Regionalliga West – auf der Suche nach Spannung!

In ein paar Tagen startet das neue Fußballjahr und es bringt in der Regionalliga West eine wahre Revolution – allerdings eine, die schon mal ziemlich ähnlich so umgesetzt wurde. In Tirol, Vorarlberg und auch „zwangsweise“ in Salzburg wird im Herbst eine bundeslandinterne Eliteliga gespielt. Damit reduziert sich die Spannung in der Regionalliga West im Frühjahr auf die Frage ob Dornbirn oder Kitzbühel Meister wird und wer in die 2. Liga aufsteigen will? Man muss aber der Reform eine Chance geben. Schaut man sich die Zusammensetzung der bundeslandinternen Eliteligen im Herbst 2019 nach jetzigem Stand an, kann man durchaus Attraktivität für Fans und Zuschauer daraus ableiten. Inwieweit die bisherigen obersten Ligen der Bundesländer darunter leiden werden ist natürlich eine andere Frage.

 

Sololauf von Dornbirn

Bereits nach vier Runden lag Dornbirn recht klar an der Tabellenspitze. Vier Siege und zwölf Punkte – dahinter Kufstein und Wörgl mit drei Punkten weniger. Grödig hielt noch gut mit, Schwaz mit einem Fehlstart und nur einem Punkt in vier Spielen. Nach acht Runden hatte Dornbirn den Vorsprung schon auf sechs Zähler ausgebaut. Anif ist in Schwung gekommen und liegt wie Kitzbühel und Seekirchen sechs Punkte hinter dem Leader. Schwaz legt einen Zwischensprint hin und liegt bereits auf Platz sechs. Nach zwölf Runden ist der Vorsprung von Dornbirn auf vier Punkte geschmolzen, Kitzbühel konstant stark vier Punkte dahinter, Anif mischt wieder ganz oben mit und liegt weitere drei Zähler hinter Kitzbühel. Grödig kommt nicht von der Stelle und belegt Tabellenplatz elf. Dornbirn und Kitzbühel setzen sich bis zur letzten Herbstrunde weiter ab – Dornbirn weiterhin vier Punkte vor Kitzbühel – ohne Niederlage, mit vierzehn Erfolgen bei drei Remis. Anif beendet 2018 mit einem Rückstand von vier Punkten auf Kitzbühel.

Auf der Suche nach Spannung

Nach dem Durchwinken der Ligareform wird es keinen Absteiger in der Regionalliga West geben. Es werden drei bundeslandinterne „Eliteligen“ gebildet – allerdings war das nicht der Plan des Salzburger Verbandes. In Tirol und Vorarlberg steht die weitere Vorgangsweise fest und auch Salzburg wird wohl eine Eliteliga mit zehn Teams im Herbst 2019 bilden. Spannend wird es also nur an der Tabellensitze der Regionalliga West. Schafft Dornbirn oder Kitzbühel den Titel und will der Meister in die 2. Liga aufsteigen? Anif sollte man aber noch nicht abschreiben – sie könnten den Titelkampf noch spannender machen.

Dreimal bundeslandinterne Eliteliga 

Der große Zuschauerkracher war die jetzige Form der Regionalliga West sicherlich nicht. Man sollte also der Reform eine Chance geben und zumindest im Herbst 2019 wird es in den drei bundeslandinternen Eliteligen herzhaft regional zugehen. Nach Stand Winter 2018 werden in Vorarlberg Hohenems, die Altach Amateure, Langenegg, Wolfurt, Lauterach, SW Bregenz, Rankweil, der DSV und Röthis spielen. Dazu käme Dornbirn bei Nichtaufstieg in die 2. Liga oder die Austria Lustenau Amateure. Auch in Tirol wären Kracher in Serie garantiert. Mit Kufstein, Schwaz, Wörgl, Reichenau, Hall, SK St. Johann, Imst, Zirl und Zams bzw. Kitzbühel bei Nichtaufstieg oder Telfs gäbe es sicherlich jede Menge regionale Spannung. In der Salzburger Eliteliga wären Anif, der TSV St. Johann, Seekirchen, Grödig, Bischofshofen, Pinzgau, Wals-Grünau, der SAK, Austria Salzburg und Neumarkt engagiert und das klingt auch nicht schlecht.

 

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