Marchfeld Donauauens sportlicher Leiter Matthias Kopica: "Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren"

Mitte März wurden von der Bundesregierung Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus bekanntgegeben, der österreichische Fußball steht dadurch vor einer großen Herausforderung und alles derzeit still. "Wir haben am Anfang noch gehofft, dass wir mit der Kampfmannschaft und der KM II vor bis zu 500 Zuschauern spielen können, nachdem aber wenige Tage später neue Verordnungen mitgeteilt wurden, ist es nicht mehr gegangen. Es wurde beschlossen, dass die Schulen zusperren, wir haben sofort den Trainingsbetrieb eingestellt, da es um den Schutz unserer Kinder gegangen ist. Der Spielbetrieb ist momentan bis April eingestellt, mittlerweile spielt die Bundesliga bis Mai nicht", fasst FC Marchfeld Donauauens sportlicher Leiter Matthias Kopica die Ereignisse der letzten Tage und Wochen zusammen.

Unterstützung der Vereine als zweiter Schritt

Für den österreichischen Fußball stellt sich in dieser einschneidenden Zeit die Frage, wie und wann es wieder weitergehen kann. „Es sind noch gut zehn Tage bis April, wenn die Maßnahmen greifen und nach Ostern das Ansteckungsrisiko in den Griff bekommen worden ist, könnte man das Frühjahr vielleicht mit höchstens 500 Fans weiterspielen. Die EM wird nicht ausgetragen und es gibt daher die Möglichkeit die Saison nach hinten zu verlängern, es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation bis April entwickelt", so Kopica. Der sportliche Leiter des Tabellenführers der Regionalliga Ost ergänzt dazu: "Es ist alles ein Blick in die Glaskugel, das Virus ist sehr aggressiv und man kann noch nicht beurteilen, ob die Saison fertig gespielt werden kann."

Auch der finanzielle Aspekt darf in dieser herausfordernden Zeit nicht außer Acht gelassen werden, fast alle Vereine sind hauptsächlich auf Sponsoren angewiesen und man ist davon abhängig, wie es der Wirtschaft geht. "Man kann nur hoffen, dass so wenig Vereine wie möglich von der Krise betroffen sein werden, in einem nächsten Schritt wäre es sicher vernünftig, die Vereine auch zu unterstützen", meint Matthias Kopica.

"Wenn alle mitwirken, ist es schneller vorbei!"

Die Spieler von Marchfeld Donauauen sind mit den Trainer und den Vereinsverantwortlichen derzeit per WhatsApp in Kontakt und absolvieren ein Heimprogramm, können aber nur bedingt in die Natur raus und für die Spieler ist es laut Kopica auch fad, vier Wochen nur zu laufen. Der Trainer der KM II hat bei seinen Spielern durchgefragt und bekam von allen ein Daumen hoch, der Verein hofft, dass es so weitergeht und alle gesund bleiben. "Jetzt heißt es Ruhe zu bewahren und die Gesundheit steht im Vordergrund. Wenn alle bei den Maßnahmen mitmachen, ist alles auch schneller vorbei", so der sportliche Leiter des Spitzenreiters der RLO.

 

 

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