7:4 – St. Martin/T. gewinnt Torfestival

Mit dem Eishockeyergebnis von 7:4 endete die Partie zwischen St. Martin/T. und Bruck. Während bei Bruck altaltam Ende vier verschiedene Torschützen am Spielbericht standen, war der Matchwinner aus St. Martin-Sicht schnell gefunden: Markus Grasl steuerte gleich vier Treffer zum vierten Saisonsieg bei und ballerte sich damit an die Spitze der Torschützenliste. Die sieglosen Brucker stehen hingegen vor dem "Keller-Derby" gegen Taxenbach bereits früh in der Saison unter Druck.

Der Tabellenletzte aus Bruck feiert einen Auftakt nach Maß, hat erst nach einem Lattenkopfball von Grasl Glück und erzielt wenig später durch Matthias Rachelsperger, der aus 10 Metern flach ins kurze Eck trifft, die Führung. In der 18. Minute können die Heimischen ausgleichen – nach Wieser-Vorarbeit umkurvt Grasl Brucks Torhüter Patrick Höfferer und schiebt zum nicht unverdienten Ausgleich ein. Der Jubel ist noch nicht verstummt, da zappelt der Ball schon wieder im Netz – Christian Huber schockt die rund 200 Heim-Fans ein zweites Mal. Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit dreht St. Martin die Partie mit einem Doppelschlag: Grasl im Nachschuss und Christian Pichler (hoch ins kurze Eck) sorgen für die erstmalige Führung der Pongauer. Die Gäste stecken jedoch nicht zurück und bringen die Heimmannschaft mit engagiertem Pressing immer wieder in Verlegenheit. So auch in einer Szene kurz vor der Pause, die mit einem Elfmeterpfiff endet – Michael Fazokas verwertet sicher zum 3:3-Pausenstand.

Fünf weitere Tore in der zweiten Halbzeit

 Zwar hat das muntere Dosenschießen in Halbzeit zwei vorerst ein Ende, nicht aber die Großteils durch katastrophale Abwehrschnitzer bedingten Großchancen. St. Martin trifft in dieser Phase gleich fünf! Mal Aluminium, auf der Gegenseite scheitert zwei Mal Ariel Torres aus aussichtsreicher Position. „Es ist praktisch alles für uns gelaufen, wir hatten bei den Stangenschüssen Glück und St. Martin war schon leicht am Verzweifeln. Dann geraten wir durch eine Unkonzentriertheit wieder in Rückstand", ärgert sich Brucks Trainer Erich Ferstl, über das Abwehrverhalten in der 72. Minute, wo die gesamte Hintermannschaft schläft und Grasl aus fünf Metern volley ins lange Eck trifft. Zwei Minuten später sorgt Adnan Duran mit seinem Tor zum 5:3 für die (vermeintliche) Vorentscheidung. In den Schlussminuten bringt Manuel Oberhollenzer die Gäste noch einmal auf 5:4 heran, um praktisch im Gegenzug wieder ein Tor zu kassieren. Wieser trifft zum 6:4, Grasl setzt wenig später mit seinem vierten Treffer den Schlusspunkt im Torfestival. „Normalerweise sollten vier Tore zumindest zu einem Punkt reichen. Wir kassieren durch individuelle Fehler vermeidbare Gegentore. Das ist sehr schade, weil in den letzten drei Partien immer ein Punkt möglich war", so Ferstl.

von Marc Eder