Spiel der Runde 9: Steirisches Duell um die Tabellenspitze?

Zum Abschuss der neunten Runde der Regionalliga Mitte, kommt es zum Duell der steirischen Teams SV Licht-Loidl Lafnitz und SC Kalsdorf. Nach acht gespielten Partien liegen die Teams nur durch einen Punkt getrennt auf Rang zwei beziehungsweise fünf. Auch auf den Tabellenführer AZSV Stadl-Paura fehlt nicht viel, Kalsdorf hat auf Platz fünf nur zwei Punkte Rückstand auf den Leader. Dieses absolute Top-Duell, machte uns die Entscheidung für ein "Spiel der Runde" eigentlich ziemlich leicht. Jetzt Trainingslager buchen!

 

Die Ausgangslage

Wie im Intro erwähnt, befinden sich beide Teams in den Top-5 der aktuellen Tabelle. Rund um Leader Stadl-Paura geht es allgemein sehr knapp zu. Die Oberösterreicher konnten bisher 18 Punkte erobern, dahinter folgen je zwei Teams mit 17 bzw. 16 Punkten. Zu diesen zählen auch die Kontrahenten aus diesem "Spiel der Runde": der SV Lafnitz hat 17 Zähler, der SC Kalsdorf 16. Klarerweise hoffen beide Teams mit einem Sieg näher an die Tabellenführung heranzukommen. Das Gefühl ganz oben zu stehen kennen die Mannschaften bereits, der SC Kalsdorf stand von Runde 3 bis 5 an der Spitze, der SV Lafnitz nach den Runden 6 und 7. 

 

SV LICHT-LOIDL Lafnitz - Stärken & Schwächen

Die größte Stärke der zweitplatzierten Feldhofer-Elf war bisher ganz klar die Defensive, in acht Matches musste man erst drei Gegentreffer hinnehmen, in keiner Partie kassierte man mehr als ein Tor. Beides stellt in der Liga einen absoluten Spitzenwert dar, kein Team musste weniger oft den Ball aus dem eigenen Netz tragen. Besonders hervorzuheben ist, dass Torwart Andreas Zingl gegen die zwei offensivstärksten Teams der Liga (DSC & Stadl-Paura), keinen einzigen Treffer beklagen musste. Die Abwehr steht also besonders in Topspielen sehr stabil. 

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Seide Defensive hatte Coach Ferdinand Feldhofer bisher immer sehr gut aufgestellt

 

Im Gegensatz zur Hintermannschaft läuft es bei der Offensive noch nicht perfekt. An die starke Leistung aus der Vorsaison (drittbeste Offensive) konnte vorne noch nicht ganz angeschlossen werden, nur vier Teams erzielten bisher weniger Tore als die Lafnitzer. Bemerkbar macht sich natürlich auch das Fehlen der vielen Tore von Michael Tieber, bisher gelangen ihm in acht Partien "nur" drei Tore (zum Vergleich: im Vorjahr waren es 19 Treffer in 28 Einsätzen). Freilich können sich beide Statistiken mit nur einem Kantersieg gravierend ändern, die "Kritik" ist ohnehin Jammern auf sehr hohen Niveau. 

 

SC Kalsdorf- Stärken & Schwächen

Beim SC Kalsdorf sieht es da schon etwas anders aus. In der selben Anzahl an Spielen kassierte man drei Mal so viele Gegentore wie der kommende Gegner, im Schnitt musste Torwart Christoph Weissenbacher etwas mehr als einmal pro Partie hinter sich greifen. 

Dafür waren die Kalsdorfer offensiv deutlich erfolgreicher, ganze fünf Treffer ist man den Lafnitzern voraus. Die 15 Treffer gehen jedoch hauptsächlich auf das Konto zweier Akteuere: Andreas Fischer netzte bisher sechs Mal, Nikola Frljuzec vier Mal. Wahrscheinlich also, dass sich die starke Defensive der Lafnitzer sehr auf diese zwei Offensivspieler konzentrieren wird.

 

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Andreas Fischer erzielte bisher mehr als ein Drittel aller Treffer des SC Kalsdorf

 

Die letzten direkten Duelle:

Vor garnicht allzu langer Zeit matchen sie die beiden Teams bereits in einem Pflichtspiel - am 3.6.2016 bezwang der SV Lafnitz den SC Kalsdorf im Rahmen des Steirercups zuhause mit 2:0.

Auch das letzte direkte Duell in der Liga endete mit 2:0 - ebenfalls für das Heimteam SV Lafnitz. Im Hinspiel der vergangenen Saison konnte sich der SC Kalsdorf jedoch mit 3:0 durchsetzten.

 

Fazit:

Unterm Schnitt sehe ich die Lafnitzer in diesem Match doch als den, trotz der geringen Punktedifferenz klaren, Favoriten.

Das hat für mich drei Gründe:

1. Der SV Lafnitz hat das Heimrecht - zuhause gewann man bisher alle vier Spiele, Torverhältnis 8:1. 

2. Die Feldhofer-Elf gewann die letzten beiden direkten Duelle - ebenfalls auf eigenem Boden

3. Gerade in Topspielen war die Lafnitzdefensive bisher immer sehr stabil; die Offensive der Kalsdorfer konzentriert sich zudem auf zwei herausragende Akteure

 

Wer sich das Spiel nicht live ansehen kann, ist wie immer mit unserem Liveticker bestens bedient.

 

geschrieben von Martin Kamper


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