SC Wiener Linien blickt trotz Krise optimistisch in die Zukunft!

"Die Coronakrise hat so gut wie jeden Sportverein in Österreich an seine Grenzen gebracht. Sowohl was die Sportlichen Bereiche, noch viel mehr jedoch was den wirtschaftlichen Aspekt betrifft." In meinem Gespräch mit dem Sportdirektor von Regionalliga-Ost Mannschaft SC Team Wiener Linien, Branko Majic, habe ich mich über die vergangenen Monate, die aktuell durchaus noch angespannte Lage des Vereins, sowie über die mittel- und langfristige Zukunft unterhalten. Außerdem warnt er vor langfristigen Folgen, das ein eventuelles Vereinesterben mit sich bringen könnte.

Wirtschaftliche Folgen nicht absehbar!

Dass die Schäden durch die Coronakrise nicht zu verhindern waren, ist auch dem 31-Jährigen klar. "Als der Lock-Down kam, haben wir natürlich zunächst das Beste daraus gemacht und den Spielern ein Heimprogramm zusammengestellt, welches sie auch sehr konsequent abgearbeitet haben. In der Zwischenzeit haben wir auch viele Gespräche mit unseren Sponsoren geführt, die in weiterer Folge ihre Unterstützungen zurückfahren oder ganz einstellen mussten", so Majic weiter. Dass es sich bei den Geldgebern um Klein- bis Mittelunternehmen handelt und diese selber mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatten, trug seines dazu bei. "Viele Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit geschickt werden, da fehlen natürlich auch die Mittel um uns zu unterstützen." Mit den Spielern konnte man außerdem Kompromisse erarbeiten. Die lang versprochene und auch heiß ersehnte Unterstützung durch die Bundesregierung lässt jedoch weiter auf sich warten. "Wir haben nach wie vor keine Infos von den zuständigen Behörden erhalten. Es gibt nicht einmal noch ein Antragsformular obwohl uns bereits vor Wochen Hilfe versprochen wurde", zeigt sich der Verantwortliche für Sport und Jugend dann doch auch ein wenig verärgert. " Dieses Informationsloch und die fehlende Planungssicherheit sind ein wirklich großes Problem."

Kinder und Jugendlichen Plattform bieten!

Der Verein mit dem drittgrößten Nachwuchs in Wien, sieht sich auch in der Verantwortung im Hinblick auf den sozialgesellschaftlichen Aspekt des Sports. "Wenn Vereine sterben ist das nicht nur sportlich ein Verlust. Viele Kinder und Jugendliche haben durch den Sport, das betrifft alle Sportarten, einen sozialen Haltepunkt, tun etwas für ihre Gesundheit und schließen Freundschaften. Die langfristigen Folgen die sich durch diese Verluste ergeben würden, sind weit höher als jene, um die knapp 15.000 Sportvereine in Österreich zu unterstützen", gibt Majic zu denken. 

Sportliche Zukunft schon früh geklärt!

"Wir haben trotz Unsicherheiten sehr früh die Pläne für das nächste Jahr abgeschlossen. Ende Mai war bereits der Ablauf für den Sommer vorliegend, die Spieler für die kommende Saison in der Mannschaft gehalten, einige Jugendspieler hochgezogen. Bis letzte Woche haben wir mit den entsprechenden Abstandsregeln trainiert, nun ist Pause. Klar ist der frühere Saisonbeginn nicht ideal, denn ursprünglich war der Meisterschaftsbeginn mit Anfang September geplant und wir beginnen aufgrund dieser Annahme erst Mitte Juli mit der Vorbereitung. Doch auch diese Herausforderung werden wir meistern. Wir freuen uns jedenfalls bereits alle auf den Saisonstart", blickt Majic optimistisch in die Zukunft.

 

Transfers:

Zugänge: -

Abgänge: - 

 

 

Marco Wiedermann

 

 

DAZN: Champions & Europa League, Top-Fußball live - jetzt Gratismonat starten