FC Marchfeld Donauauen - Ready für den Neustart!

Beim "Fast-Meister" der Regionalliga Ost, FC Marchfeld Donauauen, hat nach dreimonatiger Coronapause mit den ersten Lockerungen durch die Bundesregierung auch der Ball wieder zu rollen begonnen. Zunächst Mitte Juni mit den ersten Einheiten in Kleingruppen und dann (hoffentlich) Anfang Juli, nach Erlaubnis des Gesundheitsministeriums, auch wieder mit echtem Mannschaftstraining. Der Sportliche Leiter des Vereins, Matthias Kopica, hat mir im Gespräch einen kleinen Einblick in die ersten Einheiten gegeben, wie man mit der Krise auch im Verein umgegangen ist, bspw. bei Spielergehältern und wie er die unmittelbare Zukunft für viele Amateurvereine in Österreich sieht.

Verein freut sich auf Neustart!

Während der Coronazeit waren alle Spieler des Vereins zum "Home-Office" gezwungen und konnten ihrer Lieblingsbeschäftigung, Fußball, nicht nachgehen. Seitdem nun die ersten Lockerungen der Bundesregierung auch für den Amateurfußball gelten, konnte Cheftrainer Carsten Janker erste Einheiten in Kleingruppen abhalten. "Da kam es dann auch vor, dass das Trainerteam einen langen Tag mit gleich drei Einheiten am Trainingsplatz verbracht hat, da die Kampfmannschaft in drei Kleingruppen eingeteilt und zeitlich versetzt am Training teilnahm", erläutert Kopica die Anfänge des Neustarts. "Manche Spieler haben sich dann auch privat getroffen und Fußball gespielt, da in solchen Fällen die Auflagen weniger streng sind." Neben dem Sportlichen war aber auch das Wirtschaftliche ein wichtiger Punkt, den es während der Krise zu regeln galt. "Auf Vorstandsebene hat man sich mit den Spielern geeinigt, dass die Hälfte der Gehälter auch während der Zwangspause weiterhin gezahlt werden", führt der Sportliche Leiter aus. Ob die neue Meisterschaft nun mit Anfang September beginne oder doch schon Ende August, eine entsprechende Vorbereitungszeit ist auf jeden Fall notwendig. "6-8 Wochen braucht das Trainerteam um die Jungs wieder spieltfit zu bekommen. Vieles ist aber natürlich auch davon abhängig wie der weitere Verlauf der Krankheit aussieht. Da kann es sehr schnell gehen, wie man in Deutschland und anderen europäischen Ländern sieht und die Lockerungen sind von heute auf morgen schon wieder zurückgenommen.

 

Transfermarkt als großes Fragezeichen!

Dass wohl ein Teil der Mannschaft zu anderen Vereinen wechseln wird, ist dem Verantwortlichen durchaus bewusst. "Dass uns ein Teil der Mannschaft abhanden kommen wird, ist klar. Mit dem anderen Teil wird mit neuen Spielern eine Mannschaft aufgestellt, die logischerweise nicht so viel mit dem heurigen Team zu tun haben wird. Der Markt wird entsprechend sondiert, doch für gewöhnlich ist das Transferfenster von Anfang bis Mitte Juli geöffnet. Da zu diesem Zeitpunkt heuer aber auch noch die 2. Liga ihre Meisterschaft zu Ende spielen muss und einige Spieler auch für Vereine in der Regionalliga Ost interessant sind, stellt sich natürlich die Frage ob das Transferfenster zu einem späteren Zeitpunkt abermals geöffnet wird", gibt Kopica zu denken. "Falls der ÖFB dies nicht genehmigt, muss man mit dem bis Mitte Juli geholten Spielermaterial das Beste rausholen, die Hausaufgaben zu erledigen und eventuell im Winter nochmals nachjustieren", ist das nächste halbe Jahr wohl für keinen Verein einfach. Wie es in den nächsten Wochen weitergeht bleibt spannend abzuwarten. Matthias Kopica freut sich wie der gesamte Verein aber bereits auf den Neustart!

 

Marco Wiedermann

 

 

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