Sensation! ATSV Wolfsberg schöpft nach Sieg neue Hoffnung

Vor dem Donnerstagsspiel ASCO ATSV Wolfsberg gegen SK Vorwärts Steyr waren die Rollen klar verteilt. Die Oberösterreicher, seit Beginn der Saison im Spitzentrio dabei, brennen immer noch auf Punkte, obwohl der Aufstieg seit der brisanten Winterpause kein Thema mehr ist. Auf der Gegenseite müssen für die Kärntner in jedem Spiel 110 Prozent entscheiden, nur so kann der direkte Wiederabstieg noch verhindert werden. Mit einem überraschenden 2:1 Sieg in einem wahren Krimi haben die Wolfsberger neues Selbstvertrauen erlangt und sind jetzt heiß auf den Endspurt der Regionalliga Mitte.

Blitzstart der Gäste

Die ambitionierten, von Ex-Profi Marcel Ketelaer betreuten SKV-Kicker konnten nach zwei Spielen ohne ihren Goalgetter wieder auf Rade Djokic bauen. Und von Anpfiff weg war klar, wer Favorit in diesem Duell ist. Vorwärts gewann den Münzwurf, holte sich damit den Anstoß. Mit dem ersten Angriff gab es auch schon den ersten Freistoß, getreten vom 31-jährigen Bosnier. Der Nutznießer der präzisen Flanke war Michael Popp. Der Abwehrmann netzte per Kopf zum frühen 1:0 ein (1.). Die Stimmung der mitgereisten Zuschauer stieg, und so begannen die Gäste, das Spiel an sich zu reißen. Djokic verpasste es aber, per Volley frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen (11.). Nach einer tollen Flanke von Jonas Warmuth verbuchte im Anschluss Thomas Heine den ersten Schuss für die Heimischen (17.). Neben dem Gegentreffer hatten die Kärntner noch eine negative Erfahrung in der ersten Halbzeit. Jungtalent Warmuth musste nach 36 Minuten ausgetauscht werden, der für ihn gekommene Hannes Wibmer machte sich gleich mit einem strammen Schuss bekannt (39.). Nach einem zu harmlos getretenen Freistoß von Dragan Dimic (43.) war die erste Halbzeit beendet.

Video vom Tor zum 2:1

Tor 2:1 Wolfsberg 93

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Wolfsberg kommt aktiv aus der Kabine

Nach Wiederanpfiff war es wieder Heine, der den ersten Impuls setzte. Sein gut angetragener Schuss kullerte aber links am Kasten von Reinhard Großalber vorbei (51.). Die Steyrer zogen abermals ihre Möglichkeiten aus Standardsituationen. Wieder Djokic am Ball, seinen Schuss aus rund 30 Metern konnte ATSV-Goalie Max Friesacher wegfausten (63.). Der eingewechselte Philipp Sattler war es auf der Gegenseite, der mit einem weiteren Versuch aus größerer Distanz scheiterte (69.). Auch ohne zahlreiche verletzte Spieler begann dann die beste Phase der Gastgeber. Und nach 89 Minuten gelang dann auch der inzwischen verdiente Ausgleich: Toller Lochpass auf Christoph Joham, der das Spielgerät in die Mitte passte. Dort stand Marcel Stoni goldrichtig und drückte zum 1:1 in die Maschen (89.). In den Schlussminuten wurde es noch einmal richtig dramatisch. Nach weitem Abschlag von Friesacher brachten sowohl Stoni als auch Sattler den Ball nicht unter Kontrolle, letzterer leitete aber gekonnt weiter in den Lauf von Florian Rabensteiner. Der stürmende Innenverteidiger bediente seinen Nebenmann Alexander Kiristis, der sich nicht bitten ließ und per Dropkick sehenswert zum Endstand von 2:1 abzog (93.). Kur darauf war Schluss in Wolfsberg, wo der erste Befreiungsschlag gefeiert werden kann.

ASCO ATSV Wolfsberg : SK Vorwärts Steyr 2:1 (0:1)

atsvArena, 250 Zuschauer, SR Josef Rieberer

Torfolge: 0:1 (1.) Michael Popp, 1:1 (89.) Marcel Stoni, 2:1 (93.) Alexander Kirisits

Stimmen zum Spiel:

Gerald Perzy, sportlicher Leiter Vorwärts Steyr: "Es ist sehr schade, wenn in der letzten Minute eine Partie auf den Kopf gestellt wird und damit die Punkte flöten gehen. Die Mannschaft hat einfach ab der 60., 70. Minute zu wenig getan, dann kann so eine Partie schon noch kippen. Das hätte gerade gegen den Tabellenletzten aber nicht passieren dürfen und ist damit sehr bitter."

Die Besten: Thomas Heine, Alexander Kirisits bzw. Michael Popp, Daniel Petrovic

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