FC Dornbirn kämpft um den Spielbetrieb in der Regionalliga West!

Die Nachricht über die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung des FC Mohren Dornbirn 1913 am 8. Juli 2024 kam nicht überraschend. Die Hoffnung, dass der FC Dornbirn es schafft, einen Spielbetrieb in der Regionalliga West auf die Beine zu stellen, ist aber durchaus gerechtfertigt. Verhandelt und abgestimmt über den Sanierungsplan wird am LG Feldkirch am 26.09.2024. Die Regionalliga West startet aber schon am ersten Augustwochenende. Dornbirn empfängt den SC Schwaz. Man wird also die Weichen schnell stellen müssen.

 

Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung!

Die wirtschaftlichen Probleme des FC Mohren Dornbirn 1913 haben nicht überraschend am 8. Juli 2024 zur Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung geführt. Allein der Umstand, dass eine Eigenverwaltung ins Auge gefasst wird, lässt durchaus Optimismus erkennen, den Verein weiterführen zu können. Es geht nun in erster Linie darum in der Regionalliga West einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Am 8. August 2024 gibt es die erste Gläubigerversammlung und Prüfungstagsatzung, am 26.9.24 die Sanierungsplantagsatzung und nachträgliche Prüfungstagsatzung. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Mag. Andreas Joel Droop eingesetzt.

Das bietet der FC Dornbirn den Gläubigern an

Der Sanierungsvorschlag des FC Dornbirn bietet eine Quote von 30% an, zahlbar binnen acht Monaten ab Annahme des Sanierungsplans. Die Höhe der Passiva gibt der Fc mit rund 909.000 EUR an, die teilweise pfandrechtlich besichert sind.

Der Schuldner strebt die Fortführung des Vereins und den Abschluss eines Sanierungsplans an. Es wurden bereits Reorganisationsmaßnahmen gesetzt, wie Beendigung von Arbeitsverhältnissen, Umstellung auf ein Amateurbetrieb, organisatorische und kostentechnische Ausgliederung der kostenintensiven 1. Mannschaft (Kampfmannschaft) von der Nachwuchsmannschaft und die Akquirierung eines Großsponsors für die kostenintensive 1. Mannschaft (Kampfmannschaft). Das Finanzierungserfordernis für die Erfüllung des angebotenen Sanierungsplans wird durch Unterstützung von Dritter Seite und aus dem aktuellen Vermögensbestand und dem Fortbetrieb des Vereins aufgebracht. Hierfür wurden bereits von Dritter Seite EUR 210.000,00 treuhändisch hinterlegt.

Als Gründe für die Insolvenz führt der FC Dornbirn folgende Punkte an:

Die nunmehrige Insolvenz ist laut Schuldner auf die Coronazeit mit den verbundenen Beschränkungen, Forderungsausfällen und Einnahmeneinbußen, Zinserhöhungen, Lohnerhöhungen, Gesamtpreiserhöhungen, Sponsorenausfällen und die massiven Fahrt- und Hotelmehrkosten zurückzuführen. Des Weiteren wurde der Verein vor wenigen Wochen durch die unterwartete Nichterhaltung der Lizenz für 2. Österr. Fußball-Bundesliga 2024/25 in die Regionalliga West zurückversetzt, wodurch ein Großsponsor und ein Großinvestor verloren gingen.

Abenteuer 2. Liga – das überlegt sich jeder Verein dreimal!

Speziell im Fußballwesten sind die Mannschaften mit Lust auf die 2. Liga dünn gesät. Der FC Dornbirn hat es gewagt und es hat auch einige Zeit gut geklappt, aber leider ist man am Ende an der Lizenz für 2024/25 gescheitert. Der SC Imst aus der Regionalliga West war die einzige Mannschaft, die die Lizenz für die 2. Liga 2024/25 bekommen hat. Sportlich hatte aber Imst im Finish keine Chance, den für den Aufstieg erforderlichen Vizemeistertitel zu erobern. Jetzt soll es für den FC Dornbirn wieder zurück in den Amateurstatus gehen und zwar in eine Liga, in der finanziell wenig Honig fließt. Es wird wohl notwendig sein, auch die Regionalligen zu unterstützen, wenn man auf Dauer eine 2. Liga mit sechzehn Mannschaften haben möchte. In der Regionalliga Mitte hat zum Beispiel Traditionsclub ASK Klagenfurt finanziell w.o. gegeben und führt einen kompletten Neustart in der 2. Klasse durch.

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