"Salzburger Liga war für uns eine Klasse zu hoch" - Abstieg für SK Strobl kein Weltuntergang

Nachdem 1. Landesliga-Meistertitel 2016/17 und dem daraus resultierenden Aufstieg in die Viertklassigkeit, konnte der SK Strobl in der höheren Etage recht schnell Fuß fassen und belegte in der Folgesaison mit Platz zehn eine Position im gesicherten Tabellenmittelfeld. Das Abenteuer Salzburger Liga ist für die Strobler nun aber vorbei, blieben die Flachgauer mit nur 18 gesammelten Punkten letztlich deutlich unter dem Strich. Der sofortige Wiederaufstieg ist in Strobl kein Thema, will man vielmehr ein Durchrasseln in die 2. Landesliga Nord verhindern.

 

Seuchen-Frühjahr brach Strobl das Genick

Im ersten Spielabschnitt der letzten Saison machte es noch nicht den Anschein, als würde der SK Strobl in Abstiegsgefahr geraten. Zwar befanden sich die Strobler nach 17 gespielten Runden im hinteren Tabellendrittel, doch der Abstand zur Gefahrenzone betrug relativ entspannte sechs Punkte. "Der Herbst ist ganz gut gelaufen", bestätigt auch Strobls Neo-Sportlicher Leiter Roland Hackl. Im Frühjahr ging es mit dem SKS jedoch rapide bergab, kamen zu den 16 bestehenden Zählern lediglich zwei dazu. "Wir hatten viele Verletzte, die wir einfach nicht kompensieren konnten", hat es der Verletzungsteufel mit Hackl und seinen Stroblern nicht gut gemeint. Mit einem schlussendlich Sieben-Punkte-Rückstand auf den Vorletzten Hallein hat es für die Flachgauer doch um einiges gefehlt. Trotz Abstieg in die 1. Landesliga ist die Stimmung im Verein ganz gut: "Dass wir jetzt wieder in der 1. Landesliga sind, ist kein Beinbruch. Die Salzburger Liga war für uns ein Zuckerl, aber im Grunde eine Klasse zu hoch", erklärt Hackl. Einen negativen Aspekt, der künftig auf Strobl wartet, weiß Hackl: "Die Fahrten werden weiter."

 

Strobler wollen den Klassenerhalt packen

Derjenige, der bei Strobl den direkten Wiederaufstieg erwartet, ist wohl an der falschen Adresse. "Unser Ziel wird sein, den totalen Absturz in die 2. Landesliga Nord zu verhindern", steht für Hackl die Rückkehr in die Salzburger Liga vorerst nicht auf der To-do-Liste. Dass nach einem Abstieg im darauffolgenden Spieljahr ein zweiter dazukommt, hat sich ligaübergreifed in der Vergangenheit desöfteren gezeigt. Der jüngste Fall ist der OSK, der binnen zwei Jahren von der 1. Landesliga in die 1. Klasse Nord durchgereicht wurde.

 

Zu- und Abwanderer beim SKS

Die Strobler werden mit einigen neuen Spielern in die bald beginnende 1. Landesliga-Spielzeit gehen. Malick Kamara (USA), David Unterberger (zurück vom Studium), Josip Gavric (Bad Ischl) und Julian Lindlbauer (Fuschl) werden den Salzburger Liga-Absteiger verstärken. David Hillebrand, Michael Strassl (beide Gmunden), Jakob Promberger (Auslandsjahr) und Jakob Schiendorfer (verletzungsbedingte Zwangspause) stehen dem SKS indes nicht mehr zur Verfügung. Der neue Mann an der Seitenlinie wird Slavisa Sipljanovic (zuvor Puch) und damit der Nachfolger von Ex-Coach Leyti Seck sein.

 

Wirrwarr um die Position des Sportlichen Leiters

Eigentlich wäre für Seck der Posten als Sportlicher Leiter vorgesehen gewesen, Strobl musste allerdings umdisponieren und übergab Roland Hackl diese Funktion. "Die Ziele von Leyti stimmten nicht mit den Zielen des Vereins überein. Finanziell war das alles nicht möglich", nimmt Hackl zur bis dato undurchsichtigen Lage Stellung.

 

Duell zweier Liganeulinge

Die Strobler Kicker befinden sich seit vergangenen Donnerstag im Training. Heute steht für den Absteiger der erste Probegalopp gegen Bad Ischl auf dem Papier. Nachdem für Strobl im Landescup am 20. Juli mit dem ATSV eine machbare Aufgabe wartet, geht es eine Woche später in der Liga zum Auftakt nach Plainfeld.

 

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