Keser coacht Saalfelden zu Punktgewinn in Radstadt

Raltadstadt und Pinzgau Saalfelden 1b trennten sich am Samstag 2:2-Unentschieden. altNeben vier Toren hatte die Partie einige „Höhepunkte" zu bieten. Der etatmäßige Trainer der Saalfeldner, Emil Lazzeri, stand diesmal zwischen den Pfosten und wurde an der Seitenlinie von Ex-Eben-Trainer Richard Keser vertreten. Für zusätzlichen Zündstoff sorgte ein nicht gegebenes Last-Minute-Tor.

„Wir sind glücklich über den Punkt, aber unglücklich, dass wir zwei Punkte verloren haben", so lautet die kryptische Bilanz von Emil Lazzeri, der sonst an der Saalfeldner Seitenlinie seinen „Arbeitstag" verrichtet. Diesmal war jedoch alles anders: Aufgrund akuter Tormannprobleme – Reto Heller sah die Blamage der Westliga-Mannschaft von der Bank aus – stand Lazzeri im Tor. Richard Keser, der letztes Jahr noch die Kampfmannschaft von Ligakonkurrent Eben trainierte, half aus. „Richard – einer der besten Amateurtrainer in unserer Region – hat sich kurzfristig dazu bereit erklärt, uns in diesem Spiel zu betreuen. Ihm gebührt ein großes Lob", so Lazzeri.

Es ist eine ausgeglichene Partie, die die rund 100 Zuseher auf der Radstädter Sportanlage in der Anfangsphase zu sehen bekommen. Saalfelden attackiert erst ab der Mittellinie und überlasst es den Hausherren das Spiel zu machen. Nach knapp einer halben Stunde gelingt Radstadt die Führung: Kapitän Darko Sokic ist nach einer Standardsituation zur Stelle und erzielt sein zweites Saisontor. „Im Nachhinein war es vielleicht ein Fehler von mir, so auf „Angsthasenfußball" umzustellen", gesteht Lazzeri ein. Mit einer knappen, jedoch verdienten 1:0-Führung geht es in die Kabinen

Handspiel oder nicht?

 In der zweiten Halbzeit gelingt es den nun offensiveren Pinzgauern die Radstädter Führung zu drehen: Erst trifft David Eberhard zum Ausgleich (58.) und in der 78. Minute stellt der erst 16-jährige Semir Gvozdjar bei seinem Debüt in der Kampfmannschaft per „Kunstschuss" auf 2:1. „Am Anfang hat es so ausgesehen, als ob er nicht recht wüsste, was er mit dem Ball anstellen soll. Dann hat er ihn kurzerhand mit dem Spitz ins Kreuzeck geknallt", beschrieb Lazzeri den Führungstreffer. Nachdem Erwin Rappl nur vier Minuten später mit dem 2:2 der Radstädter (wiederum aus einer Standardsituation) antwortet, erhitzt eine Schiedsrichterentscheidung in der letzten Minute die Saalfeldner Gemüter. „Wir haben ein reguläres Tor erzielt. Wenn, dann war es Handspiel vom Radstädter, nicht von Gvozdjar, wie es der Schiedsrichter entschieden hat", so Lazzeri, der mit dem Punkt aber gut leben kann: „Der letzte Rest des Kaders hat Moral gezeigt. Der Punkt hilft uns mehr weiter als Radstadt."

von Marc Eder

 

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