Adieu, 2. Landesliga - USK Piesendorf ist zurück auf neuem, aber bekanntem Terrain

In dominanter und abgezockter Manier und dank eines bombastischen Frühjahrs sicherte sich der USK Piesendorf in der letzten Saison hochüberlegen den Meistertitel in der 2. Landesliga Süd. Nach zweijähriger Abstinenz sind die Kicker rund um Trainer Johannes Schützinger nun wieder zurück in der Fünftklassigkeit. Und eines wurde im Gespräch mit Uwe Deussen, dem Sportlichen Leiter der Piesendorfer klar: Aufsteigen um einfach nur in der 1. Landesliga dabei zu sein will der USK nicht, nein, er will im vorderen Tabellendrittel ein Wörtchen mitreden.

 

Piesendorf ließ Ligakonkurrenten im Frühjahr nicht den Hauch einer Chance 

In Bezug auf die potenziellen Meisterfavoriten hatte wohl der Großteil der Ligaexperten den USK Piesendorf auf dem Zettel. Zwar reichte es für die Piesendorfer im ersten Saisonabschnitt "nur" für den Vize-Herbstmeister, dennoch konnten die Meisterambitionen das ein oder andere Mal unter Beweis gestellt werden. Mit einer gezielten und vor allem intensiven Vorbereitung wurde bereits in der Winterpause der Grundstein für den späteren Erfolg gelegt. Und was schließlich im Frühjahr folgte, war einfach nur zum mit der Zunge schnalzen: Elf Siege in elf Spielen und ein herausragendes Torverhältnis von 59:10 schmetterte die Schützinger-Mannen auf den Thron. "Das Meisterstück macht uns glücklich und stolz. Gratulation an die gesamte Mannschaft und dem Trainerteam", schwebt Deussen nach diesem sportlichen Erfolg auf Wolke sieben. Das, erst vor diesem Spieljahr neu installierte Trainerduo Schützinger/Entleitner sieht Deussen als "eine gute Wahl". Erwähnenswert ist beim USK auch das Zusammenwirken der zwei Generationen. "Die Zusammenarbeit zwischen den jungen Spielern und den sogenannten Routiniers funktioniert bei uns wirklich sehr gut", bestätigt der Piesendorfer Sportliche Leiter.

 

Schützinger-Crew will weiterhin für Furore sorgen 

Eine Etage oberhalb wird die Kirche zwar im Dorf gelassen, aber keinesfalls tiefgestapelt. "Aufsteigen und 'schau-ma-amoi' entspricht nicht unserer Philosophie. Wir möchten den nächsten Schritt setzen, uns weiterentwickeln und möglichst weit vorne mitspielen", stellt Deussen klar. Dass in Piesendorf an einen neuerlichen Meistertitel beziehungsweise einen Durchmarsch in die Salzburger Liga gedacht wird, dementiert Deussen: "Natürlich würden wir nicht nein sagen, aber es ist absolut kein Zwang."

 

USK-Heimkehrer sorgen für eine noch höhere Kaderqualität 

Grundsätzlich hatten es die Piesendorfer wahrlich nicht Not, auf Teufel komm raus neue Spieler zu verpflichten. Dennoch werden sich vier, von Deussen "absolute Wunschspieler", im nächsten Spieljahr das Trikot des USK Piesendorf überstreifen. "Ich bin sehr froh, dass wir eigene Piesendorfer zurückholen konnten", betont Deussen. So kehrt mit Sebastian Ceol, Christoph Bernsteiner (beide Zell am See), Stefan Buchner (Mühlbach/Pzg.) und Jakob Krivanek (Pinzgau 1b) gleich ein heimisches Quartett zu ihren Wurzeln zurück. Als einzigen Abgang vermeldeten die Piesendorfer Goalgetter Robi Kajic. "Robi und seine Kids sind im Zeller Nachwuchs aktiv, deswegen ist es auch verständlich, dass er sich ab sofort zu hundert Prozent den Zellern anschließt. Er hat uns mit seinen Toren und seiner Art und Weiße, Fußball zu spielen, sehr weitergeholfen. Da kann man nur danke sagen", zieht Deussen vor dem abwandernden Knipser seinen Hut.

 

Deussen mit Cup-Auslosung happy: "Ein wunderbares Los" 

Anlässlich der Unterhaus-Gala fuhr die Mannschaft am vergangenen Montag geschlossen ins ehrwürdige Casino nach Klessheim, um sich dort die Auszeichnungen für die Frühjahrssaison abzuholen. "Nach der Pause, die sich jeder Einzelne redlich verdient hatte, war es ein nettes erstes Zusammentreffen", erzählt Deussen. Tags darauf folgte der Trainingsauftakt, in der die Piesendorfer Meistermannschaft gleich an ihre Grenzen ging. "Die Jungs sind motiviert und geben mächtig Gas", ist Deussen mit der Einstellung seiner Kicker auf jeden Fall zufrieden. Für den Aufsteiger stehen drei Testspiele gegen Neukirchen, Kaprun und Zell am See auf dem Papier. Am 20. Juli wartet mit dem Cup-Spiel gegen Maria Alm dann das erste Pflichtspiel. "Ein wunderbares Los, zumal wir zu den Almern ein richtig gutes Verhältnis haben", freut sich Deussen auf die kommenden Aufträge.

 

DAZN: Champions & Europa League, Top-Fußball live - jetzt Gratismonat starten