GESCHAFFT - Vienna kehrt in Profifußball zurück!

„Gratulation an meine Mannschaft. Wir haben gehalten, was wir zu Beginn der Saison versprochen haben“, freute sich der erst 28-jährige Erfolgstrainer Alexander Zellhofer. Mit dem 0:0 bei ASK-BSC Bruck/Leitha gestern Abend stand es endgültig fest: Der First Vienna FC 1894 kehrt 5 Jahre nach dem Zwangsabstieg in die fünfte Liga, in den Profifußball zurück. Eine Runde vor Schluss liegt man sechs Zähler vor dem direkten Konkurrenten Stripfing, das zwar ein Spiel weniger ausgetragen hat, den Tabellenführer aber aufgrund des direkten Duells nicht mehr überholen kann. Nach Schlusspfiff kannte der Jubel vor 750 Zuschauern im Brucker Parkstadion keine Grenzen.

"Happy und extrem stolz"

Es ist vollbracht: Der First Vienna FC 1894 fixiert mit einem 0:0-Unentschieden gegen Bruck an der Leitha den Aufstieg in die ADMIRAL 2. Liga. Dem ältesten Fußballverein Österreichs gelingt damit ein fulminantes Comeback und die lang ersehnte Rückkehr in den österreichischen Profifußball. Nach dem Regionalliga-Abstieg 2014 und der Zwangsrelegation 2017 in die fünfte Liga hat sich der sechsfache österreichische Meister neu ausgerichtet und die nächste Hürde auf seinem Weg zurück souverän gemeistert. Langfristiges Ziel bleibt die Rückkehr in die höchste Spielklasse.

Angefeuert von Hunderten mitgereisten Anhängern kehren die Blau-Gelben nach acht Jahren Mittelmäßigkeit ins Profigeschäft zurück. Mit dem 0:0-Unentschieden über den ASK-BSC Bruck/Leitha gelang dem Traditionsklub aus Döbling der Aufstieg von der Regionalliga Ost in die ADMIRAL 2. Liga. Durch den Sieg/das Unentschieden bei den Niederösterreichern liegt die Truppe von Trainer Alexander Zellhofer eine Runde vor Schluss der Regionalliga Ost uneinholbar vor Verfolger Stripfing. In der letzten Runde steigt am 27. Mai die ultimative Meisterparty gegen den Sportclub zu Hause auf der Hohen Warte.

Das Stadion in Bruck verwandelte sich schon während des Spiels in ein einziges riesengroßes Unterseeboot. „We all live in a yellow submarine“ stimmten die Fans an. Mit Schlußpfiff brachen alle Dämme und im Freudentaumel stimmten Fans und Mannschaft all die wunderschön kultigen Lieder an, welche die besonders lebendige und bunte Fankultur des sechsfachen österreichischen Meisters ausmachen.

Mit dem Durchmarsch in die zweite Liga gelingt der Vienna ein großartiges Comeback. Es ist aber auch ein Auftauchen - von der Zwangsrelegation in die fünfte Liga zurück in die zweite Liga. Von der fußballerischen Bedeutungslosigkeit zurück auf die Bühne des Profifußballs. Damit endet auch eine der größten Zäsuren in der so wechselvollen 127-jährigen Geschichte des Traditionsvereins.

2017 drohte dem einstmaligen Mitropacupsieger der Konkurs. Nach dem Ableben von Hauptsponsor Martin Kristek, Gründer des Energiedienstleisters Care-Energy, standen die Döblinger 2017 ohne Hauptsponsor, ohne Geld und ohne Zukunft da. Mit dem Einstieg der UNIQA Insurance Group als Hauptsponsor konnte der drohende Konkurs in letzter Sekunde abgewendet werden. Seitdem geht es kontinuierlich bergauf. Einziger ungewollter Zwischenstopp war 2020 der pandemiebedingte Abbruch der Wiener Stadtliga, der eine weitere Saison Viertklassigkeit bedeutete. Langfristiges Ziel ist, den Klub wieder in die Bundesliga zu führen, dauerhaft in der obersten österreichischen Spielklasse zu etablieren und im Nachwuchs neue Maßstäbe zu setzen.

Stimmen zum geschafften Aufstieg:

„Gratulation an meine Mannschaft. Wir haben gehalten, was wir zu Beginn der Saison versprochen haben“, freute sich der erst 28-jährige Erfolgstrainer Alexander Zellhofer. „Das schaut von außen oft leichter aus, als man es vermutet. Wir hatten die kürzeste Vorbereitungszeit aller Mannschaften, mussten im Herbst viele neue Spieler integrieren, aber wir haben immer an unser Potential geglaubt und sind mit Fortdauer zu einer Einheit zusammengewachsen. Hut ab, das war über die gesamte Saison eine sehr reife und souveräne Leistung.“

Auch Sportdirektor Markus Katzer fiel ein Stein vom Herzen. „Ich bin happy und extrem stolz auf unsere Mannschaft. Wir wollten aufsteigen und zugleich attraktiven Fußball bieten. Das ist uns gelungen. Insofern ist die Freude jetzt doppelt groß. Die hohe Dichte und die Qualität des Kaders und unsere Ersatzbank haben den Unterschied ausgemacht. In entscheidenden Situationen haben wir immer noch nachlegen können. Die Truppe hat großes Potential. Ich bin sicher, dass wir auch in der zweiten Liga eine gute Figur machen werden.“

„Das ist ein besonders emotionaler Tag für uns alle. Ich freue mich narrisch, dass wir die Regionalliga Ost erfolgreich gemeistert haben. Dafür haben alle im Verein extrem hart gearbeitet. Was jetzt noch kommt, ist Draufgabe. Am Freitag steigt die Meisterparty auf der Hohen Warte. Ich hoffe auf ein volles Haus gegen den Sportclub. Und dann gehen wir schon das Projekt zweite Liga an. Wir haben klare Ziele definiert und verfolgen die mit Nachdruck. Heute Abend wird gefeiert. Morgen geben wir weiter Vollgas“, erklärte Geschäftsführer Thomas Loy.

 

Quelle: First Vienna FC 1894

 

MW


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