Regionalliga Ost

Was wurde aus...? Trainer Robert Haas im Gespräch

Robert Haas war in den vergangenen zwei Saisonen ein Fixbestandteil in der Trainerriege der Regionalliga Ost, ehe sich nach zwei Spielen in der Saison 2018/19 die Wege zwischen Traiskirchen und ihm trennten. Er hatte vor fünf Jahren Traiskirchen am Tabellenende der 2. Landesliga Ost übernommen, führte den Verein von unten weg und feierte den Aufstieg in die 1. Landesliga. Ab der Saison 2016/17 war er mit seinem Ex-Klub in der Regionalliga Ost aktiv, die Mannschaft etablierte sich im Mittelfeld der neuen Liga und landete im vergangenen Jahr auf Rang 8. Ligaportal.at hat bei Robert Hass nachgefragt, was sich bei ihm in den letzten Monaten nach der Trennung getan hat und wie seine sportliche Zukunft aussieht.

Abstand hat gutgetan

Nach fünf Jahren bei seinem Ex-Verein konnte Robert Haas erstmals seit langer Zeit wieder etwas durchschnaufen. Viele Jahre war er zu Beginn seiner Trainerkarriere im Nachwuchsbereich von Rapid als Coach tätig, war dabei auch Co-Trainer von Rapid II. Seine nächsten Trainerstationen waren Mannsdorf und Ostbahn XI, ehe er bei Traiskirchen andockte und dort fünf Jahre als Coach fungierte.

"Ich war fast 12 Jahre hintereinander Trainer, es war nach der Trennung zunächst schon komisch, nach der Arbeit nicht zum Training zu fahren. Es hat mir aber gutgetan, einen gewissen Abstand zu bekommen, ich war auch nicht sehr oft auf Fußballplätzen, habe nur bei meinem Sohn bei Stripfing öfters zugesehen", blickt Haas auf die letzten Monate zurück.

"Ich kann mir ein Engagement inzwischen wieder gut vorstellen"

Robert Haas war seit Augst des letzten Jahres nicht mehr als Coach tätig, hat die zusätzliche Freizeit durchaus genossen. "Es hat schon den einen oder anderen Kontakt gegeben, es ist mir aber sehr wichtig, dass immer eine gewisse Zielsetzung da ist und deshalb habe ich auch Angebote abgelehnt. Wenn ich im Gespräch das Gefühl habe, dass ich zum Verein passe und man das Entwicklungspotential und den Zusammenhalt im Verein sieht, dann kann ich mir inzwischen ein Engagement gut vorstellen. Sollten Anfragen kommen, bin ich gerne bereit, mich zusammenzusetzen."

Robert Hass hat bereits bei seinen letzten Stationen nicht nur bewiesen, dass er mit einer Mannschaft von unten wegkommen und Vereine zu Aufstiegen führen kann, er hatte zuletzt auch gezeigt, dass er ein Team stabil in der RLO halten und mit jungen Spielern zusammenarbeiten kann.

"Der Weg mit jungen Spielern ist der richtige"

Die Zukunft des Fußballs in Österreich, mit dem Hintergrund, dass viele Vereine sich finanziell mehr zur Decke strecken müssen und vermehrt auf junge Akteure bauen, wird zum Abschluss des Gesprächs auch thematisiert. "In der RLO gibt es ja die Jugendregelung, wodurch die Vereine sowieso gezwungen sind, junge Spieler einzusetzen. In den Ligen darunter hat man Eigenbauspielerregelungen. Man sieht, dass die Klubs vermehrt versuchen, Akteure aus der Ortschaft und Umgebung einzusetzen, dies macht sicher Sinn, da die Zuseher die Einheimischen am Platz sehen wollen. Der Weg mit den Jungen ist sicher der richtige, da ich auch gerne mit jungen Spielern arbeite, ist es nur ein Vorteil", erklärt Robert Haas abschließend.

 

 

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