Drei Chancen - drei Treffer: Effizente Weizer kicken Tillmitsch aus dem Steirercup

Zum Halbfinale des Champions-Steirer-Cups empfing der SC Weiz den Tabellenführer aus der Oberliga SV Fleischereimaschinen Schenk Tillmitsch. Nach 90 Minuten stand mit den Gastgebern ein SIeger fest, die Elf von Coach Jörg Schirgi setzte sich mit 3:0 durch. 20 Minuten Effizienz-Fußball reichte den Weizern aus, um drei Tore zu erzielen, denn die restliche Zeit hatten die Gäste den Ball fest in ihren eigenen Reihen. Um ein Spiel zu gewinnen, ist es aber zu wenig den Ball zu besitzen, man muss ihn auch ins Tor schießen. 

strahlhofer tobias purgstaller

Tobias Strahlhofer markierte einen Doppelpack 

Nach zehn Minuten führte Weiz mit 2:0

Bereits nach drei Minuten durften die zahlreich erschienenen Weizer-Fans das erste mal jubeln. Nach einem Aufbauspiel über die linke Seite - scheinbar waren einige Tillmitscher inkl. des Torhüters mit den Gedanken noch in der Kabine - sorgte Marko Prenkpalaj für die schnelle Führung für den Regionalligisten. Der Schock war bei den Tillmitschern noch nicht richtig verdaut, als Tobias Strahlhofer in Minute zehn den Vorsprung auf 2:0 ausbaute. Auch dieses Tor fand seinen Ursprung über einen Angriff über die linke Seite der Weizer.

Jetzt wachten die Gäste langsam auf und begannen dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Immer wieder mit der gefährlichen Achse Zündel - Dodlek - Schloffer - Hackinger, die sich gegenseitig die Bälle entlang der Box servierten. So richtig gefährlich wurde es aber im Strafraum nie - denn keiner der Tillmitscher Akteure brachte den Ball im Gehäuse unter - wohl auch, weil Weiz-Keeper Enrico Temmel durch schier unglaubliche Paraden glänzte und somit nicht zu bezwingen war. Mit dem 2:0 Pausenstand aus Sicht der Hausherren holte der, wie immer souveräne Schiedsrichter Alexander Harkam, die Protagonisten in die Kabinen.

Tillmitsch mit viel mehr Ballbesitz

Auch nach dem Wiederbeginn bot sich den rund 650 Besuchern ein ähnliches Bild. Tillmitsch zelebrierte Ballbesitzfußball, Weiz verwaltete den Vorsprung geschickt und verlagerte sich aufs Kontern. Jedoch waren die Gäste auch im zweiten Durchgang in der Gefahrenzone zu harmlos - der Ball wollte einfach nicht ins Tor. In einer Sturm- und Drangperiode der Gäste machte Strahlhofer mit seinem zweiten Tagestreffer den Sack endgültig zu und zerstörte den Tillmitscher Traum vom Cup-Finale. Nach einem Gestocher im Strafraum stand er zwischen Elfer und Sechszehner genau richtig und versenkte den Ball zum 3:0 in den Maschen. 

Jetzt war der Fisch endgültig geputzt, der Oberligist hatte jetzt kein adäquates Mittel mehr parat und musste mit einer Niederlage die Heimreise antreten. Am Ende feierte der SC Weiz und freut sich auf das Finale gegen den DSV Leoben. Gespielt wird am Pfingstmontag, den 29.05. um 17 Uhr - der Spielort wird ausgelost.

temmel enrico purgstaller

Weiz-Goalie Enrico Temmel war nicht zu knacken und glänzte durch unglaubliche Paraden

 

Stimmen zum Spiel:

Jörg Schirgi, Trainer Weiz:

"Nach dem sehr intensiven Spiel gegen Deutschlandsberg ist uns in den letzten dreissig Minuten ein wenig der Saft ausgegangen. Wir haben aber nach der schnellen 2:0 Führung eigentlich die Partie routiniert und reif fertiggespielt und schlussendlich verdient gewonnen."

Marcel Hofer, sportlicher Leiter Tillmitsch:

"Wir waren meiner Meinung nach die besseren Mannschaft. Wir haben einen sehr Auftritt hingelegt. Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen, wir hätten uns mehr verdient. Das 0:3 spiegelt den Spielverlauf nicht wieder. Großes Lob an unser Team. Wir haben zum wiederholten Male bewiesen, das wir uns auch gegen Regionalligamannschaften gut verkaufen können. Jetzt heisst es für uns wieder den vollen Fokus auf die Meisterschaft zu legen."

 

SC ELIN WEIZ - SV FLEISCHEREIMASCHINEN SCHENK TILLMITSCH 3:0 (2:0)

Torfolge: 1:0 (3. Prenkpalaj), 2:0 (10. Strahlhofer), 3:0 (87. Strahlhofer)

Stadion Weiz; 650 Besucher; SR Harkam - Macher - Temmel

Liveticker Weiz - Tillmitsch

  

Aufstellungen:

Weiz: Enrico Temmel, Emmanuel Okeke James, Tobias Strahlhofer, Jan Niklas Ostermann (77. Hinteregger), Emre Koca (HZ Poposki), Markus Stenzel (86. Steinlechner), Raffael Mohr (65. Krapfenbauer), Roman Hasenhütl (K), Marko Krajcer, Lukas Strobl, Marko Prenkpalaj (HZ Hirner)

SV Fleischereimaschinen Schenk Tillmitsch: Patrick Krenn - David Immanuel Otter, Emir Dautovic - Thomas Zündel, Dominic Andre Langbauer (K), Sven Dodlek (83. Hüttler), Simon Johannes Scheucher (33. Llambi), Paul Krizanac (58. Koinegg), David Kevin Schloffer - Dominik Hackinger, Lukas Liebmann (58. Radai)

 

by René Dretnik

Fotos: Richard Purgstaller

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