Oberalms unverhoffter Höhenflug soll prolongiert werden

Der 1. Oberalmer SV erlebte in der 1. Klasse Nord im vergangenen Herbst ein wahres Fußballmärchen. Wenn auch überraschend, schafften die Tennengauer in der "Null-Saison" 2020/21 den Sprung vom Tabellenmittelfeld in die tabellarische Beletage. Geht es nach Mario Aichinger, dem sportlichen Leiter, darf es im nächsten Spieljahr so weitergehen. Auch wenn der Abschied von Sejdic und Babic schmerzt, blicken die Tennengauer den bevorstehenden Aufgaben zuversichtlich entgegen.

 

Fotocredit: C. Lamprecht

  

Trotz erkennbarer Steigerung: Oberalms Mega-Herbst unverhofft

Zwölfter, Zehnter und Neunter - das waren die Platzierungen der Oberalmer seit dem Aufstieg im Spieljahr 2016/17 aus der 2. Klasse Nord B. Tendenz leicht steigend, ohne Frage, doch dass im Herbst 2020 die Leaderposition herausschaute, mit dem war weiß Gott nicht zu rechnen. Auch Aichinger zeigt sich verblüfft: "Für uns kam es dann doch ein bisserl überraschend." Absolut verständlich, dass man am sportlichen Höhenflug Gefallen fand und diesen auch in der kommenden Saison wieder erleben möchte. "Aktuell weiß man ja nicht wirklich, wo man steht, aber wir wollen schon wieder vorne dabei sein", erklärt Aichinger, der seine Grün-Weißen liebend gerne in den Top-3 sehen würde. Der Meistertitel ist für den Abbruch-Ersten der 1. Klasse Nord kein Muss. Diesbezüglich hat Oberalms sportlicher Leiter andere Klubs auf der Rechnung. "Koppl zum Beispiel. Die schätze ich recht stark ein."

 

Betriebstemperatur noch nicht erreicht

Mit Kenan Sejdic (Golling) und Boris Babic (Hallein) verlor die Truppe von Dompteur Ivan Dragicevic zwei Leistungsträger. Aichinger seufzt: "Tut sehr weh. Vor allem was das Spielerische betrifft, sind es zwei sehr schmerzhafte Abgänge." Dafür konnte man vier neue Kicker dazugewinnen: Filip Maric und Hakan Coban kamen vom Nachbarn Puch, Ronny Gruber und Roman Maric aus der Karrierepause zurück. Obwohl die Testspielergebnisse schon passten, sieht Aichinger hinsichtlich der Qualität noch "viel Luft nach oben": "Das spielerische Defizit haben wir ja vorhin schon angesprochen. Aber auch körperlich fehlt es bei einigen noch." Obwohl sich der Saisonstart schön langsam nähert, haben die Tennengauer noch ein wenig Zeit, die Mängel spielerischer und physischer Natur auszumerzen. Am 17. Juli steigt das Cup-Erstrundenduell mit Oberhofen, ehe am 31. Juli mit dem Gastspiel in Ebenau die neue 1. Klasse Nord-Saison eingeläutet wird.

 

Weiterkommen im Cup nicht aussichtslos, Jugendarbeit fruchtet 

Apropos Cup-Spiel gegen Oberhofen: Da sieht Aichinger durchaus Chancen, erhofft sich ein Weiterkommen. "Ich erwarte mir eine spannende, enge Partie. Vor allem daheim sind wir alles andere als chancenlos." Schaffen die Dragicevic-Mannen den Einzug in die zweite Runde, würde der Sieger der Begegnung Scheffau gegen Plainfeld warten. Aichinger, der vor kurzem Franz Redhammer als sportlichen Leiter beerbt hat, kann zudem auf eine gute Entwicklung der eigenen Jugendspieler blicken. "Drei Spieler, die heuer aus der U16 rausgefallen sind, haben wir bereits in die Kampfmannschaft integriert. In den Testspielen haben sie sich gut geschlagen und ich bin mir sicher, dass sie in der Meisterschaft ihre Einsatzminuten bekommen werden."