1. WNSC will wieder wachsen!

Die letzten Jahre waren für den 1. Wiener Neustädter SC alles andere als leicht. Sowohl sportlich als auch finanziell war der Verein aus Niederösterreich nicht gerade verwöhnt und deshalb möchte man ab der kommenden Saison auch endlich wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Dafür wurde einiges im Club umgekrempelt, sei es von der Club-Führung über die Verantwortung der sportlichen Agenden bishin zur Unterstützung durch die Stadt. Der 1. Wiener Neustädter SC will wieder wachsen.

 

SC nimmt sich viel vor

Unter der Woche gab der WNSC in einem Cafe in Wiener Neustadts Innenstadt den Medienvertretern Auskunft über die aktuelle Lage im Verein. Und das in gleich in mehreren Punkten. Rede und Antwort standen sowohl Vorstand Rainer Sprenger, als auch Sportchef Heinz Griesmayer und Cheftrainer Oliver Oberhammer.

Sportlich

Sportchef Giesmayer weiß um die finanziell präkere Lage des Vereins: „Wegen des Geldes sind die allermeisten nicht hier“, musste er andere Argumente, als monetäre finden, um Spieler vom sportlichen Reiz des Vereins zu überzeugen. Es grenzte laut ihm an ein kleines Wunder, mit dem zur Verfügung stehenden Budget einen derart guten Kader zusammenstellen zu können. "Einige Spieler hatten bei weitem bessere Angebote", meint Griesmayer. Das gilt auch für einige der jungen Spieler: „Sie haben wir überzeugt, dass Wiener Neustadt für sie der richtige Wege ist, um sich weiterzuentwickeln.“ Die Handschrift von Neo-Trainer Oberhammer sei bereits erkennbar. Die Saisonvorbereitung sei durchaus nach den Vorstellungen der SC-Verantwortlichen verlaufen, wenngleich Oberhammer unterstreicht: „Man darf sich jetzt nicht erwarten, dass es immer nur kontinuierlich nach oben geht. Jetzt läuft es gut, es wird wirklich spannend zu sehen, wie es wird, wenn es einmal nicht so ist.“ Wichtig sei, dass man sich innerhalb des Vorstands auf einer Wellenlänge bewege. Mit dem Abstieg wollen die Blau-Weißen in dieser Speilzeit nichts zu tun haben: „Wir wollen einen Platz im Mittelfeld“, gibt Vorstand Spenger die Marschrichtung für die Regionalliga vor.

Wirtschaftlich

Präsident Hani Habib übernahm vor knapp zwei Jahren gemeinsam mit Sprenger die Agenden und konnte kontinuierlich die Altlasten des Vereins abbauen. Laut Spenger von 800.000 Euro auf 240.000 Euro. „Dafür, dass die Meisterschaft zweimal abgebrochen wurde, ist das schon ganz beachtlich“. Die Unterstützung von Präsident Habib sei wirklich ausgezeichnet: „Ohne ihn hätten wir wahrscheinlich schon zugesperrt.“ Um finanziell auf besseren Beinen stehen zu können, seien auch die Mieteinnahmen aus internationalen Spielen enorm wichtig. Das Ziel für die kommende Saison ist es, die Schulden weiter drastisch zu reduzieren „oder vielleicht sogar gegen null zu bringen“, erklärt Spenger: „Große Sprünge sind deshalb nicht drinnen.“

Infrastrukturell

Internationale Testspiele, so wie Länderspiele der ÖFB-Frauennationalmannschaft sollen weiterhin regelmäßig im Wiener Neustädter Stadion stattfinden. Aktuell stünden noch jede Menge Container auf dem Gelände. Der Gemeinderat beschloss, die Erweiterung um die notwendigen Nebenräumlichkeiten mit 250.000 Euro zu unterstützen. Eigentlich sollte die Bauphase bereits anlaufen. „Ich sage es ganz ehrlich, es hätte schon losgehen sollen, aber es verzögert sich etwas. Ich weiß auch nicht genau, woran das liegt.“ Auch kleinere Projekte stehen an: Im VIP-Raum entsteht eine Legendenlounge, in der ehemalige Spieler die Matches des SC verfolgen können. Außerdem werden aus aktuellem Anlass – Zusammenbruch von Christian Eriksen bei der EM – zwei neue Defibrilatoren angeschafft.

Organisatorisch

Das Vorstandsteam mit Dr. Hani und Sohn David Habib sowie Rainer Spenger soll im Saisonverlauf Zuwachs bekommen. „Wir waren jetzt zwei Jahre im Krisenmodus. Mich zerreißt es langsam“, gibt Spenger zu: „Es schaut nicht schlecht aus, dass im Herbst, wer dazukommt.“ Mit der Torwartschule von Rapid-Tormann Richard Strebinger und dem Hilton Hotel im Stadtpark gibt es neue Kooperationspartner. Treue Abo-Besitzer werden bis zum Winter nichts zahlen müssen. „Es hat in den vergangenen zwei Jahren kein Einziger gesagt, er will sein Geld zurück, obwohl sie ja maximal die halbe Leistung für ihr Geld bekommen haben“, bedankt sich Spenger für das Verständnis der Anhängerschaft, genauso wie bei den Sponsoren, die ebenfalls voll zahlten und allesamt weiter an Bord sind.

 

MW

 

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