Aus Nichts fast Alles gemacht - Mauerwerk-Coach Naumoski im Interview!

"Wenn man bedenkt, dass wir vor der Saison genau zwei Spieler hatten und dann ein riesen Umbruch stattgefunden hat, ist der Herbst sensationell." Ilco Naumoski, Trainer des FC Mauerwerk, kann das gute Abschneiden seiner Mannschaft in der Herbstsaison nach wie vor nicht ganz fassen. 32 Punkte aus 16 Spielen hätten nicht einmal die kühnsten Optimisten im Verein erwartet. "Ein Verdienst des Zusammenhalts und der Rückendeckung auch durch die Vereinsführung", merkt der ehemalige Mattersburg-Stürmer an. Für das Frühjahr setzt man sich ebenfalls große Ziele.

Richtig geiler Fußball

Aufgrund der schwierigen Umstände ist es umso bemerkenswerter, dass der Cheftrainer mit seinem Team eine derart starke Truppe formen konnte. "Wir haben von allen Seiten Komplimente bekommen, dass wir richtig ansehnlichen, richtig geilen Fußball zeigen", so Naumoski stolz. Dabei setzte es früh in der Saison gleich eine herbe Klatsche. "Das 0:6 gegen TWL war natürlich nicht schön, danach hat die Mannschaft aber das einzig Richtige gemacht und sich nicht irritieren lassen. Der Erfolgslauf danach war eine starke Reaktion." Der Zusammenhalt im Team und die Rückendeckung durch die Vereinsführung habe da enorm geholfen.

Leistung bestätigen

Für den ehemaligen Bundesliga-Spieler aber kein Grund locker zu lassen. "Wir wollen im Frühjahr mindestens genauso stark performen, wenn nicht sogar noch besser. Dafür gilt es am Boden zu bleiben und konzentriert weiterzuarbeiten. Nachdem wir im Herbst mit keinem nominellen Innenverteidiger spielen konnten, waren wir defensiv noch nicht so stabil. Das soll im Frühjahr klar besser werden", sieht Naumoski noch jede Menge Verbesserungspotential. Alleine gegen Stripfing und die Elektra habe man bekanntlich zehn Gegentore kassiert, "das ist zuviel in zwei Spielen."

Doch auch das Spiel selber soll flexibler sein. "Die spielerischen Schachzüge wollen wir noch besser verinnerlichen. Und dann wollen wir natürlich auch einmal die großen Spiele gewinnen." Die drei der vier Niederlagen hätte man schließlich gegen Stripfing, TWL Elektra sowie dem Wiener Sport-Club kassiert. Lediglich gegen Wiener Neustadt leistete man sich einen Ausrutscher. "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, leicht wird das freilich nicht. Denn mittlerweile wissen alle, dass wir eine gewisse Qualität haben."

Mannschaft punktuell verbessern

Für Naumoski wäre ein junger Stürmer, der Goalgetter Domoraud und Sturmpartner Mendy Konkurrenz machen kann, ein wichtiger Baustein der Kaderplanung. "Aber auch in der Abwehr wollen wir noch einen Innenverteidiger holen. Milos Ozegovic und Igor Klaric sind keine gelernten Innenverteidiger, haben ihre Sache aber ganz gut gemacht." Trotzdem wolle man hier noch für mehr Stabilität sorgen.

Starke Testgegner

Für den 39-Jährigen sei es wichtig im Frühjahr auch gegen starke Gegner zu testen. "Wir spielen gegen St. Pölten und den FAC, sowie Donau und Schwechat. Auch gegen meinen Ex-Verein Klingenbach bestreiten wir ein Match. Das sind sehr gute Mannschaften und soll uns ideal vorbereiten", freut sich Naumoski auf die kommenden Herausforderungen. 

 

MW