Spieler mit Qualität verpflichtet - Leobendorf bereitet sich auf harten Abstiegskampf vor

"Am Anfang der Saison haben wir gedacht, dass es mit Fußballspielen ohne Druck auf den Ball geht, wir haben gleich zweimal Schiffbruch erlitten. Wir fingen uns und gewannen zweimal, danach folgten vier Partien gegen die vorderen Mannschaften und wir waren bis auf das Spiel gegen Stripfing gut dabei, haben aber immer wieder situationsbedingte Fehler begangen. Dann sind wir nicht mehr in Tritt gekommen, waren vorne nicht konsequent genug und neun Tore sind unterirdisch. Auf der anderen Seite kassierten wir zu einfache Tore, von vorne bis hinten waren wir nicht bereit die Räume zu schließen und konsequent zu arbeiten", analysiert SV Leobendorfs Coach Sascha Laschet die erste Phase der abgelaufenen Herbstmeisterschaft.

Sieben Zugänge

"Gegen Draßburg habe ich gedacht, dass uns der Turnaround gelingen könnte, wir hatten aber schon Verletzungsprobleme und Sascha Viertl musste in der 30. Minute raus. Danach ist viel zusammengekommen, wir waren keine Mannschaft und einzelne Spieler agierten zu egoistisch. Im Winter haben wir daher reagiert, der Zusammenhalt ist bei uns jetzt das wichtigste. Wir haben Spieler mit Qualität und zwei Akteure mit Potential verpflichtet, dabei wurde darauf geachtet, dass Typen zu uns kommen. Ich bin zu 100% überzeugt, dass wir den Abstieg noch abwenden können", so Leobendorfs Coach weiter. Nach 16 Spielen überwintert der Verein mit acht Punkten auf dem 16. Platz der Regionalliga Ost.

Im Kader für das Frühjahr gab es einige Änderungen, Coskun Kayhan (zu Elektra), Patrick Uhlig, Marko Stevanovic und Andreas Tiffner werden in der Rückrunde nicht mehr für Leobendorf auflaufen. Fabian Maierhofer macht zudem eine Karrierepause und steht nicht zur Verfügung. Auf der anderen Seite wurden sieben Spieler mit an Bord geholt, Marco Miesenböck und Patrick Haas wechselten innerhalb der Liga von Stripfing zu Leobendorf. Philip Holzer war zuletzt bei Wr. Neustadt und Innenverteidiger Gabriel Bayer kommt von Mauerwerk. Nemanja Marinkovic und Aleksandar Milakovic stießen aus der 1. NÖ Landesliga von Schrems zur Mannschaft, Dino Rusovic von der Austria Akademie.

Leobendorf befindet sich seit zwei Wochen in der Vorbereitung auf das Frühjahr, am letzten Dienstag testete man gegen Horn, ging in Führung und es stand zur Pause 1:1. Nach sieben Wechsel in der Halbzeit verlor man noch 1:6, der erste Test war laut Laschet in Ordnung. Weitere sieben Vorbereitungsmatches waren geplant, die Young Violets und die Vienna (aufgrund eines Cup-Spiels) mussten aber absagen. Anfang Februar absolviert die Mannschaft ein Trainingslager in Sevilla, auch dort steht ein Testspiel am Programm.

"Liga in diesem Jahr stärker"

"Im Vorjahr war die Liga qualitativ nicht so gut wie in diesem Jahr, es wird auch im Frühjahr jeder jeden schlagen können und es kann schnell gehen, wenn man einen Lauf bekommt. Wir müssen auf uns selbst schauen und von Spiel zu Spiel denken, wir werden nicht auf die Tabelle, sondern auf unser Team achten", blickt Sascha Laschet auf das bevorstehende Frühjahr.

 

 

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