1:1 gegen Traiskirchen - Neun Brucker jubeln über Punkt!

"Nach dem ersten Ausschluss waren wir plötzlich ratlos und haben zu behäbig gespielt." Werner Trost, Sportlicher Leiter des FCM Profibox Traiskirchen, meint damit allerdings nicht einen Ausschluss seiner Mannschaft, sondern einen des Gegners. Dieser war in Runde 8 der ASK-BSC Bruck/Leitha. Mit diesem Mann weniger konnten die Hausherren einen 0:1-Rückstand egalisieren, nur um dann eine knappe halbe Stunde sogar nur mehr mit 9 Spielern um dieses Remis kämpfen zu müssen. Am Ende fühlte sich der Punkt jedoch wie ein Sieg an.

Traiskichen legt vor

Traiskirchen war vor dem Duell seit drei Spielen sieglos, Bruck konnte überhaupt nur 6 Zähler aus den ersten 7 Spielen holen. Beide Teams hätten sich mehr von der Frühphase dieser Saison erhofft. Der FCM gab vor der Pause den Ton an. Patrick Haas zog unbewacht durch den Brucker Sechzehner. Seinen Abschluss bändigte Bruck-Schlussmann Christopher Stadler. Nach einem Standard stand Pascal Petlach an der zweiten Stange frei, jagte das Leder aber über die Latte. Auch Max Entrup, Marc Helleparth und Eldis Bajrami hätten die Führung zur Pause komfortabler gestalten können. Zumindest Noah Lederer konnte seinen Torinstinkt wieder finden, nachdem er gegen TWL Elektra noch an der Unterkante der Latte gescheitert war, traf er gegen Bruck mit seinem sechsten Saisontor nach einer knappen halben Stunde zur Führung (26.)

10 Mann schießen Ausgleich

Bitter aus Sicht der Traiskirchner: Tormann Dominik Krischke verletzte sich kurz vor der Pause an der Hüfte, musste raus. Routinier Michael Stöckl kam für ihn in die Partie. Lange dauerte es nicht, bis der Ersatzkeeper nach der Pause hinter sich greifen musste, doch zunächst verabschiedete sich Michael Lechner in Minute 52 mit Gelb-Rot vorzeitig: Bruck in Rückstand und ein Mann weniger, keine guten Vorzeichen. Doch die Gäste stellten sich naiv an, liefen in einen Konter. Diesen klärten sie noch ins Toraus. Beim folgenden Corner vergaß der FCM am zweiten Pfosten aber auf Bruck-Knipser Matus Paukner (56.). Das Momentum sprach nun trotz Unterzahl für die Hausherren. Der slowakische Torjäger stand auch bei der nächsten Aktion im Mittelpunkt. Nach einem vermeintlichen Stürmerfoul diskutierte er mit Referee Robert Radev zu energisch, sah dafür vom Unparteiischen glatt Rot (62.). Bruck verbarrikadierte sich mit zwei Mann weniger rund um den eigenen Strafraum. Traiskirchen agierte unterm Strich aber viel zu ideenlos, um die doppelte numerische Überzahl auszunutzen.

Das direkte Duell nutzte keiner der beiden für einen echten Befreiungsschlag. Traiskirchen muss nach dem Spielverlauf mit den verlorenen zwei Punkten aber deutlich mehr hadern als die Brucker.

Traiskirchen-Obmann Werner Trost: "In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt, hätten vier Tore machen müssen. Nach dem ersten Ausschluss waren wir plötzlich ratlos und haben zu behäbig gespielt. Sie kommen einmal vor das Tor und treffen. Dann stellen sie sich mit zwei Viererketten auf und schießen die Bälle weg. Ich kann der Mannschaft prinzipiell keinen Vorwurf machen, wir hatten die klar besseren Chancen. Es ist an der Chancenauswertung gescheitert. Der Liebe Gotte bringt dir nicht immer sofort das Glück zurück, das musst du dir auch erarbeiten."

 

Torfolge: 0:1 Noah Lederer (26.), 1:1 Matus Paukner (56.)

 

Die Besten:

ASK-BSC Bruck/Leitha: Michael Lechner (IV)

FCM Traiskirchen: Noah Lederer (ZM)

 

MW

 

 

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