zur WSC-Führung ein. Auch in der Folge waren die Herthaner das dominante und spielbestimmende Team - vorerst zumindest. Denn nach rund einer halben Stunde begannen die Gäste sich mehr zuzutrauen, denn sie merkten, dass die Welser heute nicht so präsent waren. Die Kaiser-Schützlinge waren jetzt im Spiel, der Ausgleich gelang in den ersten 45 Minuten jedoch nicht mehr und so ging es mit einem knappen 1:0 in die Halbzeitpause.

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Auch wenn es keine Punkte gab, Coach Mag. Martin Kaiser kann stolz sein auf die Leistung seines Teams.

Das Spiel kippt: Treibach ist das bessere Team, doch die Hertha gewinnt das Spiel

Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 200 Zuseher erstaunlicherweise die Gäste attackieren und die Favoriten aus der Messestadt wurden aggressiv unter Druck gesetzt. Der Aufsteiger aus Kärnten war jetzt das spielbestimmende Team, die Kaiser-Männer waren zweikampfstark und stellten den WSC jetzt vor Probleme. Der SK erarbeitete sich außerdem ein Chancenplus, vom Titelfavoriten aus Wels war hingegen jetzt wenig zu sehen. Die Belohnung für den starken Auftritt holten sich die Treibacher nach rund eine Stunden ab: Der eingewechselte Bernhard Walzl besorgte den mehr als verdienten Ausgleich (62.). Und auch in der Folge waren es die Treibacher, die auf Sieg spielten und die Herthaner an den Rand einer Niederlage brachten. Der WSC brachte im zweiten Durchgang wenig zustande, hatte aber in der Nachspielzeit das Glück auf seiner Seite: Harun Sulimani nahm sich ein Herz und zog aus 20 Metern ab, die Kugel schlug zum unverdienten und sehr glücklichen Sieg für den WSC im Kasten ein (90.+3). Kurz darauf war Schluss - unglückliche Treibacher fahren mit Null Punkten im Gepäck wieder nach Kärntner, mit viel Dusel holt der WSC Hertha Wels die ersten Saisonpunkte.

Gerald Perzy (Sportlicher Leiter WSC Hertha Wels): ''Der Sieg war sehr glücklich, das muss man ehrlich sagen. Wir hatten heute das Glück, das wir in den letzten beiden Runden nicht hatten. Treibach hätte sich heute mehr verdient. Sie haben sehr engagiert gespielt und hatten uns am Rande einer Niederlage. Ich muss ihnen ein Riesen-Kompliment machen.''

Beste/r Spieler: Kevin Vaschauner (SK Treibach)

 

WSC HOGO Hertha Wels - SK Treibach 2:1 (1:0)

Mauth Stadion Wels, SR Karl Felgitsch, 200 Zuseher

WSC Hertha Wels: Gruber, Maier (46. Mayer), Mislov (69. Stadlmann), Sulimani, Fröschl, Hodzic, Gasperlmair (46. Rozic), Jozic (69. Holzinger), Hofstätter, Frank, Lazarus

SK Treibach: Böck, Ponjavic (77. Hude), Höberl, Salentinig (84. Kozelsky), Pippan (59. Walzl), Vaschauner, Grilz, Wachernig, Muharemovic, Gangl (59. Leitner), Primusch

Torfolge: 1:0 Amar Hodzic (4.), 1:1 Bernhard Walzl (62.), 2:1 Harun Sulimani (90.+3)

 

Foto: SK Treibach

Bericht: Pascal Stegemann 

 

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