"Hätte ich sofort unterschrieben" - SC Bad Hofgastein blickt auf "sehr geilen" Herbst zurück

Nach dem siebenten Platz in der Vorsaison und einem großen Aderlass in der Sommerpause wusste man beim SC Bad Hofgastein vor der aktuellen Spielzeit nicht so wirklich, wohin die Reise tatsächlich führen wird. Am Ende des Tages werden die Jungs aus dem Gasteinertal im gesicherten Tabellenmittelfeld ins neue Jahr starten. Zwar hätte unterm Strich der eine oder andere Zähler mehr herausspringen können, mit sieben Siegen aus 14 Partien und Zwischenrang acht geben sich die Pongauer allerdings sehr, sehr zufrieden. Im Frühjahr möchte Coach Achim Sametreiter seine Crew weiterentwickeln, die Titelfavoriten ärgern und vor allem die Pongauer Derbys positiv gestalten.

 

 

Business as usual

Seit dem Aufstieg im Spieljahr 2012/13 aus der 2. Landesliga Süd und dem sensationellen Vizemeistertitel in der Folgesaison 2013/14 hielt sich der SC Bad Hofgastein konstant im Tabellenmittelfeld der 1. Landesliga auf: Neunter, Neunter, Achter, Sechster und zuletzt Siebenter. Die Tatsache, dass das Kartenhaus der Gasteiner nun schön langsam zusammenfallen könnte, war vor dem Beginn des aktuellen Spieljahres nicht allzu weit hergeholt. "Uns sind drei Stützen weggebrochen", weiß Coach Achim Sametreiter. Weil darüber hinaus noch einige Kicker auf der Verletztenliste standen, erwarteten die Vereinsverantwortlichen eine ganz, ganz schwierige Zeit. "Der Aderlass war schon grausig, aber die Jungs haben ihren Job richtig cool gemacht. Ich bin sehr stolz", strahlt Sametreiter. Und das Strahlen des Trainers der Hofgasteiner hat ganz klar seine Berechtigung. Mit 21 gesammelten Punkten liegt sein Team nämlich wieder im gesicherten Tabellenmittelfeld - fast schon etatmäßig. "Wenn mir das im Vorhinein einer gesagt hätte, hätte ich sofort unterschrieben. Zwar waren ein paar ärgerliche Partien dabei, wo im Endeffekt drei bis sechs Punkte mehr herausspringen hätten können, aber im Großen und Ganzen war es ein sehr geiler, sehr starker Herbst", so Sametreiter weiter. Die Heimstärke des SC Bad Hofgastein trug ihres dazu bei, holte der Sametreiter-Trupp auf heimischem Geviert ganze 15 Zähler - auswärts nur sechs.

 

Bad Hofgastein setzt auf heimische Produkte

Obwohl der derzeitige Tabellenachte mit Florian Jank und Johann Rudigier (beide Kreuzbandriss) zwei weitere Kapazunder vorgeben muss, möchten die Burschen aus dem Gasteinertal unbedingt im Tabellenmittelfeld bleiben. "Einfach befreit aufspielen, uns weiterentwickeln, die Favoriten ärgern und die Pongauer Derbys gewinnen", gibt Sametreiter die vereinsinternen Ziele fürs Frühjahr bekannt. Transferaktivitäten wird es bei den Pongauern vermutlich keine geben. "Das ist in unserem Tal immer sehr schwer, weil der Weg für die Spieler einfach zu weit ist. Zudem haben wir absolut keinen Handlungsbedarf. Wir stehen momentan richtig gut da", erklärt Sametreiter. So wird alles darauf hinauslaufen, dass der SC Bad Hofgastein weiterhin sein Eigengewächs forciert. "Wir sind ein gesunder Verein mit einem gesunden, realistischen Vereinsdenken. Die eigenen, jungen Kicker weiterzuentwickeln ist schlichtweg unsere Philosophie", fügt der SCH-Dompteur hinzu.

 

Sametreiter happy: "Verein ermöglicht quasi alles"

Bezüglich Vorbereitungsphase spricht Sametreiter von einem "großen Glück", taucht der Begriff Pause wohl gar nicht im Wörterbuch seiner Schützlinge auf. "Die haben nie aufgehört. Ohne Anweisungen vom Trainerteam sind die selbstständig laufen und in die Kraftkammer gegangen", verrät Sametreiter. So kann der SC Bad Hofgastein den offiziellen Trainingsauftakt ohne jegliche Zweifel auf Anfang Februar legen. Und die Rahmenbedingungen? "Sind wirklich optimal", zeigt sich Sametreiter entzückt und ergänzt: "Die Jungs können jederzeit die Therme benützen und mit unserem Kunstrasenplatz ermöglicht der Verein den Spielern quasi alles." Bereits am 14. März geht's für die Sametreiter-Crew in der Liga weiter. Da wartet mit dem Heim-Nachtrag gegen Schwarzach schon das erste prestigeträchtige Pongauer Derby.

 

 

 

Redakteur: Maximilian Winkler

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