Sensations-Aufsteiger Bruck visiert Durchmarsch an

Der Jubel beim SK Bruck war riesengroß, als man in der letzten Spielzeit Kontrahent Großarl hinter sich lassen, sich zum Meister küren und letztlich in die 1. Klasse Süd aufsteigen konnte. Ein Stockwerk oberhalb machten die Schützlinge von Trainer Andreas Mayrhofer dort weiter, wo sie in der 2. Klasse mit südwestlicher Ausrichtung aufgehört hatten. Zum Herbstkehraus blieb den Bruckern nach Gewinn des Herbstmeistertitels der sensationelle zweite Zwischenrang. In Saisonabschnitt zwei will die Mayrhofer-Crew noch höher hinaus.

 

Liganeuling ließ es ordentlich krachen

Eigentlich begann das Abenteuer 1. Klasse Süd für den SK Bruck gleich mit einer saftigen Watschn, musste der Vorjahresmeister der 2. Klasse Süd/West just zum Auftakt gegen den Nachbarn Taxenbach eine ungemütliche 1:2-Pleite einstecken. Von dieser Derbyniederlage unbeeindruckt stiegen die Brucker folglich aufs Gaspedal, starteten eine wahre Siegesserie und krönten ihren Goldenen Herbst mit dem Herbstmeistertitel. "Vor der Saison hab' ich tiefgestapelt, um den Druck etwas wegzubringen", meint Trainer Andreas Mayrhofer, der mit der Performance seiner Truppe mehr als zufrieden war: "Die Ergebnisse in der Vorbereitung, die Leistungen im Cup und schließlich in der Liga waren sensationell." Einzig die Winterkrone wurde dem Aufsteiger auf der Zielgeraden weggeschnappt, sauste Hollersbach mit einem 4:1-Erfolg über Taxenbach am letzten Spieltag des 2019er-Jahres doch noch an Bruck vorbei, das zuhause gegen Radstadt nicht über ein 1:1-Remis hinauskam.

 

1. Klasse für Bruck nur eine Zwischenstation?

Im Frühjahr soll sich das Märchen in Bruck fortsetzen. "Wenn du mit einem Punkt Rückstand Zweiter bist, dann wäre es vermessen, nicht an den Meistertitel zu denken", erklärt Mayrhofer. Positiv ist mit Sicherheit die Rückkehr zweier langzeitverletzter Spieler. "Despotovic und Piljanovic haben im Herbst nur wenige Partien bestritten, werden künftig wieder mit an Bord sein", bestätigt der Brucker Coach und fügt hinzu: "Wir haben eigentlich nie mit demselben Kader gespielt. Das zeigt aber auch, dass wir eine richtig starke Truppe haben." Dass es für den großen Clou jedoch mehr als nur ein qualitativ hochwertiges Spielermaterial braucht, weiß Mayrhofer: "Zum Gewinn der Meisterschaft gehört auch immer das nötige Spielglück dazu. Im Herbst mutierten viele Spiele zu engen Kisten, meist mit dem besseren Ende für uns."

 

Alles beim Alten

Viele Transferaktivitäten wird es beim aktuellen Tabellenzweiten der 1. Klasse Süd in der Winterpause vermutlich nicht geben. "Im Winter und vor allem im Pinzgau ist es generell sehr schwierig", sagt Mayrhofer. So werden die Anhänger des SKB auch im zweiten Saisonabschnitt haargenau denselben Spielern zujubeln können. Gleichzeitig wollen sich die Brucker nicht von ihrer aufgestellten Philosophie abbringen lassen. "Unser Vorhaben war und ist es, Brucker Spieler zurückzugewinnen. Das haben wir auch in der vergangenen Sommerpause so gemacht", so Mayrhofer weiter. Ein "waschechter" Brucker könnte in der nächsten sommerlichen Transferperiode dazustoßen. "Dustin Hutter kickt derzeit in Maishofen und wäre nicht abgeneigt", verrät der Dompteur des SK Bruck.

 

Berglauf statt Kunstrasen-Kick

Nach einer langen und kräftezerrenden Fußballzeit steht nun das Wörtchen Regeneration ganz weit oben auf der Brucker To-do-Liste. "So um den 20. Jänner herum werden wir dann mit unserer Vorbereitung starten", offenbart Mayrhofer. Neben zwei Lauf- und einer Halleneinheit pro Woche steht auch das eine oder andere Testspiel auf Kunstgrün am Programm. Mehr will man in Bruck nicht ins präsaisonale Training investieren. "Wenn wir den Kunstrasenplatz in Piesendorf fünf Mal mieten, kostet uns das 1000€ und wir werden weder besser noch schlechter. Da ist es mir lieber, wenn wir zweimal in der Woche auf den Berg laufen", teilt Mayrhofer mit. Der Start in die Frühjahrssaison erfolgt für den SK Bruck am 28. März mit dem Gastspiel in Mittersill.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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