Spannend bis zum Ende: Kalsdorf behält mit 3:2 die Oberhand gegen Stadl-Paura!

Am heutigen Freitagabend empfing der SC Copacabana Kalsdorf in der 20. Runde der Regionalliga Mitte den ATSV Stadl-Paura. Und dabei setzten sich die favorisierten Kalsdorfer am Ende mit 3:2 gegen das Schlusslicht durch. Volmajer hatte die Eskinja-Elf mit einem Doppelpack früh in Führung gemacht, nach dem Anschlusstreffer durch Luzin machte Stenzel mit dem dritten Treffer in der zweiten Hälfte dann scheinbar alles klar. Kurz vor Schluss konnten die Stadlinger durch Traore noch einmal verkürzen, doch zu einem Punktgewinn reichte es nicht.

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Erst trifft Volmajer doppelt für Kalsdorf, dann verkürzt Stadl-Paura vom Punkt

In der Anfangsviertelstunde waren die Hausherren darum bemüht die Spielkontrolle an sich zu reißen, Stadl-Paura agierte eher abwartend und lauerte auf Ballverluste. In der 7. Minute vergaben die Heimischen die frühe Führung, doch eine aussichtsreiche Flanke konnte nicht verwertet werden. Ein paar Minuten später zappelte die Kugel dann trotzdem im Kasten der Gäste, denn Rene Mihelic hatte Geistesblitz: Der Mittelfeldmann führte geistesgegenwärtig einen Freistoß auf der linken Seite kurz aus und spielte das Spielgerät flach in den Lauf von Volmajer, der Kuzmic im Stadlinger Tor mit einem platzierten Schuss ins lange keine Chance ließ (10.). Und der Torschütze hatte heute richtig Lust, was er nur vier Minuten später eindrucksvoll bewies: Eine Ecke landete vor den Füßen von Volmajer an der Strafraumgrenze, der Stürmer fackelte nicht lange und zimmerte die Kugel per Halbvolley unhaltbar in den Giebel (14.). Der ATSV war anfangs zwar bemüht und engagiert, doch richtig brandgefährliche Situationen sah man in der Offensive kaum bzw. fehlte oft der letzte Pass. In der 24. Minute tauchten die Candic-Männer dann einmal vor dem gegnerischen Gehäuse auf, doch die SCK-Abwehr konnte in höchster Not klären. Kurz darauf waren die Stadlinger wieder drin in der Partie, denn der Schiedsrichter zeigte im Kalsdorfer Strafraum nach einem Handspiel auf den Punkt. Aleksandr Luzin übernahm Verantwortung und verkürzte auf 1:2 (30.). Und bei Standards blieben die Stadlinger gefährlich, doch bis zur Pause sollten keine Tore mehr fallen und so ging es mit einer knappen Kalsdorfer Führung in die Pause.

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Gelb-rot für Sarac: Am Ende wird es noch einmal richtig spannend

Nach dem Seitenwechsel hielt der Stadlinger Keeper seine Mannen mit einer Top-Parade im Spiel, das 3:1 wäre eventuell schon so etwas wie die Vorentscheidung (50.). Nur kurze Zeit später holten die Kalsdorfer dann dieses Versäumnis nach, der Hajric-Kopfball nach einem Freistoß konnte von Kuzmic noch abgewehrt werden, doch Stenzel konnte per Kopf abstauben (55.). Die Gäste steckten zwar nicht auf, hatten jetzt jedoch einen schweren Wirkungstreffer zu verkraften. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde Kalsdorf's Paul Sarac mit der gelb-roten Karte vom Feld geschickt, die Gäste agierten somit numerisch in Überzahl. In der 70. Minute wurden die Eskinja-Männer dann nochmal durch einen Freistoß gefährlich, doch die Kugel wurde knapp am Kasten vorbeigeschlenzt. In der Schlussphase ließen die Kalsdorfer dann mit Zwei-Tore-Vorsprung Ball und Gegner laufen, doch tatsächlich kamen die Stadlinger mit dem 2:3 kurz vor Schluss ein zweites Mal heran, eine Flanke von der linken Seite konnte von den Kalsdorfern nicht ausreichend geklärt werden, Adama Traore hieß der Nutznießer, der die Partie noch einmal spannend machte (88.). In den Schlussminuten warfen die Candic-Männer nochmal alles nach vorne, doch der Ausgleich sollte nicht mehr fallen. Am Ende blieb es beim 3:2, der SC Kalsdorf holt einen äußerst wichtigen Dreier und kann sich aus dem Tabellenkeller vorerst befreien.

Franz Schauer (Sportlicher Leiter SC Kalsdorf): "Uns haben heute sieben Stammspieler gefehlt, wir hatten U17-Spieler auf der Bank. Wir wussten im Vorfeld, dass es eine harte Partie wird, nachdem Stadl-Paura auch gegen Gurten gut mitgehalten hat. Wir sind dann verdient mit 2:0 in Führung gegangen und haben sie dann nach einem vermeidbaren Elfmeter wieder ins Spiel zurückgeholt. In der zweiten Hälfte haben wir dann schnell das 3:1 gemacht und eine gelb-rote Karte kassiert, die so nicht passieren darf. Dann wurde es nochmal eng, aber nach dem 2:3 haben wir es dann relativ ohne Probleme zu Ende gespielt."

Taner Ari (Co-Trainer ATSV Stadl-Paura): "Wir haben bisschen zurückhaltend angefangen und dennoch mit einem Stangenschuss Pech gehabt, die Kalsdorfer haben besser begonnen als wir und nutzten zwei leichte Fehler von uns aus, die dir in dieser Liga einfach nicht passieren dürfen. Wir haben aber Moral bewiesen und danach bisschen das Kommando übernommen. Leider reichte es am Ende wiederum nicht für einen Punktgewinn. Nebenbei muss ich das Schiedsrichtergespann loben, sie haben ihre Sache super gemacht und den Kalsdorfern gratuliere ich zu den drei Punkten. Wir werden schon noch siegen."

Beste/r Spieler: Jure Volmajer (SC Kalsdorf)

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SC Copacabana Kalsdorf - ATSV Stadl-Paura 3:2 (2:1)

Sportzentrum Kalsdorf, SR Gerhard Lukas Meschnark, 200 Zuseher

SC Kalsdorf: Stiegler, Bevab, Sarac, Hajric, Appiah (59. Wolf), Mihelic, Stenzel, Neuhold (90.+4 Pfeiler), Sunagic, Volmajer, Mate

ATSV Stadl-Paura: Kuzmic, Ari, Milenkovic, Luzin, Radovanovic, Mitrovic (22. Seosolo), Markovic (51. Im/66. Kim), Mandic, Quenum, Traore, Bursac

Torfolge: 1:0 Jure Volmajer (10.), 2:0 Jure Volmajer (14.), 2:1 Aleksandr Luzin (30.), 3:1 Markus Stenzel (55.), 3:2 Adama Moustapha Traore (88.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-rote Karte für Paul Sarac (61., SC Kalsdorf, wiederholtes Foulspiel)

 

Foto: Rudi Knoll

Bericht: Pascal Stegemann 

 

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